Zentrales Netzwerkmanagement garantiert reibungslosen IT-Betrieb Die kontinuierliche Überwachung aller Netzwerkkomponenten liefert umfangreiche Statistiken

Autor / Redakteur: Gerhard Kafka / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

IT-Netzwerke sind heute ein wichtiger Bestandteil betrieblicher Prozesse. Hohe Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit dieser Infrastruktur-Komponente sind deshalb unbedingte Voraussetzungen für einen reibungslosen Geschäftsbetrieb. Zur ständigen Überwachung von Netzwerken und als Basis für künftige Kapazitätsplanungen sollte unbedingt ein Netzwerkmanagementsystem zum Einsatz kommen. Wie diese Werkzeuge arbeiten und was sie leisten zeigt dieser Beitrag.

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Ein zentrales Netzwerk-Kontrollzentrum sorgt für eine hohe Verfügbarkeit der Telekommunikationsdienste
Ein zentrales Netzwerk-Kontrollzentrum sorgt für eine hohe Verfügbarkeit der Telekommunikationsdienste
( Bild: Arcor )

Das Netzwerkmanagement ist ein Teil des betrieblichen Systemmanagements. Die klassischen Beispiele für Tools dieser Art sind Lösungen wie Netview von IBM, Openview von HP und Spektrum von CA. Mit solchen Systemen werden die aktuellen Statistiken permanent ausgewertet und vordefinierte Ereignisse bei deren Eintreten durch Alarmmeldungen übermittelt. Dazu müssen die hierfür relevanten Parameter über standardisierte Protokolle abgefragt werden.

International anerkannte Standards wie SNMP (Simple Network Management Protocol) und RMON (Remote Monitoring) für das Netzwerkmanagement in Unternehmensnetzwerken werden von der IETF erarbeitet. Die höheren Anforderungen für das Management von öffentlichen Netzwerken werden dagegen in den verschiedenen Arbeitsgruppen des Telemanagement Forums (www.tmforum.org) diskutiert und in entsprechenden Empfehlungen dokumentiert.

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Auch die International Organization for Standardization (ISO) versuchte sich im Bereich des Netzwerkmanagements zu engagieren. Diese Bestrebungen waren allerdings nicht erfolgreich, führten aber zu den folgenden fünf „genormten“ Bereichen des Netzwerkmanagements, dem so genannten FCAPS-Modell, welches das gesamte Netzwerkmanagement charakterisieren soll.

(F) Fault Management (Fehlermanagement): Erkennen, protokollieren, melden und beheben von auftretenden Fehlerzuständen

(C) Configuration Management (Konfigurationsmanagement): Erfassung aller Komponenten, die überwacht werden müssen mit ihren jeweiligen Konfigurationsdaten. Diese können bei einem Komponententausch über das Netzwerk geladen werden

(A) Accounting Management (Abrechnungsmanagement): Erfassen der Benutzung des Netzes, so dass bei einer internen Kostenstellenverrechnung die Kosten berechnet werden können

(P) Performance Management (Leistungsmanagement): Verkehrswerte und Leistungsdaten sammeln sowie Langzeit-Statistiken führen und Grenzwerte festlegen

(S) Security Management (Sicherheitsmanagement):Authentifizierung von Benutzern, Autorisierung von Zugriff und Nutzung, Vergabe von Benutzerrechten

weiter mit: Die Basis bildet SNMP

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