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VoIP-Probleme und wie man sie los wird

Diese Faktoren verantworten schlechte Qualität von Voice over IP

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Paketreihenfolge

Eine falsche Reihenfolge eingehender Datenpakete wirkt sich bei Sprach- und Videoübertragungen ähnlich wie Paketverlust aus. Wenn ein Paket außerhalb der Reihe eintrifft, wird es vom Endgerät standardmäßig verworfen. Denn es ist natürlich nicht sinnvoll, Sprachdaten in falscher Reihenfolge wiederzugeben.

Typischerweise werden Pakete verworfen, wenn ihre Verspätung größer als die Haltedauer des Jitter-Puffers ist. Die Ursachen für eine falsche Reihenfolge können geplante Maßnahmen wie Load-Balancing oder ungeplante Ereignisse wie das Re-Routing auf Grund von Überlastungen von Teilstrecken sein.

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Transcodierung

Unter Transcodierung versteht man die Umwandlung von Sprachsignalen beim Übergang von einem TDM- zu einem IP-Netz und umgekehrt. Müssen während eines Gesprächs die Sprachdaten mehrmals umgewandelt werden – beispielsweise da beide Teilnehmer intern über IP telefonieren, der Anruf aber über das Festnetz vermittelt wird – verringert sich bei jedem Übergang die Sprachqualität. Dies lässt sich letztlich nur durch ein möglichst intelligentes Routing von Gesprächen lösen.

Echo

Für das berüchtigte Echo gibt es bei VoIP-Gesprächen zwei Ursachen: Akustisches Echo entsteht, wenn bei einem Telefon eine Rückkopplung zwischen Lautsprecher/Hörermuschel und dem Mikrofon auftritt. Leitungsecho hingegen entsteht bei unterschiedlicher Impedanz beim Übergang zwischen einem zwei- und vierdrahtigen Netz, bei der Signalkonvertierung zwischen einem TDM-Bus und dem LAN oder bei ungleicher Impedanz zwischen einem Kopfhörer und dessen Adapter.

Um Echo zu eliminieren, vergleichen Funktionen zur Echoauslöschung (Echo Cancellation) in den Endgeräten bereits empfangene und in einem Puffer gehaltene Sprache mit dem aktuellen Sprachmuster. Stimmen beide überein, rechnet der Echoauslöscher das Echo heraus. Jedoch verfügen auch diese Systeme nur über einen begrenzten Zwischenspeicher für den Mustervergleich. Ist zudem die Latenz zwischen zwei Endpunkten in eine Richtung größer als die Haltedauer des Puffers im Echoauslöscher, wird dieser niemals ein Muster zur Löschung erkennen können.

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