Anbieter zum Thema
Wahlfreiheit beim E-Mail-Client
Generell ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Auswahl einer Groupware-Lösung ist die Frage nach dem geeigneten Client. Denn nur wenn die Mitarbeiter den E-Mail- und Groupware-Client akzeptieren und so in letzter Konsequenz auch aktiv benutzen, können Unternehmen von den positiven Effekten eines Groupware-Servers tatsächlich profitieren.
Zu den heute üblichen Groupware-Funktionen gehören neben der Verwaltung von E-Mails, Terminen, Kontakten, Notizen und Aufgaben ebenso die Koordination von Terminen und Ressourcen sowie der Zugriff auf öffentliche oder freigegebene Ordner – und zwar von überall aus.
In den meisten Fällen wird bei KMUs die Wahl des Groupware-Clients unter Windows auf Outlook oder Vista-Mail und -Kalender fallen, während Apple-Freunde ihr „Entourage“ oder die Mail- und Kalenderanwendung von Mac OS vorziehen werden. Linux-Anwender präferieren hingegen wahrscheinlich eher „Thunderbird“ mit „Lightning“, „Sunbird“ oder „Evolution“.
Bei der Unterstützung von Clients unter MacOS und Linux tut sich jedoch Microsoft Exchange sehr schwer. Denn insbesondere Mac-Rechner ohne Entourage oder Linux-Rechner lassen sich dort meist nur über POP3 oder IMAP anbinden, womit viele Groupware-Funktionen wie die Vereinbarung von Terminen nicht mehr nutzbar sind.
Zwar unterstützen die Clients auf diesen Plattformen zu diesem Zweck das CalDAV-Protokoll. Doch CalDAV ist wiederum Exchange fremd. Evolution versucht wiederum über einen eigenen Outlook-Konnektor Zugriff auf Exchange zu bekommen. Doch greift dieser nicht nativ auf Exchange zu, nutzt also als Schnittstelle zwischen Client und Server nicht Microsofts MAPI-Protokoll sondern die Webschnittstelle von Exchange. Ändert Microsoft dann beispielsweise im Rahmen eines Service Packs etwas an Outlook Web Access, funktioniert der Konnektor nicht mehr. Zudem gibt es stand heute immer noch keinen Konnektor zu Exchange 2007.
weiter mit: Unterstützung mobiler Clients
(ID:2022110)