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Die Exchange-Konkurrenz muss benutzerfreundlicher, günstiger und offener sein

Alternativen zu Microsoft Exchange bieten für KMUs viele Vorteile

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Unterstützung mobiler Clients

Schwierig wird es auch umgekehrt, wenn ein Mitarbeiter beispielsweise sein Outlook unter Windows per POP3 oder IMAP an einen Linux-basierten Groupware-Server anbinden möchte. Hier gibt es jedoch die Möglichkeit, über einen Client-seitigen Outlook-Konnektor die Vorteile von Linux auf dem Server und die Leistungsfähigkeit von Outlook auf dem Client zu nutzen. Funktionierende Konnektoren auf MAPI-Basis stellen einige kommerzielle Hersteller von E-Mail- und Groupware-Server zur Verfügung.

Ein weiterer Grund für die Popularität von E-Mail ist die Unterstützung von Push-Mail – das heißt, die direkt Übertragung von auf dem Server eingehenden E-Mails auf das Mobiltelefon des jeweiligen Empfängers. Seit dem Service-Pack 2 für Exchange 2003 ist dies dort mithilfe des Exchange-ActiveSync-Protokolls auch ohne Blackberrys und teure Middleware möglich.

Neben Smartphones und PDAs mit „Windows Mobile“ können heute zudem mobile Endgeräte wie das Apple iPhone oder Symbian-Geräte wie viele Mobiltelefone von Nokia oder Sony-Ericsson direkt und ohne Umwege auf diesem Weg mit einem Exchange-Server Verbindung aufnehmen und neu eingehende E-Mails ein paar Sekunden später dem Benutzer unterwegs anzeigen. Implementiert ein E-Mail- und Groupware-Server eines Drittanbieters ebenfalls das „Exchange-Active-Sync“-Protokoll, steht diese Funktion auch dort zur Verfügung.

Schließlich sollten Unternehmen darauf achten, dass ihr Groupware-Server auch über einen Web-Client verfügt, der einerseits alle gängigen Web-Browser vollständig unterstützt und andererseits intuitiven Zugriff auf alle Funktionen des Servers ermöglicht. Denn nur so lassen sich auch diejenigen mobilen Nutzer effektiv einbinden, die von ungesicherten Clients, aus dem Home-Office oder beispielsweise von einem Internet-Café aus an der Unternehmenskommunikation teilhaben wollen.

Das Argument: Gesamtkosten

Insbesondere für KMUs spielen neben den Funktionen eines E-Mail- und Groupware-Servers immer auch dessen Gesamtkosten eine entscheidende Rolle bei der Kaufentscheidung. Hierzu gehören nicht nur die Anschaffungskosten für Hardware, Server-Betriebssystem, Groupware-Software, Antispam-, Antivirus- und Backup-Funktion, sondern auch die Kosten für Installation, Schulung der Administratoren und Mitarbeiter, laufende Wartung sowie Updates und Upgrades.

Auch wenn einige Kostenstellen im Vorfeld schwierig zu beurteilen sind, sollte man sie bei der Auswahl eines Systems dennoch nicht außer Acht lassen. Hier können beispielsweise Referenzinstallationen bei vergleichbaren Unternehmen gute Anhaltspunkte für die Abschätzung des Installations- und Wartungsaufwands geben.

Eine exemplarische Gegenüberstellung der Kosten von Microsoft Exchange 2007 und einem kommerziellen alternativem Groupware-Server mit vergleichbarem Funktionsumfang zeigt die Abbildung. Hier wird deutlich, dass gerade Unternehmen, denen ein leistungsstarker E-Mailserver an einem Standort ausreicht, durchaus die Wahl zwischen Exchange und kostengünstigeren Lösungen haben, die im restlichen Funktionsumfang dem Microsoft-Produkt in nichts nachstehen.

Der Autor:

Jürgen Kochanski ist Technischer Leiter bei ZK-Computersysteme GbR.

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