Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 6 Agenten für die Verwaltung von stationären und mobilen Computern

Autor / Redakteur: Frank Castro Lieberwirth / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Microsoft basierende Netzwerke lassen sich mit System Center Configuration Manager (SCCM) 2007 zentral administrieren. Die Softwaresuite ermöglicht beispielsweise Computer mit standardisierter Softwareausstattung, indem Administratoren Informationen über Soft- und Hardware sammeln und als Basis für eine Softwareverteilung verwenden. Die jeweiligen Aufgaben auf den SCCM-Clientcomputern bewerkstelligen sogenannte Agenten, mit denen sich dieser Beitrag befasst.

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Agenten inspizieren beim SCCM Computer nach Soft- und Hardware.
Agenten inspizieren beim SCCM Computer nach Soft- und Hardware.
( Archiv: Vogel Business Media )

Zunächst müssen Computer von SCCM ermittelt und als Client installiert sein, bevor SCCM-Agenten installiert werden können. Im Gegensatz zum Vorgänger Systems Management Server (SMS) verlangt der native Modus, dass den Clients vor der Installation von SCCM-Clientsoftware Zertifikate zur Authentifizierung ausgestellt worden sind.

Beim gemischten Modus reicht hingegen eine Bestätigung, die entweder manuell oder automatisch über eine vertraute Windows Domäne erfolgt. Es sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass die Clientinstallation von den Standortsystemen „Management Punkt“ sowie dem optionalen „Server Locator Punkt“ und dem „Fallback Status Punkt“ abhängt. Die optionalen Komponenten kommen zum Einsatz, wenn das Schema nicht erweitert wurde, oder – wie im Fall des Fallbacks – wenn Internetclients den Management Punkt nicht erreichen können.

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Alle Agenten im Überblick

Microsoft hat im Laufe der mehr als zehnjährigen Produktgeschichte die Agenten laufend erweitert und erneuert. SMS-Administratoren können ihr Wissen jedoch übernehmen und hier einsetzen, was die Einarbeitungszeit vereinfacht. Agenten werden wie früher in der Configuration Manager Konsole im Knoten Client Agents verwaltet. Folgende zehn Agenten stehen in dem getesteten englischen SCCM 2007 mit SP1 zur Verfügung:

  • Hardware Inventory Client Agent – Ermöglicht die Hardware-Inventur
  • Software Inventory Client Agent – Ermöglicht die Software-Inventur
  • Advertised Programs Client Agent – Ermöglicht die Softwareverteilung
  • Mobile Computer Client Agent – Ermöglicht Hard- und Software-Inventur und Softwareverteilung auf Windows CE und Windows Mobile
  • Computer Client Agent – Allgemeine Einstellungen zum Client und zur Richtlinie
  • Desired Configuration Management Client Agent – Ermöglicht eine Konfigurationsrichtlinie (Compliance)
  • Remote Tools Client Agent – Ermöglicht eine Remote Console für ein Help-Desk
  • Network Access Protection Client Agent – Ermöglicht den erweiterten Netzwerkschutz
  • Software Metering Client Agent – Ermöglicht die Überwachung von Softwareverwendung
  • Software Updates Client Agent – Ermöglicht Software Updates über Windows Software Update Services (WSUS)

Für Betriebssystem-Installationen ist kein Client Agent notwendig. Da die Funktion von Remote Tools selbsterklärend ist, wird diese Funktion im Artikel nicht weiter erläutert.

weiter mit: Agent zur Hardwareinventur

weitere Beiträge unserer SCCM-Reihe im Überblick:

  • Microsoft SCCM, Teil 1: Mehr als zehn Jahre System-Management – ein Überblick
  • Microsoft SCCM, Teil 2: Technische Planung in der Vorprojektphase eines SCCM-Einsatzes
  • Microsoft SCCM, Teil 3: Einführung in die interne Verwaltungsstruktur
  • Microsoft SCCM, Teil 4: Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Standorteinstellungen und Sitemodus
  • Microsoft SCCM, Teil 5: Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Discovery und Clientinstallation
  • Microsoft SCCM, Teil 7: WSUS 3.0 für Microsoft Updates verwenden
  • Microsoft SCCM, Teil 8: Softwareverteilung mit dem SCCM – grundlegende Server-Aufgaben
  • Microsoft SCCM, Teil 9: Softwareverteilung mit dem SCCM - Verteilung von Softwarepaketen und Kontrolle

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