Open-Source-basierte Infrastruktur

Dorsten setzt auf Open Networking

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Dorsten stellt um: von einer proprietären und schwer zu steuernden Infrastruktur auf eine offene Netzwerkumgebung.
Dorsten stellt um: von einer proprietären und schwer zu steuernden Infrastruktur auf eine offene Netzwerkumgebung. (Bild: © – Argus – stock.adobe.com)

Die Stadt Dorsten implementierte eine Open-Source-basierte Netzwerkinfrastruktur, um komplexe Verwaltungsprozesse zu vereinfachen, zu beschleunigen und zu automatisieren. Durchführender Partner und verantwortlich für Beratung, Installation und Support war das Stuttgarter Unternehmen Stordis.

„Digitale Souveränität“ durch die Verwendung quelloffener Betriebssysteme und Anwendungen in Kombination mit herstellerunabhängiger Open-Networking-Hardware gewinnt für den Einsatz in öffentlichen Einrichtungen an Bedeutung.

Die nordrhein-westfälische Stadt Dorsten sei vor der Herausforderung gestanden, trotz eines engen Budgets hohe sicherheitskritische Anforderungen an die städtische IT-Infrastruktur zu erfüllen. Wegen der schwer kalkulierbaren Kosten, u.a. für Lizenzerneuerungen und Schulungen, einer aufwendig zu wartenden Netzwerkinfrastruktur aufgrund unterschiedlichster CLIs sowie wegen des unzureichenden Supports bei Ausfällen und einer mangelhaften Dokumentation habe man sich für den Wechsel von einem geschlossenen System zu einer kosteneffizienten, flexiblen, zuverlässigen und zum Großteil automatisierten Alternative entschlossen.

Die Wahl sei auf eine offene Netzwerkinfrastruktur gefallen, bestehend aus sechs 100GbE-Core-Switches und 43 1GbE-Switches von Edgecore Networks, auf denen das Betriebssystem Cumulus Linux installiert wurde. Insgesamt gelte es, damit rund 1000 Netzwerkgeräte an insgesamt 600 IT-Arbeitsplätzen in die Netzwerkumgebung zu integrieren und zentral zu verwalten. Die disaggregierte, offene Netzwerkinfrastruktur biete der Stadtverwaltung viele Vorteile gegenüber proprietären digitalen Ökosystemen. Durch eine hohe Datensicherheit und Leistungsstabilität werde eine „digitale Souveränität“ geschaffen, auch durch die Möglichkeit, Software und Hardware flexibel zu erweitern, durch Innovation mittels anwendungsspezifischer Softwareentwicklung und durch die Automatisierung von repetitiven Prozessen.

„Für öffentliche Einrichtungen ist Open Networking die beste Wahl. Disaggregierte Lösungen sind vielseitig und vielfältig einsetzbar, flexibel skalierbar und bieten neben der Unabhängigkeit von proprietären Anbietern auch einen wesentlichen Preisvorteil gegenüber traditionellen Lösungen“, erklärt Waldemar Scheck, Verantwortlicher für Vertrieb und Technik bei Stordis.

Zusammen mit Stordis, einem Anbieter für Open-Networking-Lösungen, habe die Stadtverwaltung Dorsten exemplarisch die Umstellung einer proprietären und schwer zu steuernden Infrastruktur auf eine offene Netzwerkumgebung vorgenommen. Um mit der Entlastung des Personals eine weitere zentrale Anforderung an die Infrastruktur zu erfüllen, sei die Automatisierungssoftware Red Hat Ansible Automation eingesetzt worden.

„Automatisierung und die Vereinfachung komplexer Systemverwaltungsprozesse sowie ein hohes Einsparungspotenzial waren ein zentraler Bestandteil der Entscheidung für eine offene Netzwerkarchitektur. Ein zentrales Git Repository speichert sämtliche Konfigurationen und macht transparent, wer wann welche Änderungen durchgeführt hat. CI/CD-Pipelines übertragen Änderungen im Repository parallel auf die gesamte Infrastruktur“, erklärt Stefan Marold, Verantwortlicher für das Netzwerk der Stadtverwaltung Dorsten.

Beide Parteien seien mit der Umsetzung sehr zufrieden gewesen und möchten weitere Aufbaumöglichkeiten der Netzwerkinfrastruktur überprüfen.

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