Die IT-Landschaft in Unternehmen ist schon lange nicht mehr übersichtlich. Neben Servern und Rechnern tummeln sich zum Beispiel auch Smartphones und Tablets oder IoT-Geräte („Internet of Things“) im Firmennetzwerk. Ein leistungsfähiges Unified Endpoint Management (UEM) sorgt hier für den nötigen Durchblick.
Unified Endpoint Management (UEM) subsummiert unter anderem das traditionelle Client Management, Enterprise Mobility Management und Mobile Device Management.
IT-Administratoren sehen sich im Geschäftsalltag einer wahren Flut an Endgeräten gegenüber. Von Servern über Desktops und Drucker bis hin zu mobilen Endpoints und Geräten im Internet der Dinge ist heutzutage für technische Vielfalt in Unternehmen gesorgt. Dass die Systeme oft verschiedene Betriebssysteme von Windows über MacOS bis hin zu iOS, Android oder Speziallösungen nutzen, macht die Verwaltung dieser bunten IT-Landschaft sicher nicht einfacher. Zudem sollen Mitarbeiter unabhängig vom jeweils genutzten Gerät sicher und möglichst ortsunabhängig auf benötigte Daten und Anwendungen zugreifen können.
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Abhilfe schafft ein belastbares Unified Endpoint Management. Es ermöglicht vereinfacht ausgedrückt die zentrale Verwaltung und Konfiguration aller Endgeräte in der IT-Umgebung eines Unternehmens. Bei UEM handelt es im Grunde um eine Weiterentwicklung der bisherigen Mobile-Device-Management- (MDM) und Enterprise-Mobility-Management-Lösungen (EMM). Die Erklärung dafür ist simpel: MDM- und EMM-Tools haben sich im Laufe der Zeit derart weiterentwickelt, dass sie eine einheitliche Verwaltung aller vorhandenen Endpunkte und Systeme gestatten. Der Begriff UEM trifft den Sachverhalt daher besser als die bisherigen Bezeichnungen.
Krise stärkt Bedarf
Bereits im vergangenen Jahr hatten die Marktforscher von Gartner prognostiziert, dass bis 2024 eine zentrale Geräteverwaltung in 70 Prozent aller Unternehmen zum Einsatz kommen wird. Das verwundert angesichts von Trends wie BYOD („Bring Your Own Device“) oder COPE („Company-owned Personally Enabled“) wenig. Für eine unerwartete Beschleunigung dieser Entwicklung sorgte die Corona-Krise, in deren Rahmen sich viele Mitarbeiter schlagartig im Home Office wiederfanden. Dementsprechend nahm auch die Anzahl der Endpoints rapide zu, die eingebunden und abgesichert werden mussten.
Vorhandene Management-Systeme wurden dabei auf die Probe gestellt – nicht immer mit positivem Ergebnis: „Die Pandemie zeigte kritische Mängel in traditionellen Client-Management-Systemen auf. Sie waren nicht in der Lage, Provisioning, Deployment, Patching und Verwaltung zu skalieren und Remote-Geräte zu unterstützen. Viele waren nicht auf die Anzahl der verbundenen Geräte vorbereitet und konnten mit dem per VPN übertragenen Datenvolumen nicht umgehen“, erläutern die Marktforscher von Gartner in ihrem „2020 Magic Quadrant for Unified Endpoint Management Tools“.
Umfangreicher Funktionsumfang
Aktuelle UEM-Lösungen bieten eine Vielzahl an Funktionen, die IT-Administratoren die Verwaltung aller Endgeräte im Firmennetzwerk erleichtern. Dazu zählen beispielsweise Inventarisierung von Geräten und installierter Software, automatische Softwareverteilung und das Ausrollen von Updates für Firmwares, Betriebssysteme und Anwendungen. Remote Management und Support zählen ebenso zum Funktionsumfang wie der Schutz der Endpoints vor internen und externen Gefahren, einschließlich unbefugter Datennutzung. Backup und Recovery, Lizenzverwaltung sowie Monitoring und Logging sind ebenfalls Teil von UEM-Lösungen.
Dieser breite Funktionsumfang und die zentrale Verwaltung bringen etliche Vorzüge im Geschäftsalltag mit sich. Primär sind Effizienzgewinne zu nennen, die durch eine deutliche Entlastung der Administratoren von aufwendigen Einzelprozessen und verschiedenen Automatisierungsmöglichkeiten erzielt werden. IT-Abteilungen können per UEM unkompliziert Richtlinien und Sicherheitsvorgaben für Endgeräte durchsetzen und kontrollieren. Neue Endpoints lassen sich mit geringem Aufwand nutzerspezifisch einrichten und in die vorhandene Umgebung einbinden. Bei Problemen oder Störungen sorgen standardisierte Endgerätekonfigurationen zügig für Abhilfe.
Stand: 08.12.2025
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Erfreuliche Marktaussichten
In Blick in die aktuellen Marktaussichten fördert erfreuliche Zahlen zu Tage: So erwarten die Analysten von Technavio bis 2024 ein Wachstum im UEM-Markt in Höhe von 11,18 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einer beachtlichen jährlichen Zuwachsrate („Compound Annual Growth Rate“, CAGR) von knapp 36 Prozent. Speziell die hohe Nachfrage nach integrierten UEM-Lösungen treibt den Markt nachhaltig an.