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Ultraschmalbandzugang zum Internet der Dinge Flächendeckendes IoT-Netz in Regensburg

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Regensburg und der IoT-Service-Provider Sigfox haben ein öffentlich zugängliches, im gesamten Stadtgebiet verfügbares Netz gestartet, das Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Hochschulen und Behörden uneingeschränkten Ultraschmalbandzugang zum Internet der Dinge (IoT) ermöglichen soll.

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Starten das IoT-Netz (von links): Hans Mühlbauer (home2net GmbH), Jan-Erik Beuttel (Amt für Wirtschaft und Wissenschaft, Stadt Regensburg), Gertrud Maltz-Schwarzfischer (Bürgermeisterin Regensburg), Aurelius Wosylus und Maximilian Fenzl (beide Sigfox).
Starten das IoT-Netz (von links): Hans Mühlbauer (home2net GmbH), Jan-Erik Beuttel (Amt für Wirtschaft und Wissenschaft, Stadt Regensburg), Gertrud Maltz-Schwarzfischer (Bürgermeisterin Regensburg), Aurelius Wosylus und Maximilian Fenzl (beide Sigfox).
(Bild: Stadt Regensburg, Stefan Effenhauser)

Das von Sigfox betriebene IoT-Netzwerk sei für Dinge entwickelt worden, die über zwölf Byte kleine Nachrichten ihren Zustand oder Ereignisse melden. Diese Nachrichten würden binnen weniger Sekunden übertragen und könnten so in Echtzeit Alarme auslösen, z.B. wenn ein Brandmelder anschlägt. Maximal 140 Nachrichten, so der Betreiber, lassen sich pro Tag in Richtung Cloud übertragen. Vier Nachrichten zurück seien für Inbetriebnahme, Wartung, neue Konfigurationen oder Stellbefehle vorgesehen.

Eigentümer und Nutzer von Dingen, die über das Sigfox-Netz angebunden werden, benötigen keinen Vertrag mit dem Netzbetreiber und es fallen keine Prepaid-Kosten an. Die Kosten für die Nutzung des Netzes habe bereits der Hersteller der Dinge – seien es Sensoren oder Systeme und Gegenstände aller Art – mit dem Netzbetreiber abgerechnet. Diese Entgelte für die Nutzung liegen Sigfox zufolge je nach Nutzungshäufigkeit zwischen einem und zehn Euro pro Jahr. Bei Lösungen, die nur im Alarmfall funken, könnten die Entgelte sogar noch günstiger sein.

Das Sigfox-Netz befinde sich global im Ausbau. Es sei derzeit in 50 Ländern vertreten und soll bis 2018 auf 60 Länder ausgeweitet werden. In Deutschland sei eine Netzabdeckung von 77 Prozent erreicht. Bis Ende 2018 solle sie 85 Prozent betragen. Die entwickelte Netzabdeckung sei in Regensburg jedoch deutschlandweit einzigartig, weil für jedes Device eine Redundanz von drei Basisstationen zur Verfügung gestellt werde, was dem vollen Netzausbau entspreche und damit die maximale Verfügbarkeit des Sigfox-Netzes, die u.a. für Indoor-Applikationen wichtig sei, sicherstelle.

Als Beispielapplikationen, die die Bürger der Stadt Regensburg selbst nutzen können, nennt Sigfox etwa Smart-Home-Anwendungen für Brandmelder, Heizkörperverbrauchszähler, Wasserrohrbruchmelder oder Frostwarner. Es gebe Tracker für Katzen und Hunde oder Sensoren, die das Öffnen eines Briefkastens detektieren können, sowie Systeme für den Homecare-Bereich wie Falldetektoren oder Ortungssysteme für demente Mitbürger. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich auf partners.sigfox.com über die verfügbaren Produkte informieren. Das Lösungsangebot ist bislang nur in Englisch verfügbar.

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