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Datenflut und CI-Geflecht
An Daten, die sich für ein IT-Monitoring heranziehen lassen, herrscht in großen Unternehmen wahrlich kein Mangel: Die Inventardaten der IT- sowie meist auch der Non-IT-Assets liegen in der Asset-Datenbank, den Überblick über erworbene und genutzte Softwarelizenzen liefert das Lizenzmanagement, unterschiedliche Monitoring-Tools versorgen die Administratoren mit Daten über Auslastung und Performance von Netzwerk, Storage, Servern und Applikationen, die Hardware- und Softwareausstattung der Client-PCs erfährt man aus dem Client Lifecycle Management, hinzu kommen Informationen über die Benutzerschaft aus dem Active Directory oder LDAP-Datenbanken, Angaben aus spezialisierten Überwachungslösungen z.B. zum Datenbank-Monitoring, sicherheitsrelevante Parameter aus dem SIEM (Security Information and Event Management) und vieles mehr.
Für viele IT-Verantwortliche besteht das Hauptproblem also nicht darin, an die Konfigurations- und Monitoring-Informationen zu kommen, sondern in der unüberschaubaren Fülle und Vielfalt der Informationen, die es zu aussagekräftigen Dashboards und Reports zu aggregieren gilt. Denn jede Managementdisziplin nutzt eigene Bezeichnungen, Verfahren und Protokolle. Diese reichen von Angaben über Switch-Ports, VLANs, Port-Belegung und Power Supplies, die man über SNMP erfährt, bis hin zu Informationen über die Lizenzierung einer SAP-Lösung mit zahlreichen Instanzen und Modulen.

Die in ein CMS einzulesenden Daten sind häufig technisch komplex, ebenso die Abhängigkeiten von CIs. So könnte zum Beispiel ein Server-Blade-Chassis, aber auch jedes enthaltene Blade ein CI darstellen; laufen auf diesem Blade zwölf virtuelle Maschinen (VMs), so bildet jede dieser VMs wiederum ebenfalls ein CI. Ähnliches gilt für das Netzwerk-Equipment, über das die VM mit anderen Komponenten kommuniziert: Ein Switch-Chassis kann ein CI darstellen, aber auch jedes enthaltene Switching-Modul und letztlich auch jeder Switch-Port. Die Aufgabe des CMS ist es, dieses komplexe Beziehungsgeflecht aus CIs und deren Relationen nutzbringend abzubilden. Nur so behält die IT den Überblick und kann im Störungsfall schnell nachvollziehen, von welchen CIs ein IT-Service und damit letztlich der betroffene Geschäftsprozess abhängt.
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