Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 3

Einführung in die interne Verwaltungsstruktur

19.06.2008 | Autor / Redakteur: Frank Castro Lieberwirth / Andreas Donner

Standorte (Sites) sind in SCCM Verwaltungseinheiten, die über spezielle Sender miteinander verbunden werden können.
Standorte (Sites) sind in SCCM Verwaltungseinheiten, die über spezielle Sender miteinander verbunden werden können.

System Center Configuration Manager 2007 verwaltet Server und Clients in großen Netzwerken. Administratoren können so – angefangen bei einem Remotezugriff bis hin zur automatischen Betriebssysteminstallation – alle Aufgaben von einer einzigen Management-Konsole aus ausführen. Doch bevor dies möglich ist, sollte ein Standort mit partizipierenden System-Center-Configuration-Manger-Diensten geplant und aufgebaut werden.

Standorte, und nicht Active Directory-Domänen sind in System Center Configuration Manager (SCCM) die administrativen Einheiten. Ein einzelner Standort (engl. „Site“) verwendet vordefinierte Grenzen, die beispielsweise durch Angabe von Subnetzen oder Domänen spezifiziert werden. SCCM ermittelt innerhalb dieser Grenzen Clients und Server und installiert auf diesen Software-Agenten, entsprechende Zugriffsrechte vorausgesetzt. Innerhalb eines Standorts gibt es immer nur eine Einstellung, die für den jeweiligen Agenten gilt. Sind aber unterschiedliche Einstellungen gewünscht, müssen auch verschiedene Standorte gebildet werden.

Ein Standort enthält einen Standortserver, diverse Standort-Serverrollen, Clients und Ressourcen. Jeder Standort benötigt zur Speicherung der Einstellungen Zugriff auf eine SQL-Server-Datenbank. Der Standort erhält bei der Installation einen einmaligen Standortcode von drei Ziffern und einen frei wählbaren aussagekräftigen Namen.

Die Gliederung in Standorte ergibt Vorteile bei der Aufteilung von Verwaltungsberechtigungen, wenn beispielsweise mehre Standorte in einer Domäne gewünscht sind. In diesem Fall sind unterschiedliche Subnetze sinnvoll. Standorte können untereinander vernetzt und in Hierarchien zusammengefasst werden. Hierbei sind die Standorte über sog. „Sender“ verbunden, in denen die Netzwerknutzung von SCCM nach Bedarf angepasst werden kann

Konsequenzen für die Bildung von Standorten

Im Planungsvorfeld sollten bei großen Netzwerken (mit verschiedenen Dependancen, IT-Abteilungen und Sicherheitsbereichen) folgende Vorgehensweisen von SCCM diskutiert werden, da sich ein SCCM eigenständig innerhalb Netzwerkgrenzen verbreitet.

1. Bedingungen für die Grenzen (siehe auch Abbildung 1)

  • Domänenstruktur – Eine oder mehrere Domänen können Grenzen bilden.
  • Physikalische Struktur – Eine oder mehrere Subnetze können Grenzen bilden.
  • IP-Adress-Bereich – Eine Start- und eine Endadresse bestimmen die Grenze.
  • IPv6-Prefix – Der Vorspann des IPv6-Adressbereichs charakterisiert die Grenze.

2. Neben diesen Überlegungen fließen als Nebenbedingung folgende Aspekte ein:

  • Geschwindigkeit des Netzwerks – Schnelle Verbindungen werden zusammengefasst, denn innerhalb eines Standorts wird die Bandbreite prozentual zwischen SCCM und anderen Anwendungen aufgeteilt.
  • Sicherheitsrichtlinien der Organisation – Unterschiedliche Sicherheitsrichtlinien oder Compliance-Vorgaben bestimmen den Einsatz bzw. den Funktionsumfang des Standorts. Beispiel: Auf bestimmten Computern darf keine Software-Überwachung stattfinden.
  • Organisations-Struktur – Dependancen oder Organisationsteile haben entweder ihre eigene oder eine zentrale IT.
  • Hardware – SCCM-Agenten können auf Windows-NT- und Windows-2000-Computern zu merklichen Performance-Einbußen führen.

Sollen aus oben genannten Überlegungen Computergeräte aus einem Standort ausgeschlossen werden, müssen Sie für die Ermittlungsfunktionen von SCCM unerreichbar sein! Mögliche Maßnahmen wären hierbei separate Subnetze oder IP-Adressen.

weiter mit: SCCM-Standorte

weitere Beiträge unserer SCCM-Reihe im Überblick:

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