Wenn es um eine der meistgenutzten Phrasen unserer Zeit geht, dürfte die Frage nach dem WLAN-Passwort ganz weit vorne liegen. Ob im privaten oder beruflichen Umfeld - die kabellose Übertragungstechnik ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ein alter Hut ist sie deshalb aber noch lange nicht: Allein der Sprung auf den aktuellen Wi-Fi-7-Standard verspricht bereits mehr Geschwindigkeit, Stabilität und Möglichkeiten.
Ohne drahtlose Vernetzung kommt heute kaum noch ein Unternehmen aus. Und mit der Einführung von Wi-Fi 6E und Wi-Fi 7 kann WLAN auch in Sachen Performance voll überzeugen.
(Bild: Abanob - stock.adobe.com / KI-generiert)
Die kabellose NetzwerktechnikWLAN („Wireless Local Area Network“) hat sich in kürzester Zeit im Alltag etabliert. Während erste Geräte und Adapter im Vergleich mit kabelgebundenen Netzwerken eher schneckengleich unterwegs waren, nahm mit steigender Übertragungsgeschwindigkeit der Nutzen schnell zu und der Spott deutlich ab. Spätestens mit dem Durchbruch der modernen Smartphones war die WLAN-Technik nicht mehr wegzudenken. Heute ist sie fester Teil etlicher Geräteklassen, von Tablets, Unterhaltungselektronik, Kameras und IT-Systemen über Haushaltsgeräte bis hin zu Fahrzeugen und mehr.
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Ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen. Ganz im Gegenteil wird mit der Einführung von Wi-Fi 7 (IEEE 802.11be) frischer Wind erwartet, da die Technik auf etablierten Stärken aufbaut und bekannte Schwachstellen bisheriger Iterationen angeht, wie zum Beispiel den nicht immer reibungslosen Betrieb vieler Endgeräte in einer gemeinsamen WLAN-Umgebung. Auch im öffentlichen Raum kommt WLAN eine wichtige Rolle zu: So zeigt die aktuelle Marktforschung, dass die weltweite Anzahl frei zugänglicher WLAN-Netzwerke weiter zunimmt.
Wi-Fi 7 steht vor dem Durchbruch
Für das Ende des Jahres wird die finale Ratifizierung des Wi-Fi-7-Standards durch die Wi-Fi Alliance erwartet. Dessen erste Fassung erblickte bereits im März 2021 beim Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) das Licht der Netzwerkwelt und wurde seitdem beständig weiterentwickelt. Schon seit Anfang des Jahres sind als Wi-Fi-7-fähig bezeichnete Geräte verfügbar, die auf Vorabspezifikationen des Standards basieren. Mit der Ratifizierung des finalen Standards können sie aber auch nachträglich noch das entsprechende offizielle Siegel erhalten.
Wi-Fi 7 soll die Nachfolge des aktuell weitverbreiteten und auch im Unternehmensumfeld vielgenutzten Wi-Fi 6 antreten. Der Standard baut dabei auf den Stärken seines Vorgängers auf, sorgt für zusätzliche Verbesserungen und optimiert die Stabilität. Dabei ist er bis zum Wi-Fi-4-Standard (IEEE 802.11n) vollständig abwärtskompatibel und lässt sich somit auch in bestehende WLAN-Infrastrukturen integrieren. Die theoretisch mögliche maximale Datenübertragungsrate liegt bei rund 46 Gigabit pro Sekunde, was in der Praxis allerdings nicht erreicht wird. Zum Vergleich: Die maximale theoretische Datenübertragungsrate von Wi-Fi 6 liegt bei rund 9,6 Gigabit pro Sekunde. Im Praxiseinsatz kann man davon ausgehen, dass Wi-Fi 7 je nach Umgebung etwa drei- bis fünfmal so schnell wie Wi-Fi 6 arbeitet.
Flott in allen Bereichen
Der neue WLAN-Standard punktet aber nicht nur mit der bloßen Datenübertragungsrate. Vielmehr macht er sich moderne Verfahren zunutze, um für höhere Stabilität und belastbare Performance zu sorgen. Dazu zählt zum Beispiel der Einsatz der 2,4-, 5- und 6-Gigahertz-Frequenzbänder, was erstmals mit dem Wi-Fi-6E-Standard möglich wurde. Im Vergleich zu Wi-Fi 6E wurde aber die Bandbreite von bislang 160 auf 320 Megahertz erhöht. Ähnlich sieht es beim Modulationsverfahren QAM („Quadrature Amplitude Modulation“) aus, das von 1K-QAM auf 4K-QAM modernisiert wurde und damit die höheren Übertragungsraten ermöglicht.
Eingeloggte Geräte können sich per MLO-Verfahren („Multi-Link Operation“) mit zwei der genannten Frequenzbänder gleichzeitig verbinden. Diese Aggregation sorgt für stabile Verbindungen sowie schnelle und zuverlässige Datenübertragungen mit niedriger Latenz, selbst bei vielen aktiven Endgeräten im gleichen WLAN. Zudem ermöglicht die Technologie den nahtlosen Wechsel eines Frequenzbandes, ohne dazu eine neue Anmeldung am aktuellen Access Point zu erfordern. Bereits bei den Vorgängerstandards etablierte Technologien wie etwa MU-MIMO („Multi-User Multiple Input Multiple Output“) oder OFDMA („Orthogonal Frequency-Division Multiple Access“) kommen auch weiterhin zum Einsatz, teils in verbesserter Form.
Markterholung in Sicht
Während der Corona-Pandemie litt der Markt für WLAN-Infrastruktur unter massiven Lieferkettenproblemen, deren Folgen noch heute zu spüren sind. Umso erfreulicher sind die Zahlen der Marktforscher von IDC: Sie verzeichneten ein weltweites Umsatzplus von 12,4 Prozent vom ersten auf das zweite Jahresquartal 2024 und ein Quartalsvolumen von rund 2,3 Milliarden US-Dollar. Besonders gefragt sind derzeit noch Geräte auf Basis des Wi-Fi-6E-Standards, der bereits das 6-GHz-Frequenzband beherrscht. Hier entfielen knapp ein Drittel (30 Prozent) aller Access-Point-Käufe auf entsprechend ausgestattete Geräte. Die Experten sehen aber bereits Anzeichen für eine beginnende Verbreitung des aktuellen Wi-Fi-7-Standards.
„Im Bereich der Enterprise-WLAN-Branche gibt es eine Reihe wichtiger Fortschritte. Dazu zählen der neue Wi-Fi-7-Standard, eine beträchtliche Menge neuer unlizenzierter 6-GHz-Frequenzen, die für Wi-Fi zur Verfügung stehen, sowie die leistungsstarke Rolle von KI und Cloud-basiertem Management zur Verbesserung der WLAN-Automatisierung und -Leistung“, erklärt Brandon Butler, Senior Research Manager für den Bereich Enterprise Networks von IDC. „Im zweiten Quartal 2024 gab es Anzeichen dafür, dass sich die Dynamik von Angebot und Nachfrage im Enterprise-WLAN-Segment wieder normalisiert. Insgesamt bleibt WLAN für Unternehmen auf der ganzen Welt eine äußerst wichtige Technologie“, ergänzt er.
Stand: 08.12.2025
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