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Mission: Possible – Performanceproblemen auf der Spur End-to-End-Analyse – ein hochkomplexes Troubleshooting-Szenario

| Autor / Redakteur: Thomas Rode / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Lahmende Applikations-Performance – ein Schreckenszenario für Systembetreuer und Entwickler. Denn bei verteilten Anwendungen über dutzende Server und Sicherungssysteme, Datenbanken, Speicher und externe Dienste hinweg wird das Troubleshooting schnell hochkomplex. Doch wie kann man die Ursachen für schlechte Performance eindeutig lokalisieren? Wie lässt sich die Performance beim Endanwender objektiv messen und bewerten? Oder kann die zu erwartende Performance vielleicht schon während der Entwicklung prognostiziert werden?

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Mit einer End-to-End-Analyse kann der Kommunikationsverlauf vom Client bis zum letzten Server verfolgt werden
Mit einer End-to-End-Analyse kann der Kommunikationsverlauf vom Client bis zum letzten Server verfolgt werden
( Archiv: Vogel Business Media )

Helfen kann hier eine End-to-End-Analyse. Mittels zielgerichtet platzierter Netzwerkmesspunkte in der zu untersuchenden Infrastruktur kann der Kommunikationsverlauf vom Client bis zum letzten von der Anwendung verwendeten Server verfolgt werden, selbst über WAN-Strecken und Firewalls hinweg.

So wird Performance greifbar und transparent. Und das Risiko lässt sich bereits im Vorfeld durch eine End-to-End-Analyse im Entwicklungsprozess minimieren.

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Performance – mehr als nur ein Schlagwort

Der Begriff Performance ist in Bezug auf die Antwortzeit von (verteilten) Anwendungen heutzutage für jeden, der in der IT arbeitet, mehr als nur ein Schlagwort. Die Leistung, die eine Anwendung zeigt, ist immer öfter ein Maß, mit dem Erfolg und Qualität der IT-Abteilung gemessen werden. Was aber steckt hinter dem Terminus technicus?

Rein technisch gesehen ist die Antwort einfach: Performance ist die Maßeinheit für die Geschwindigkeit, mit der eine Anwendung die durch den Endanwender gestellten Anfragen beantwortet. Unternehmen sind auf gut funktionierende Anwendungen in ihren Netzwerken angewiesen, da ansonsten signifikante Produktivitätsverluste drohen. Und nur Anwendungen, die in ihrer Performance überzeugen, werden vom Endanwender angenommen.

Dies führt dazu, dass gerade in businesskritischen Bereichen ganze IT-Mannschaften und eine Vielzahl externer Berater mit dem Troubleshooting beauftragt werden, wenn es zu Geschwindigkeitsabfällen kommt. Doch die Suche nach der Ursache gestaltet sich häufig langwierig und schwierig. Dies gilt es zu vermeiden, schließlich spart eine schnelle Lösungsfindung Zeit und Geld und stellt Kunden wie auch die eigenen Mitarbeiter zufrieden.

End-to-End-Analyse: über die Einzelsysteme hinweg

Doch Anwendungsperformance ist ein weites Feld. Das komplizierte Regelwerk, nach dem das Zusammenspiel zwischen den unzähligen Infrastrukturkomponenten abläuft, ist nicht immer ganz einfach zu durchschauen. Zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur führen dabei auch oft nicht zum Erfolg und bringen keine Verbesserung mit sich. Denn: Oftmals laufen die Anwendungen trotzdem nicht – oder nur geringfügig – schneller.

Wenn die Performance trotz aller Bemühungen und Investitionen nicht den Erwartungen entspricht, stehen die Beteiligten vor einer großen Herausforderung: Obwohl alle Einzelsysteme offensichtlich reibungslos laufen, bemängeln Endanwender die Performance.

Arbeiten die Einzelsysteme fehlerfrei, kann die eindeutige Ursachenfindung nicht mehr über die Betrachtung dieser, sondern nur noch durch die Analyse der Anwendungskommunikation über die Einzelsysteme hinweg erfolgen. Man spricht dann von einer End-to-End-Analyse. Dabei werden zielgerichtet mehrere Netzwerkmesspunkte in der zu untersuchenden Infrastruktur platziert.

Diese liefern dann kontinuierlich Messdaten und können so zur Ursachenforschung beitragen. Durch zeitgleiches, verteiltes Messen und das Synchronisieren dieser Einzelmessungen kann der Kommunikationsverlauf vom Client bis zum letzten von der Anwendung verwendeten Server (für beliebige Transaktionen und Geschäftsprozesse) über die gesamte Kommunikationskette hinweg verfolgt, analysiert und bewertet werden, selbst über WAN-Strecken und Firewalls hinaus.

weiter mit: Messpunkte: verstehen, wie die Anwendung kommuniziert

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