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Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 3

Einführung in die interne Verwaltungsstruktur

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SCCM-Standorte

Bei der Installation von SCCM zeigt sich, wie wichtig die Vorüberlegungen zur Netzwerktopologie und Organisationsstruktur sind, denn Standorte können auch hierarchisch angeordnet werden. In SCCM gibt es hierfür so genannte primäre und sekundäre Standorte.

Primäre Standorte besitzen eine eigene SQL-Server-Datenbank – sekundäre besitzen keine und verwenden die Datenbank des direkt übergeordneten Standorts. Damit gibt es logischerweise auch keinen sekundären Standort ohne einen funktionierenden primären Standort. Aus umgekehrter Sicht verwaltet der primäre den sekundären Standort und besitzt alle Rechte auf diesem. Ein sekundärer Standort kann nicht zu einem primären Standort befördert werden (und umgekehrt) und darf auch keine weiteren untergeordneten primären- oder sekundären Standorte besitzen. Die Hierarchieordnung ist hier eine Sackgasse. Sekundäre Standorte benötigen keine weitere SCCM-Lizenz.

Primäre Standorte dagegen können beliebig tief verschachtelt werden, es muss allerdings beachtet werden, dass die Standortinformationen auch zu den übergeordneten Standorten gesendet werden, sodass die Datenbanken der darüber liegenden Standorte schnell anwachsen können. Der oberste primäre Standortserver wird auch „zentraler Standort“ genannt. Übergeordnete Standorte können alle untergeordneten Standorte administrativ verwalten. Die Abbildung 2 zeigt einen möglichen Aufbau einer Standorthierarchie. Der zentrale Standort S00 verwaltet alle Standorte (S01, S02 und S03). Dahingegen verwaltet S01 die Standorte S02 bis S03, jedoch nicht S00 und S04.

Die Hierarchie-Ebenen primärer Standorte können jederzeit verändert werden, eine Synchronisation innerhalb des Standortbaums kann allerdings viele Stunden andauern. Während dieser Zeit sind dann auch die Verwaltungsstrukturen aufgerissen.

Bei all den schönen Möglichkeiten, administrative Einheiten zu bilden, ist eine flache Hierarchie immer einfacher zu verwalten, da vermieden wird, dass SCCM zu viele Daten zu allen übergeordneten Standorten sendet.

weiter mit: SCCM-Komponenten und Server

weitere Beiträge unserer SCCM-Reihe im Überblick:

  • Microsoft SCCM, Teil 1: Mehr als zehn Jahre System-Management – ein Überblick
  • Microsoft SCCM, Teil 2: Technische Planung in der Vorprojektphase eines SCCM-Einsatzes
  • Microsoft SCCM, Teil 4: Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Standorteinstellungen und Sitemodus
  • Microsoft SCCM, Teil 5: Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Discovery und Clientinstallation
  • Microsoft SCCM, Teil 6: Agenten für die Verwaltung von stationären und mobilen Computern
  • Microsoft SCCM, Teil 7: WSUS 3.0 für Microsoft Updates verwenden
  • Microsoft SCCM, Teil 8: Softwareverteilung mit dem SCCM – grundlegende Server-Aufgaben
  • Microsoft SCCM, Teil 9: Softwareverteilung mit dem SCCM - Verteilung von Softwarepaketen und Kontrolle

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