Studie zu intelligenten Lösungen in Unternehmen

Intelligente Systeme: Herausforderung für IT-Teams

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Eine Studie untersuchte die Einführung von Geräten und Software mit Entscheidungs- und Lernfunktionen im Unternehmensumfeld.
Eine Studie untersuchte die Einführung von Geräten und Software mit Entscheidungs- und Lernfunktionen im Unternehmensumfeld. (Bild: © - Cake78 (3D & photo) - Fotolia.com)

Intelligente Systeme erhöhen die Komplexität für IT-Teams und verändern ihre Arbeitsweise. Bei einer Ipswitch-Umfrage bestätigten 88 Prozent der IT-Experten die Einführung intelligenter Systeme. Mehr als drei Viertel schätzen die Bedrohungslage als schwierig oder herausfordernd ein.

Laut einer weltweiten Umfrage ist die schnelle Bereitstellung intelligenter Systeme in vollem Gange. 88 Prozent der IT-Experten gaben an, dass ihr Unternehmen bereits in eine oder mehrere intelligente Lösungen investiert hat – von Bots über smarte Unternehmensanwendungen bis hin zu ausgewachsenen Expertensystemen. Die Umfrage zeige allerdings auch, dass 78 Prozent der IT-Experten Schwierigkeiten haben, den wirklichen Umfang der Herausforderungen und Bedrohungen durch die Bereitstellung intelligenter Systeme einzuschätzen und die Auswirkungen durch die Nutzung intelligenter Technologien in ihren Geschäftszweigen zu verwalten. Insgesamt seien weltweit 521 IT-Entscheidungsträger befragt worden – darunter 82 Experten aus Deutschland.

Mehrheit sieht die Einführung als Herausforderung

Die Befragung untersuchte die fortschreitende Einführung von Geräten und Software mit Entscheidungs- und Lernfunktionen im Unternehmensumfeld. Den Ergebnissen zufolge wird die Einführung intelligenter Systeme zunehmend zu einem wichtigen Unterscheidungsmerkmal im Wettbewerb. 35 Prozent der IT-Entscheidungsträger sind gegenwärtig der Ansicht, dass es für die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens in den nächsten drei Jahren entscheidend sein wird, intelligente Systeme zu nutzen. 75 Prozent verwenden für die Steuerung und Verwaltung der zunehmend komplexen Netzwerke und IT-Infrastrukturen bereits intelligente Systeme. Die Studie zeigt außerdem:

  • 20 Prozent verwenden autonome Bots und elektronische Assistenten, um Mitarbeitern oder Kunden eine natürlichere Interaktion mit den Systemen zu ermöglichen – weitere 27 Prozent planen dies für das nächste Jahr.
  • 26 Prozent verfügen bereits über IoT-Initiativen – bei 29 Prozent befindet sich die Bereitstellung in Planung.
  • 28 Prozent nutzen bereits Expertensysteme zur Entscheidungsunterstützung, um die Arbeitsweise von Fachkräften zu optimieren – 35 Prozent planen eine baldige Einführung.

Dennoch empfinden 19 Prozent die Einschätzung der Bedrohungslage als „extrem schwierig“, 59 Prozent sehen dies als „Herausforderung“.

Komplexität des IT-Managements ist noch unklar

Obwohl sich viele IT-Experten der weitreichenden kommerziellen und betrieblichen Vorteile intelligenter Systeme bewusst sind und erkennen, dass deren Einführung auch bei ihren Partnern, Mitbewerbern und Kunden im Trend liegt, sind sie dennoch besorgt darüber, ob ihre IT-Teams die potenziellen Risiken dieser Technologien bewältigen können:

  • 54 Prozent der Befragten geben an, dass ihre bestehenden Analyse- und Visualisierungsfunktionen Schwierigkeiten haben werden, mit dem zunehmenden Einsatz intelligenter Systeme Schritt zu halten.
  • 55 Prozent sind der Ansicht, dass ihre Möglichkeiten, Daten klar und entscheidungsrelevant zu visualisieren, nicht so gut sind, wie es nötig wäre.
  • 71 Prozent empfinden das Interpretieren von Protokollen und anderen erzeugten Ereignisdaten als höchst anspruchsvoll.

39 Prozent sind der Meinung, dass – ungeachtet der Pläne zum Einsatz im eigenen Unternehmen – bereits die Nutzung intelligenter Systeme in anderen Unternehmen sich wesentlich auf ihre eigene Infrastruktur auswirken wird:

  • 20 Prozent berichten, dass zunehmende Aktivitäten von Bots, Agenten und IoT-Zugriffssystemen von Dritten es schon heute erschweren, Systeme zu überwachen, zu verfolgen und zu steuern. 42 Prozent sehen dies als ein zukünftiges Risiko.
  • 20 Prozent sagen, dass zunehmendes „Rauschen“ im Netzwerk schon jetzt die Erkennung böswilliger Aktivitäten erschwert.
  • 17 Prozent berichten, dass automatisierter oder von Bots stammender Datenverkehr zu Problemen bei der Servicequalität ihrer Netzwerke führt.
  • 20 Prozent geben an, dass automatisierte oder von Bots stammende Zugriffe auf APIs schon jetzt Probleme bei der System- oder Anwendungsleistung verursachen.

Über die Umfrage

Im Rahmen der von Ipswitch initiierten und von Freeform Dynamics konzipierten und durchgeführten Online-Umfrage Intelligent Systems in Action: The rise of the machines has already begun wurden 521 IT-Entscheidungsträger (IT-Manager/-Leiter, Spezialisten für IT-Sicherheit, IT-Experten) in den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Australien und Singapur befragt, um die Einführung sowie die Nutzung intelligenter Systeme in deren Unternehmen zu untersuchen. Zielgruppe waren Mitarbeiter in Unternehmen mit 100 bis 5.000 Beschäftigten, die in einer Reihe von Branchen (Finanzdienstleistungen, Produktion, Gesundheitswesen, Einzelhandel, Hightech, Telekommunikation, Bildung und Forschung, Pharmazeutika und öffentliche Dienstleistungen) tätig sind.

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