Wenn es um die absoluten Grundlagen einer Unternehmens-IT geht, liegt die Netzwerk-Infrastruktur ganz weit vorn. Die leistungsfähige Verbindung aller Systeme in der Firmenumgebung ist für den reibungslosen Geschäftsbetrieb unverzichtbar. Doch die Herausforderungen sind zahlreich: KI, Cloud, Edge Computing und andere anspruchsvolle Workloads machen ein modernes und belastbares Netzwerk obligatorisch.
Switches, Router, Gateways, Server, USVs, Racks & Co. – Das Feld der Netzwerk-Infrastruktur ist breit und viele Anbieter buhlen hier bei den IT-Awards um die Gunst der Leser von IP-Insider.
Die ganze Welt dreht sich um Daten. Sie bilden die Grundlage für jegliche Geschäftsprozesse und ermöglichen dank moderner Analysemethoden nicht nur tiefe Einblicke in jegliche Abläufe, sondern ermöglichen mitunter auch gänzlich neue Business-Modelle.
Die Leser von IP-Insider haben abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei beliebtesten Anbieter der IP-Insider Awards 2024 aus dem Netzwerk-Infrastruktur:
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Das alles ist allerdings nur möglich, sofern eine leistungsfähige und möglichst zukunftssichere Netzwerk-Infrastruktur vorhanden ist. Sie bildet das sprichwörtliche Rückgrat der Unternehmens-IT und damit der Geschäftstätigkeit an sich. Reibungslos und schnell funktionierende Anwendungen, flüssiger und sicherer Datenverkehr sowie der möglichst verzögerungsfreie Zugriff auf Cloud- oder Edge-Ressourcen sind unabdingbar.
Vom "Strippenziehen" ins Cloud-Zeitalter
Mit dem klassischen Verteilen von Kabeln, Switches und Routern ist es heute aber nicht mehr getan: Selbstverständlich bleiben Routing und Switching auch in modernen Netzwerken wichtige Themen – aber moderne Anwendungen und Workloads erfordern durchaus komplexere Ansätze, um gleichzeitig sicher, zuverlässig und belastbar arbeiten zu können. So endet das Firmennetz längst nicht mehr an den physischen Unternehmensgrenzen: Die performante Anbindung von Cloud- oder Edge-Ressourcen ist ebenso wichtig, wie eine leistungsfähige und sichere Möglichkeit für Homeoffice oder mobiles Arbeiten. Zudem muss auf Zukunftssicherheit und entsprechende Skalierungsmöglichkeiten geachtet werden, um nicht in kurzer Zeit wieder umfangreiche Neuinvestitionen tätigen zu müssen.
Dementsprechend ist der Bereich der Netzwerk-Infrastruktur sehr umfangreich und umfasst alle Ressourcen, die zum Abwickeln von Datenverkehr oder Kommunikation dienen. Beispiele dafür reichen etwa vom einfachen Netzwerkkabel über Router, Switches und Sicherheitsappliances bis hin zu Servern, IoT-Geräten, Multi-Cloud-Umgebungen oder SD-WAN („Software-defined Wide Area Network“). Im Zusammenspiel bilden sie die grundlegende Netzwerk-Infrastruktur eines Unternehmens. Dabei kommen verschiedene Übertragungswege zum Einsatz, wie beispielsweise kabelgebundenes Ethernet, WLAN („Wireless Local Area Network“, Mobilfunk (5G), WAN („Wide Area Network) sowie IaaS („Infrastructure as a Service“) und Cloud-Networking. In den beiden letzteren Fällen stellen Drittanbieter Netzwerkressourcen und nötige Management-Tools extern oder über eine Cloud-Plattform bereit.
KI hilft bei der Übersicht
Wenig überraschend erfordert eine oftmals extrem umfangreiche Netzwerk-Infrastruktur ein hohes Maß an Überwachung und Verwaltung. Themen wie Netzwerkresilienz und Business Continuity sind deshalb in der Prioritätenliste der Administratoren ganz oben angesiedelt. Spezialisierte Tools und Plattformen erleichtern diese komplexen Aufgaben, in letzter Zeit auch zunehmend mit KI-Unterstützung. Derartige „AIOps for Networking“ getaufte Lösungen bieten nicht nur umfangreiche Automatisierungsmöglichkeiten, sondern vereinfachen auch die täglichen Abläufe und Helfen beim Auffinden von Sicherheitslücken oder Performance-Flaschenhälsen. Gleiches gilt für sich abzeichnende Defekte oder andere Probleme. Sie werden auf Basis zahlreicher Datenquellen und automatisierter Beobachtung der gesamten Umgebung frühzeitig erkannt. Auf diese Weise ist Abhilfe möglich, noch bevor sich Auswirkungen auf den laufenden Betrieb einstellen („Predictive Maintenance“).
Im Bereich der Netzwerk-Infrastruktur beschäftigen zahlreiche Trendthemen die Branche. So steht zum Beispiel mit Wi-Fi 7 ein neuer Standard vor dem Durchbruch, der mit höherer Geschwindigkeit, geringer Latenz und verbesserter Stabilität beim gleichzeitigen Einsatz vieler Endgeräte punktet. Auch der Einsatz von Cloud- und IaaS-Plattformen steht weiter hoch im Kurs. Unternehmen sollten deshalb ihr Network Security Management nicht vernachlässigen, da mit der zunehmenden Ausbreitung ihres Netzes auch zusätzliche Einfallstore für Cyberangriffe oder andere Schwachstellen entstehen können. Allgemein empfiehlt es sich, technisch stets am Ball zu bleiben und veraltete Netzwerk-Hardware rechtzeitig durch aktuelle Komponenten zu ersetzen sowie vorhandene Geräte regelmäßig zu warten und mittels Patches auf dem neuesten Stand zu halten.
Stand: 08.12.2025
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Stabiles Marktgeschehen
Die Bedeutung des Marktes für Netzwerk-Infrastruktur unterstreichen auch aktuelle Zahlen von Statista Market Insights: Im aktuellen Jahr wird das weltweite Gesamtvolumen auf rund 239,7 Milliarden US-Dollar geschätzt. Dabei entfallen allein 170,1 Milliarden US-Dollar auf die Netzwerk-Infrastruktur von Service Providern. Bis 2029 soll das Marktvolumen weiter auf 315,4 Milliarden US-Dollar steigen – dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate („Compound Annual Growth Rate“, CAGR) von rund 5,6 Prozent.
Pro Arbeitnehmer haben Unternehmen im Schnitt rund 67,32 US-Dollar in Netzwerk-Infrastruktur investiert. Als Trendthemen gelten unter anderem Software-defined Networking (SDN), Network Function Virtualization (NFV) sowie zu zunehmende Zuverlässigkeit von Cloud-basierten Applikationen und Services.
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