Nutzer können Fernzugriff mit DeskRT kostenlos ausprobieren

AnyDesk beschleunigt Remote Access

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

AnyDesk will künftig auch Mac OS X, iOS, Linux sowie Android unterstützen.
AnyDesk will künftig auch Mac OS X, iOS, Linux sowie Android unterstützen. (Bild: AnyDesk)

AnyDesk Software kündigt eine Remote-Desktop-Lösung mit besonders effizientem Video-Codec an. Aktuell ist eine Betaversion für Windows verfügbar; künftig sollen weitere Plattformen unterstützt und Appliances für Firmenkunden angeboten werden.

Mit einer besonders guten Performance soll sich die von AnyDesk Software (AnyDesk) angekündigte Remote-Desktop-Lösung vom Wettbewerb absetzen. Jetzt hat der Hersteller eine kostenlose Betaversion des Produkts veröffentlicht.

Der vorerst ausschließlich für Windows verfügbare Client nutzt DeskRT – einen speziell für grafische Benutzeroberflächen entwickelten Video-Codec. Dieser soll Bildschirminhalte mit bis zu 60 Frames pro Sekunde übertragen. Die Lösung setzt auf Kompressionsverfahren und überträgt lediglich die Bildschirmausschnitte, die tatsächlich verändert wurden. In einem Cache hält die Software zudem bis zu 100 Monitorinhalte vor, die nicht erneut übertragen werden müssen. Für reine Videoübertragungen nutzt AnyDesk den Videocodec VP8.

Wie effizient die genutzten Verfahren funktionieren will der Hersteller mit einem selbst erstellten Benchmark (PDF) belegen. Im Testszenario schlägt AnyDesk die Mitbewerber TeamViewer, RDP, Screenhero, Google Remote Desktop sowie Splashtop.

Für Office-Anwendungen mit einfacher Texteingabe empfiehlt AnyDesk Bandbreiten von mindestens 100 kbit/s. Ab 300 kbit/s funktionierten auch allgemeine Arbeiten flüssig und Standardvideos könnten im Fenstermodus ruckelfrei übertragen werden. In LANs mit mehr als 10 Mbit/s werde das Bild exakt so übertragen, als würde man einen zweiten Monitor an den Rechner anschließen.

Für die Vernetzung der AnyDesk-Teilnehmer sorgen Server, die auf Robustheit und niedrige Latenzen optimiert wurden. Der Anbieter nutzt dabei Erlang – eine Technologie, die speziell für ausfallsichere Telekommunikationsanwendungen entwickelt wurde. Einmal miteinander verbunden, kommunizieren die Rechner ohnehin meist direkt und ohne Umweg über Server miteinander.

Die AnyDesk beta ist für Microsoft Windows ab XP verfügbar und steht als kostenloser Download auf der Webseite des Anbieters bereit. Versionen für iOS, Mac OS X (ab 10.9), Debian-basierte Linux-Distributionen und Android (ab 4.4) sollen folgen.

Zudem plant der Hersteller Produktvarianten mit Zusatzfunktionen für Firmenkunden sowie eine Appliance-Lösung für Großunternehmen. Privatanwender werden AnyDesk auch nach der Betaphase kostenlos nutzen können.

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