Von „Wearable Technologies” über 3D-Druck bis hin zu Big Data

Die Technologie-Trends für 2014 im Überblick

| Autor / Redakteur: Hon Kit Lam / Andreas Donner

Hon Kit Lam, Vice President International Transmission and IP Services bei Tata Communications, wagt einen Blick in die Zukunft.
Hon Kit Lam, Vice President International Transmission and IP Services bei Tata Communications, wagt einen Blick in die Zukunft. (Bild: Sergey Nivens - Fotolia.com)

2013 wurde die Basis für einige Innovationen der neuen Technologie-Ära gelegt, die das laufende Jahr mitprägen werden – von sogenannten „Wearable Technologies” über 3D-Druck bis hin zu Big Data. 2014 scheint vielversprechend zu werden. Wir wagen einen kleinen Blick auf die Trends, die Unternehmen im Jahresverlauf erwarten werden.

Unternehmen werden zunehmend Cloud-Services einführen und Smartphones in den Geschäftsalltag einbinden; ebenso werden Collaboration-Tools der neuen Generation verstärkt in den Unternehmen vorhanden sein und soziale Technologie immer mehr akzeptiert werden. Diese Trends sollen voraussichtlich 90 Prozent des Wachstums des IT-Marktes in 2014 ausmachen. Über die Hälfte dieses Wachstums wird dabei von intelligenten Geräten und Lösungen vorangetrieben werden.

Mit der Globalisierung geht der Bedarf einher, von überall, jederzeit über verschiedene Medien und Geräte zu arbeiten. Technologie wird zunehmend als treibende Kraft zur Steigerung der Produktivität angesehen sowie zur Entwicklung neuer Anwendererfahrungen. Ebenso wird es eine signifikante Änderung in der Art und Weise geben, wie Professionals und Organisationen funktionieren.

Professionals nehmen einen mobilen Lifestyle an und arbeiten von verschiedenen Standorten aus. Arbeitsumgebungen gehen über traditionelle Unternehmensstrukturen hinaus. In Indien nutzen beispielsweise etwa 70 Prozent der Wissensarbeiter mobile Endgeräte; 50 Prozent dieser Geräte gehören den Mitarbeitern selbst, nicht etwa dem Unternehmen. 2013 wurde der Stein für BYOD wesentlich ins Rollen gebracht; 2014 wird BYOD zunehmend als Treiber für mehr Effizienz akzeptiert.

In diesem Jahr werden vermehrt Tablets, Smartphones und Laptops für arbeitsbezogene Anwendungen genutzt. Hierdurch steigt der Bedarf nach Collaborative-Technologien auf Enterprise-Niveau, die die sofortige Verfügbarkeit eines sicheren Netzwerks gewährleisten. Aktuelle Studien sagen voraus, dass der weltweite Unified-Communications-as-a-Service-Markt (UCaaS) von 2,52 Milliarden US-Dollar in 2013 auf 7,62 Milliarden US-Dollar in 2018 wachsen wird. Dies entspricht einer geschätzten Compound Annual Growth Rate (CAGR) von 24,8 Prozent.

Technologien für Webkonferenzen, Videokonferenzen, Messaging und VoIP werden stärker in den Vordergrund drängen. Zusätzlich zur heterogenen Anwendung von Collaborative-Tools über verschiedene Geräte hinweg, nutzen Verbraucher vermehrt ein „pay-per-use“-Modell. Hier bezahlen sie nur für die Ressourcen, die sie tatsächlich nutzen, anstatt für ein komplettes Paket. Dieser Trend, Verbrauchern zu bieten, was sie sich wünschen und wie es sich wünschen, wird sich 2014 noch verstärken.

Die Grenze zwischen Beruf und Privatleben verschwimmt

Die Grenzen unserer persönlichen und beruflichen Bereiche verschwimmen immer mehr. Die Mobilität von Informationen und Daten wird daher immer wichtiger – und damit auch das Wachstum der Cloud. Dieser Trend wird zudem durch die steigende Netzwerknachfrage und den Druck, Investitionsaufwände zu reduzieren, noch unterstützt. In diesem Jahr werden Anwender die Cloud als tragbare und omnipräsente Plattform wahrnehmen, die die Basis für alle digitalen Anforderungen bildet. Dies führt dazu, dass der Fokus weg von einem client-basierten Gerät hin zu Services geht, die plattform- und geräteübergreifend funktionieren und auf die einfach zugegriffen werden kann.

IT-Abteilungen stehen unter Druck, verschiedene Rollen bei der Koordination IT-bezogener Aktivitäten einnehmen zu müssen; Cloud Service Brokerage (CSB) wird daher signifikant an Zugkraft gewinnen und einen wertvollen Beitrag in der steigenden Adoption von Cloud-Technologien leisten.

Berücksichtigt man dies, ist es keine Überraschung, dass bis 2015 das mobile Breitband das wichtigste Mittel der Internetkonnektivität sein und 80 Prozent der kompletten Breitband-Subscriptions ausmachen wird.Es wird einer der wichtigsten Treiber für die wirtschaftliche und soziokulturelle Entwicklung sein und gleichzeitig Innovationen im Bildungs- und Gesundheitswesen vorantreiben. Netzwerkbandbreite und -stärke wird die Basis dieser Trends sein.

Dies wird besonders deutlich, wenn man sich den Einfluss dieser neuen Anforderungen auf das Netzwerk ansieht und berücksichtigt, dass sich der weltweite Data Center IP Traffic schätzungsweise verdreifachen wird – von 2,6 ZByte in 2012 auf 7,7 ZByte in 2017.

Richtig angenommen, werden diese Trends die Herausforderungen der Branche adressieren und die Art und Weise, wie Unternehmen operieren, verändern. Dies wird besonders zum Ende des Jahres hin deutlich werden.

Über den Autor

Hon Kit Lam ist Vice President International Transmission and IP Services bei Tata Communications.

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