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Performance, Sicherheit und Bedienbarkeit

HP V-M200 Access Point im KMU-Praxistest

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Performance-Tests

Für die Performance-Tests haben wir zwei verschiedene Setups genutzt. Um die 802.11n-Leistung zu untersuchen nutzen wir einen Client, der auf fünf GHz mit dem Access Point kommunizierte. Im zweiten Szenario nutzten wir mehrere Laptops, die per 802.11n/b/g auf 2,4 GHz funkten. Dieses simulierte Büro ähnelte der folgenden Darstellung.

Unser Testszenario "Office Simulation" mit HP E2520G Switch.
Unser Testszenario "Office Simulation" mit HP E2520G Switch.
Zur Testinstallation der "Office Simulation" gehörte ein HP E2520G Switch, der den Access Point auch direkt per PoE mit Strom versorgte. Diese Art der Stromversorgung würden wir auch Anwendern empfehlen. Weiterer Vorteil für das Team aus Switch und V-M200: Beide Geräte können mit einer einheitlichen Managementlösung (HP PCM) gewartet werden; Switch-Daten erscheinen dabei auch auf dem LLDP-Status-Bildschirm des V-M200.

802.11n-5GHz-Test

Verbindungsgeschwindigkeit mit 802.11n-Client im 5-GHz-Betrieb.
Verbindungsgeschwindigkeit mit 802.11n-Client im 5-GHz-Betrieb.
Wir haben den getesteten Access Point gemäß IEEE 802.11n im 5-GHz-Modus (40-MHz-Kanäle) betrieben. Der Screenshot belegt: Es ist möglich mit einer Dual-Band-Stream-fähigen WLAN-Karte Verbindungsgeschwindigkeiten von 300 Mbit/s zu erreichen.

Für den Test nutzten wir einen "HP 6930p"-Laptop mit Intel 5100 Wireless Card. Die genannten 300 Mbit/s erreichten wir damit bis zu einer Entfernung von circa sieben bis zehn Metern. Der Spitzendurchsatz lag bei 270 Mbit/s.

802.11n 2,4GHz "Office Simulation"

Verbindungsgeschwindigkeit mit 802.11n-Clients im 2,4-GHz-Betrieb.
Verbindungsgeschwindigkeit mit 802.11n-Clients im 2,4-GHz-Betrieb.
Für die "Office Simulation" haben wir den V-M200 auf 2,4 GHz und im Kompatibilitätsmodus für 802.11n/b/g betrieben. Die verbundenen Clients nutzten die links aufgeführten Modi.

In keinem Fall gab es Probleme, die Verbindung zum V-M200 herzustellen. Die genutzten Clients kamen von Drittherstellern, also nicht von HP und erreichten unter .11n Verbindungsgeschwindigkeiten mit bis zu 130 Mbit/s. Die oben aufgeführten Werte stammen vom Client Connection Monitoring, das der V-M200 selbst ermittelt. Zusätzlich haben wir mit Ixias Testwerkzeug IxChariot Http-Traffic erzeugt und konnten Spitzendurchsätze von 118 Mbit/s mit .11n-Betrieb und von über 90 Mbit/s im gemischten Betrieb mit mehreren Clients messen. Nachfolgend die Messgrafik.

802.11n-Performance bei 2,4 GHz.
802.11n-Performance bei 2,4 GHz.
Antwortzeiten bei 802.11n mit 2,4 GHz.
Antwortzeiten bei 802.11n mit 2,4 GHz.
Ähnlich wichtig, wie hohe Durchsatzraten, sind kurze Antwortzeiten. Unter Last haben wir hervorragende Werte von unter einer Sekunde messen können. Bei 'regulären' Bedingungen konnten wir deutlich geringere Antwortzeiten nachweisen und erreichten im .11g-Modus Werte unter 50 ms; im .11n-Betrieb maßen wir weniger als fünf Millisekunden.

Quality of Service

Um die QoS-Funktionen des V-M200 zu untersuchen haben wir zwei drahtlose Communities eingerichtet: Eine primäre Community (für Büromitarbeiter) und eine Gast-Community, die lediglich einen Internetzugang bereitstellte. Die primäre Community nannten wir "Broadband-Testing" und wiesen eine hohe Priorität zu; die Gast-Community priorisierten wir dementsprechend niedrig. Um die relativen Performancewerte der beiden drahtlosen Communities zu ermitteln, nutzten wir das Testwerkzeug IxChariot.

QoS-Konfiguration.
QoS-Konfiguration.
Für den Test haben wir in beiden Communities gemischte Clients eingebunden: Im Broadband-Testing-Netz nutzten wir einen .11n-Client, in der Gast-Community einen .11g-Client. Dabei behielten wir im Hinterkopf, dass sich beide Clients die Gesamtbreite des geteilten Mediums teilen müssen.

Zu den Durchsätzen: Der .11n-Client in der hoch priorisierten Broadband-Testing-Community erreichte 25,4 Mbit/s, während der .11g-Client im niedrig priorisierten Gast-Netz lediglich 2,2 Mbit/s erreichte. Als Gegenprobe haben wir die Priorisierung im Anschluss umgekehrt. Nun erreichte der .11g-Client im Gast-Netz den fünffachen Durchsatz von 10,86 Mbit/s; die Antwortzeit fiel von 49 Millisekunden auf 7,4 Millisekunden.

Rogue AP Detection

Bei diesem Test wollten wir wissen, ob die Rougue AP Detection des V-M200 wirklich unautorisierte Access Points aufspürt. Darum haben wir einen zusätzlichen Access Point mit der SSID "Leeds" installiert und die Übersicht "Rogue AP dectection" des HP-Access-Points aufgerufen.

Rogue AP Detection.
Rogue AP Detection.
Bei eingeschalteter Erkennung scannt der V-M200 automatisch nach unbekannten Systemen – unser "Fremdsystem" hatte der Access Point dabei in wenigen Sekunden gefunden und per Bedienoberfläche dargestellt. Als Administrator konnten wir den unbekannten Zugangspunkt nun sogar autorisieren und zur Liste vertrauenswürdiger Access Points hinzufügen.

Fazit

Der HP V-M200 AP hat alle wesentlichen Tests erfolgreich bestanden.
Der HP V-M200 AP hat alle wesentlichen Tests erfolgreich bestanden.
Der Test hat gezeigt, dass kleinere Unternehmen mit dem HP V-M200 von Funktionen eines Enterprise-WLAN profitieren können, ohne hierfür IT-Experten im eigenen Haus beschäftigen zu müssen. Alle nötigen Managementeinstellungen sind per graphischer Oberfläche verfügbar; zusätzlich liefert der Access Point umfangreiche Statusinformation. Diese unkomplizierte Bedienung sollte auch Betriebskosten niedrig halten.

Leistungsmerkmale wie Power over Ethernet, QoS und voneinander getrennte Benutzergruppen mit unterschiedlichen Sicherheitseinstellungen sprechen genauso für das Gerät, wie eingebaute Rogue AP Detection und die Unterstützung aktueller Funkstandards.

Als Wehrmutstropfen müssen wir allerdings festhalten, dass der HP V-M200 jeweils nur auf 2,4 oder fünf GHz senden kann; für einen Parallelbetrieb in beiden Spektren müssten Anwender zwei Access Points betreiben.

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