Suchen

SEMrush-Studie Mehr Homeoffice, weniger Burnout

Schaut man sich die Google-Suchen zu den Begriffen Job und Beruf an, wie es die Online-Visibility-Plattform SEMrush gemacht hat, zeigt sich, dass „Homeoffice“ voll im Trend liegt. Dafür gab es weniger Suchen nach „Burnout“ und „Work-Life-Balance“.

Mit dem Homeoffice scheint die Work-Life-Ballance weniger wichtig zu werden.
Mit dem Homeoffice scheint die Work-Life-Ballance weniger wichtig zu werden.
(Bild: © blacksalmon - stock.adobe.com)

Die Experten von SEMrush haben ausgewertet, welche Begriffe die Deutschen im Internet zu Job und Beruf zwischen März und August 2020 im Internet gesucht haben und verglichen die Daten mit dem Vorjahr. Mit durchschnittlich 115.100 monatlichen Suchanfragen zu „Homeoffice“ hat sich die Anzahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verachtfacht (14.450 Anfragen).

Wo wird „Homeoffice“ am meisten gesucht?

Zwar ist das Interesse daran, zu Hause zu arbeiten, in ganz Deutschland gewachsen, im Saarland aber besonders: Im Vergleich zum letzten Jahr haben sich die Anfragen danach sogar mehr als verzehnfacht. Auffällig ist, dass nach dem Saarland prozentual vermehrt Arbeitnehmer aus den ostdeutschen Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt nach Homeoffice-Möglichkeiten suchen. In Ballungszentren wie Hamburg oder Berlin gibt es laut Google-Anfragen zwar ebenfalls einen deutlichen Anstieg – im Osten der Republik wurde jedoch durchschnittlich etwa 20 Prozent häufiger nach dem Begriff „Homeoffice“ gesucht als in den westlichen Bundesländern.

Der Begriff „Homeoffice“ liegt voll im Trend. Durchschnittlich 115.100 monatliche Suchanfragen gab es von März bis August 2020.
Der Begriff „Homeoffice“ liegt voll im Trend. Durchschnittlich 115.100 monatliche Suchanfragen gab es von März bis August 2020.
(Bild: SEMrush)

Mehr psychische Krankheiten durch Corona?

Studien sagen, dass die psychische Belastung durch die Corona-Pandemie gestiegen ist. Dies spiegelt sich aber nicht in den Suchanfragen der Deutschen wider. Deutlich weniger als im vergangenen Jahr googelten deutsche Berufstätige nach Begriffen rund um das Thema psychische Gesundheit. Der Begriff „Burnout“ wurde 2020 im Vergleich zum Vorjahr 8,81 Prozent seltener gesucht, der Begriff „Work-Life-Balance“ sogar 13,43 Prozent weniger. Und die Suche nach einem „Feel Good Manager“ verringerte sich gar um 38,61 Prozent.

Stattdessen sind den Arbeitnehmern Zusatzangebote von Unternehmen, sogenannte „Corporate Benefits“ wichtig. Die Anfragen stiegen hier von monatlich 48.000 Suchen im Jahr 2019 auf 58.667 in diesem Jahr – ein Gewinn von 22,22 Prozent. Wichtig sind dabei unter anderem Themen wie Kinderbetreuung und besondere Prämien oder Gesundheitsangebote.

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Arbeitnehmer in Bezug auf flexible Arbeitszeitmodelle deutlich weiter sind als die Politik. Heute kann sich eigentlich niemand mehr dem Thema verschließen“, sagt Evgeni Sereda, Senior Marketing Manager DACH bei SEMrush.

Über die Studie

SEMrush hat analysiert, wie häufig die Bundesbürger nach Begriffen rund um das Thema Job und Beruf suchten. Dazu wurde die Häufigkeit der Eingabe der jeweiligen Schlagwörter von März bis August 2020 erhoben und mit dem Zeitraum von März bis August 2019 verglichen.

(ID:46944291)

Über den Autor