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Mindtree untersucht Rolle des Chief Digital Officer Der Einfluss des CDO auf die digitale Transformation

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die Position des CDO ist nicht – wie oft kolportiert – von Kurzlebigkeit geprägt. Viele Unternehmens sehen ihren eigenen CDO sogar als Change Agent und Verfechter für die Erreichung von digitaler Transformation und echtem Nutzen für den Kunden. Dies habe eine Umfrage von Mindtree ergeben.

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Fachkräfte aus Wirtschaft und IT sehen eine klare langfristige Notwendigkeit für die Position des CDO bei der Förderung von organisatorischem Wandel.
Fachkräfte aus Wirtschaft und IT sehen eine klare langfristige Notwendigkeit für die Position des CDO bei der Förderung von organisatorischem Wandel.
(Bild: © – momius – stock.adobe.com )

Mit seiner Umfrage habe sich Mindtree Einblicke in die Relevanz und Dauerhaftigkeit der Position des Chief Digital Officer (CDO) verschaffen können. Im Gegensatz zu anderen veröffentlichten Umfragen über die Rolle des CDO, die sich auf die Meinungen von Führungskräften auf C-Ebene konzentriert hätten, habe die Umfrage Daten von 323 globalen Fachkräften aus Wirtschaft und IT in den USA und Großbritannien, die unter einem CDO arbeiten, mit einbezogen. Diese Fachkräfte spielten eine große Rolle bei der Umsetzung der Vision des CDO und verfügten über eine wertvolle Einschätzung der Effektivität des CDO als Führungskraft. So habe die Umfrage festgestellt, dass der CDO ein wirksamer Verfechter vieler geschäftsfördernder digitaler Initiativen sei, wie z.B. die Vermittlung eines nahtlosen digitalen Erlebnisses für Kunden (27 %) und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle (20 %). In dem Report „Chief Digital Officer: A Champion of Change“ kommt Mindtree zu den folgenden drei Erkenntnissen:

1. Die Rolle des CDO hat einen klaren Zweck und gewinnt an Relevanz

Es herrscht eine weitverbreitete Auffassung, dass der CDO eine nicht klar abgegrenzte Rolle ist, deren Funktionen und Zuständigkeiten auch auf verschiedene Mitglieder der Chefetage verteilt werden könnten. Entgegen dieser Ansicht ergab die Umfrage von Mindtree, dass Fachkräfte aus Wirtschaft und IT heute durchaus eine klare Notwendigkeit für die Beibehaltung der CDO-Position sehen, wobei 74 Prozent der Befragten angaben, der CDO ihrer Organisation habe klar definierte Verantwortlichkeiten, und 81 Prozent der Meinung waren, diese Verantwortlichkeiten seien so differenziert, dass eine eigene CDO-Position erforderlich ist.

Darüber hinaus sind Fachkräfte aus Wirtschaft und IT der Überzeugung, dass die Rolle des CDO im Vergleich zum Zeitpunkt ihrer Einführung immer relevanter wird (76 %), was ein klares Mandat für den CDO darstellt, seine digitalen Ziele zu erreichen.

2. CDOs verfügen in der Regel über mehr Technologieexpertise als Geschäftswissen

Als Hauptfähigkeiten ihrer CDOs nannten Führungskräfte aus Wirtschaft und IT ein tiefgehendes Wissen über Technologie (61 %) und die Fähigkeit, digitale Strategien umzusetzen (53 %). Nahezu 70 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr CDO aus dem IT-Bereich stammt, was darauf hindeutet, dass viele CDOs zwar eine gute Kombination aus Technologiewissen und „Soft Skills“ besitzen, aber möglicherweise weniger Einblick in die Funktionsweise von Teilen des Geschäfts haben oder noch im Begriff sind, sich dieses Wissen anzueignen. 84 Prozent der Befragten in Unternehmen, deren CDO aus dem IT-Bereich stammt, gaben an, dass ihr Unternehmen seit der Einführung der CDO-Rolle „erhebliche“ digitale Fortschritte gemacht habe. Demgegenüber gaben nur 73 Prozent der Befragten aus Unternehmen mit einem CDO, der nicht aus dem IT-Bereich stammt, die gleiche Antwort.

3. Trotz der Fortschritte stoßen CDOs nach wie vor auf Hindernisse, wie isolierte Initiativen und Fachkräftemangel

Etwa ein Drittel der Befragten (32 %) nannte eine veränderungsresistente Unternehmenskultur als das größte Hindernis für CDOs, um größere Fortschritte zu erzielen. Dementsprechend ist die „Umstellung der Kultur auf eine schnellere Iteration“ die am schlechtesten bewertete Leistung von CDOs. Auf die Frage, was der CDO am meisten braucht, um bei der Digitalisierung des Unternehmens erfolgreich zu sein, antworteten 38 Prozent der Befragten, dass mehr Zusammenarbeit zwischen den Geschäftseinheiten erforderlich sei, kombiniert mit der Rekrutierung von Nachwuchsfachkräften mit Fähigkeiten, die auf die gefragten Technologien ausgerichtet sind.

„Während Unternehmen Fortschritte bei der digitalen Transformation machen und neue Möglichkeiten zur Neuerfindung ihrer jeweiligen Geschäfte entdecken, tätigen Führungskräfte in allen Branchen langfristige Investitionen in Organisationsfähigkeiten und Führung. Wir sind nicht überrascht, dass die CDO-Rolle nicht als eine zeitlich begrenzte Projekt- oder Initiativführungsrolle angesehen wird, sondern vielmehr als langfristiger Change Agent“, erläuterte Sreedhar Bhagavatheeswaran, SVP und Leiter des Bereichs Digital bei Mindtree. „Unsere Gespräche mit Führungskräften zeigen, dass es für Unternehmen eine zentrale Rolle spielt, das Potenzial der digitalen Technologien voll auszuschöpfen. Im Zuge des immer schnelleren Technologiewandels muss der CDO Technologien wie Cloud und KI beherrschen und über ein tiefgehendes Geschäftswissen verfügen, um erfolgreich zu sein. Ebenso muss er auch die Unternehmenskultur verstehen und das Change Management kompetent meistern, um Erfolg zu haben.“

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