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Zentrales Netzwerkmanagement garantiert reibungslosen IT-Betrieb

Die kontinuierliche Überwachung aller Netzwerkkomponenten liefert umfangreiche Statistiken

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SNMP kennt verschiedene Versionen

Version 1 wurde 1988 definiert. Die praktisch nicht implementierte Sicherheit führte 1992 zur Version Secure SNMP, die später durch SNMPv2 ersetzt wurde.

Party-Based SNMP Version 2 (SNMPv2p) wurde 1993 veröffentlicht. Es verbesserte SNMPv1 in puncto Sicherheit und Vertraulichkeit weiter.

User-Based SNMP Version 2 (SNMPv2u) erhöhte die Sicherheit durch die Einführung von Benutzernamen erhöht. Die beiden Versionen SNMPv2p und SNMPv2u werden heute nicht mehr eingesetzt.

Community-Based SNMP Version 2 (SNMPv2c) ist heute weit verbreitet.

Die neueste Version 3 hat die Sicherheitsmechanismen deutlich ausgebaut. Die damit verbundene höhere Komplexität (z.B. Schlüsselverwaltung) hat jedoch dazu geführt, dass SNMPv3 noch nicht so weit verbreitet ist wie SNMPv2.

RMON überwacht alle sieben Schichten

Mit SNMP werden nur die Protokollelemente der Netzwerkschichten 1 und 2 überwacht. Für die Interpretation von einzelnen Protokollelementen wurde deshalb das RMON Verfahren definiert. RMON (Remote Monitoring) ist ein Standard, um in netzwerkfähigen Geräten statistische Daten zu erheben, diese in Datenbanken zu speichern sowie über Zugriffe Daten abzufragen und als Erweiterung der SNMP-MIB zu sehen. Heute unterscheidet man zwei Versionen von RMON:

  • Standard-RMON: beschränkt sich auf Basisdaten der Schichten 1 und 2 im OSI-Modell. Damit können auch entfernte Subnetzwerke überwacht werden
  • RMON2: schließt die Netzwerk-Performance-Daten in allen 7 Schichten des OSI-Modells ein

RMON definiert eine eigene RMON-MIB, welche dem Netzwerkmanager wesentliche Informationen zum Netzwerk liefert. Eine wichtige Eigenschaft von RMON ist die Tatsache, dass es keine Änderungen am zugrunde liegenden SNMP-Protokoll vornimmt, die SNMP Funktionalität aber erheblich erweitert. Die Hauptaufgabe von RMON besteht darin, die proaktive (also vorausschauende) Überwachungs- und Diagnosefunktionen für verteilte LANs bereitzustellen.

Über den Autor

Gerhard Kafka arbeitet als freier Fachjournalist für Telekommunikation in Egling bei München

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