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Die Exchange-Konkurrenz muss benutzerfreundlicher, günstiger und offener sein

Alternativen zu Microsoft Exchange bieten für KMUs viele Vorteile

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Kleine und Mittelständler brauchen Systeme für Power-User

Große Unternehmen mit einer eigenen IT-Abteilung haben meist einen oder mehrere speziell ausgebildete Mitarbeiter, die sich hauptamtlich um die Administration und Pflege des E-Mail-Systems kümmern. Diese werden auch regelmäßig im Umgang mit dem Produkt geschult.

In kleinen bis mittelgroßen Firmen indes übernimmt die Aufgaben des Administrators entweder der Chef selbst, ein IT-affiner Mitarbeiter neben seiner eigentlichen Tätigkeit oder ein externer Dienstleister. Erfolgt die IT-Administration im Unternehmen, ist es bei KMUs daher besonders wichtig, dass sich das verwendete E-Mail- und Groupware-System sehr einfach installieren und administrieren lässt.

Zur Verwaltung eines Mail-Systems gehören dabei nicht nur die Einrichtung und Löschung von Benutzerkonten, sondern beispielsweise auch die Konfiguration und Anpassung von Spam-Filtern, die Sicherung und Wiederherstellung von Postfächern und einzelnen E-Mails sowie die regelmäßige Aktualisierung des Viren-Scanners auf dem Mail-Server.

Gerade der Bereich der Datensicherung ist hier besonders kritisch. Denn ist sie zu komplex, wird sie in der Praxis nicht durchgeführt und damit ist zukünftiger Ärger so gut wie programmiert. Übernimmt diese Verwaltungsaufgaben ein externer Dienstleister, macht sich eine einfache Administration in geringeren Stundenabrechnungen positiv bemerkbar.

Die Plattform-Frage

Auch bei der Auswahl des Betriebssystems als Basis für den E-Mail-Server unterscheiden sich große Unternehmen oft von KMUs. Letztere wählen ihre Server-Betriebssysteme entweder nach vorhandenem Wissen oder persönlichen Interessen aus oder stellen vor allem den Kostenaspekt in den Vordergrund.

Microsoft Exchange setzt als unternehmensweiter Mail-Server zwangsweise einen teuren Windows Server inklusive dem komplexen Active Directory sowie eine entsprechende Anzahl an Client-Access-Lizenzen (CALs) sowohl für den Server als auch für das Mailsystem voraus. Die Struktur sieht bei alternativen Systemen naturgemäß anders aus.

Ausreichend Hintergrundwissen vorausgesetzt, ist beispielsweise Linux auf der Server-Seite ein an Stabilität kaum zu schlagendes und in der Beschaffung sehr kostengünstiges Betriebssystem für einen E-Mail-Server. Im kreativen Bereich wie bei Werbeagenturen, Grafikern oder Verlagen erfreut sich hingegen MacOS großer Beliebtheit – sowohl auf den Arbeitsplätzen als auch auf dem Server. Für diese Gruppe liegt der Vorteil von MacOS auf dem Server vor allem in der vertrauten Oberfläche, die dort die Administration vereinfacht.

Für sehr kleine Unternehmen wiederum, die Windows-affin sind, auf die Kosten sehen und im Gegenzug zu kleinen Kompromissen bereits sind, bieten alternative MailServer auch die Möglichkeit, auf einem Client-Betriebssystem wie XP oder Vista zu laufen. Gegen die Client-Version von MacOS X schließlich – die bekanntermaßen auf dem Unix-Derivat FreeBSD basiert – ist als Basis für einen E-Mail-Server ebenfalls nichts einzuwenden.

Ob also Linux, XP, Vista oder MacOS X – alle sind in der Beschaffung deutlich kostengünstiger als ein Windows Server. Zudem gilt ähnlich wie bei Firewalls auch für Mail-Server, dass über die Sicherheit des Systems letztlich die Qualität seiner Konfiguration entscheidet. Hier kann bereits die vertraute Oberfläche des Betriebssystems viel dazu beitragen, den Betrieb des Produkts sicherer zu machen. Im Idealfall unterstützt ein Groupware-Server alle gängigen Betriebssysteme und lässt dem Anwender die Wahl, auf welcher Plattform er die Software betreiben möchte.

weiter mit: Wahlfreiheit beim E-Mail-Client

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