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OpenFlow-Switches, SDN-Controller und Security-Software HP liefert komplette SDN-Lösung

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Hewlett-Packard hat im Bereich SDN ordentlich aufgestockt und offeriert nun ein komplettes Software-Defined-Networking-Portfolio inklusive Controller. Das Angebot umfasst die Schichten Infrastruktur, Control Software und Anwendungen.

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Hewlett-Packard liefert Software-Defined Networking von der Infrastruktur bis zur Anwendung.
Hewlett-Packard liefert Software-Defined Networking von der Infrastruktur bis zur Anwendung.

Als erster Anbieter will Hewlett-Packard (HP) eine komplette SDN-Lösung aus Soft- und Hardware liefern, die von der Infrastruktur über die Control Software bis zur Anwendungsschicht reicht.

Mit der jetzt angekündigten Lösungssuite biete man Anwendern eine einheitliche Control Plane und ermögliche zudem agilere Infrastrukturen für Rechenzentrum, Campus oder Zweigstellen. Bislang sind allerdings erst einige Komponenten der umfassenden Lösung verfügbar.

OpenFlow-Switches

Für die Infrastrukturebene liefert der Hersteller mit der Reihe HP 3800 ab sofort neun weitere Switch-Modelle, die sich per SDN besonders leicht konfigurieren lassen sollen. Konkret unterstützen die Systeme hierfür OpenFlow und bieten eine programmierbare und standardbasierende Schnittstelle an.

Damit ergänzt der Hersteller das eigene Angebot OpenFlow-tauglicher Systeme. Bereits seit einiger Zeit unterstützen 16 Modelle der Baureihen HP 8200, HP 5400 und HP 3500 das Protokoll.

Automatisierung und Cloud-Dienste per Self-Service

Auf dem Control-Software Layer will HP eine zentralisierte Sicht auf das Netzwerk bieten. Möglich werde das mit dem HP Virtual Application Networks SDN Controller. Das System abstrahiere physisch vorhandene Geräte von deren logisch zugeteilter Funktion.

Netzwerkadministratoren sollen ihre Infrastrukturen mit dem System flexibel und automatisiert einrichten können. Die zeitintensive und fehlerträchtige Programmierung mit Textbefehlen (Command Line Interface, CLI) gehöre damit der Vergangenheit an. Dank offener Schnittstelle (API) könnten zudem Drittanbieter auf das System zugreifen.

Auch für die Anwendungsschicht bietet HP eine programmierbare Schnittstelle für einen höheren Automatisierungsgrad an. So erlaube es die HP Virtual Cloud Networks Software beispielsweise Cloud-Anbietern, automatisierte und skalierbare Dienste an Unternehmenskunden auszuliefern. Unternehmen könnten wiederum per Self-Service auf Public Clouds zugreifen und eigene, virtuelle Cloud-Umgebungen erstellen.

HP Virtual Application Networks SDN Controller und HP Virtual Cloud Networks Application kündigt HP für die zweite Jahreshälfte 2013 an.

Security per Software statt dedizierter Appliance

Ebenfalls auf Anwendungsebene agiert die jetzt vorgestellte HP Sentinel Security Software. Die Lösung automatisiere Network Access Control und Intrusion Prevention im Zusammenspiel mit OpenFlow-Switches und deren von HP gelieferten Controller. Mit den so abgebildeten Funktionen können sich Anwender den Einsatz spezieller Hardware-Appliances für Sicherheitsaufgaben sparen.

HP Sentinel ist derzeit für ausgewählte Kunden verfügbar.

SDN-Implementierungshilfe

Implementierungshilfe für die jetzt vorgestellten Produkte kommt von den HP Technology Services. So soll ein HP Transformation Experience Workshop die Auswirkungen und Vorteile von SDN für Anwender, Prozesse und Technologie prognostizieren.

Der HP Network Provisioning Baseline Assessment Service untersucht die aktuelle Infrastruktur beim Kunden und prognostiziert den Zeitaufwand für die Einführung neuer Applikationen.

Der HP SDN Proof of Concept Service soll schließlich Zeiteinsparungen mit HP Intelligent Management Center (IMC) und HP Virtual Application Networks aufzeigen.

Die HP SDN Services sollen Anfang 2013 weltweit verfügbar sein.

Einen Blick auf die jetzt vorgestellten Softwarelösungen für HP Virtual Application Networks gewährt HP auf der noch bis Freitag stattfindenden Konferenz Interop New York 2012 (Ausstellung öffnet nur am 3. und 4. Oktober). Dort erläutert der Hersteller auch seine FlexNetwork-Architektur.

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