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Frischzellen für alte Hardware; breite Unterstützung von Virtualisierung und Protokollen

Im Test: IGEL Universal Desktop Converter 720LX macht aus PCs Thin Clients

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Nach dem Systemstart vom USB-Stick erscheint ein Boot-Menü, über das die Administratoren die Wahl haben, die Installation zu starten, einen Speichertest durchzuführen oder den Rechner mit dem auf seiner Festplatte installierten Betriebssystem hochzufahren. Nachdem wir uns im Testlabor für die Installation entschieden hatten, fragte uns die Setup-Routine zunächst nach der zu verwendenden Sprache (Chinesisch, Deutsch, Englisch oder Französisch) und zeigte dann die Lizenz an. Danach wurde es ernst, denn jetzt wollte der Wizard wissen, auf welchem Speichermedium die Installation stattfinden sollte.

Dabei wird die bestehende Festplatteninstallation restlos gelöscht. Gleichzeitig beschwerte sich die Setup-Routine auf unseren Systemen darüber, dass sie die Hardware nicht erkennen könne. Das ist auf PC-Systemen normal, installiert man das Produkt auf einem Thin Client, so gibt das Installationswerkzeug an gleicher Stelle den Namen der erkannten Hardware an. Beim Betrieb des UDC auf einem PC ergeben sich übrigens im Vergleich zum Thin-Client-Einsatz einige Einschränkungen: So unterstützt das Produkt auf dieser Hardware keinen Standby-Mode, zeigt nur VESA-Grafik an, bietet keinen Multi-Monitor-Support und ermöglicht keine Multimedia-Redirection mit VMware View. Abgesehen davon kann die Audio-Unterstützung – je nach System-Hardware – eingeschränkt oder nicht vorhanden sein.

Nach der Angabe des Zielmediums läuft die Installation durch und der Rechner startet anschließend neu. Nach dem Hochfahren von der Festplatte ist der neue Thin Client dann einsatzbereit.

Im Betrieb

Nach dem Hochfahren des Systems findet sich der Mitarbeiter auf einem Desktop wieder, der zum einen die definierten Verbindungen und zum anderen einen so genannten Starter für Sitzungen enthält. Bei der Definition der Sessions mit Terminalservern ist es sowohl möglich, sie als Eintrag innerhalb des Starters für Sitzungen erscheinen zu lassen, als auch als Icon auf dem Desktophintergrund. Durch einen Doppelklick werden sie dann jeweils gestartet.

Darüber hinaus bietet der Desktop noch Informationen über das System (mit IP-Adresse, Hardware, Firmwareversion, etc.), Lizenzinformationen und ein Tool zum Durchführen von Firmware-Updates, Netzwerkdiagnosen und Smartcard-Personalisierungen. Außerdem dient dieses Werkzeug zum Registrieren des Thin Clients bei der Universal Management Suite von IGEL.

Von besonderem Interesse ist aber das Setup-Programm, da dieses alle Funktionen bereitstellt, die zum lokalen Konfigurieren des Thin Clients erforderlich sind. Dieses lässt sich über eine Menüstruktur auf der linken Seite steuern, die eigentlichen Konfigurationsdaten werden dann über den Arbeitsbereich auf der rechten Seite eingegeben.

Der erste und wichtigste Eintrag des Setup-Programms befasst sich mit der Konfiguration der Verbindungen zu Terminalservern. Neben RDP-, ICA- und NX-Sitzungen unterstützt der UDC auch JWS, Powerterm-Terminalemulation, Powerterm-Webconnect, SSH, Thin-Linc, Vworkspace, X-Sessions und einen Appliance-Modus zum Zugriff auf VMware-View- oder Citrix-XenDesktop-Installationen.

Im Appliance-Modus ist immer nur die jeweils aktive Session nutzbar. Ein vorinstallierter VMware-View-Client gehört ebenfalls zum Leistungsumfang des Universal Desktop, genauso wie die Möglichkeit, Verbindungen zu SAP-Systemen aufzubauen. Dazu kommen noch Sitzungen mit dem lokal installierten Firefox-Browser des Thin-Clients, dem VoiP-Client und dem ebenfalls lokal vorhandenen Mplayer.

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