Remote Monitoring & Management 7 Tipps zur Auswahl eines RMM-Tools

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Im Zuge der Covid-19-Pandemie setzt sich der Trend zur Telearbeit und zum Arbeiten von zu Hause aus fort. Für Unternehmen, die eine Fern- oder Hybridarbeitskultur praktizieren, kann RMM-Software sehr nützlich sein. Atera nennt zentrale Aspekte, die bei einer RMM-Lösung zu bedenken sind.

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Ein benutzerfreundliches Dashboard erleichtert es, die RMM-Tools zu verwalten und effizient zusammenzuarbeiten.
Ein benutzerfreundliches Dashboard erleichtert es, die RMM-Tools zu verwalten und effizient zusammenzuarbeiten.
(Bild: Atera)

Wenn Belegschaften vermehrt dezentral und verteilt arbeiten, müssen auch die technischen Support- und Wartungslösungen, die den dezentralen Betrieb aufrechterhalten sollen, den neuen Gegebenheiten angepasst werden. RMM-Tools (Remote Monitoring & Management) helfen Managed-Service-Providern (MSPs) bei der Verwaltung der Netzwerkinfrastruktur und der Endpunkte von Unternehmen, sagt RMM-Spezialist Atera. Solche Softwarelösungen könnten eine wertvolle Ergänzung oder sogar ein Upgrade für bestehende IT-Services sein, Probleme identifizieren, melden und beheben, Sicherheitsprotokolle aktualisieren und regelmäßige Netzwerkprozesse und -aktualisierungen automatisieren – alles aus der Ferne.

„Durch die erfolgreiche Umsetzung eines RMM-Konzepts lassen sich Zeit und Energie des IT-Teams freisetzen“, erklärt Jan van der Marel, Manager DACH-Region bei Atera. „Dieses kann sich dann verstärkt um Aufgaben kümmern, die ein direktes, internes Management erfordern.“

Die richtige RMM-Lösung könne auch dabei helfen, zu wachsen, mehr Supportaufgaben zu übernehmen und größere Teams zu unterstützen, ohne dass die Kosten und der Infrastrukturbedarf ausufern. Es sei jedoch wichtig zu bedenken, dass nicht alle RMM-Tools gleich sind. Es gebe mehrere Elemente, die es zu berücksichtigen gilt, bevor sich Unternehmen für einen RMM-Service entscheiden.

1. Nahtloses Onboarding und Integration

Ein RMM-System sollte einen umfassenden Onboarding- und Integrationsprozess bieten, der die Ressourcen und Bedürfnisse eines Unternehmens identifiziert, bevor ein Vertrag überhaupt unterzeichnet wird. RMM sei kein Einheits-Tool, und deshalb müssten diese Faktoren frühzeitig berücksichtigt werden, wenn die RMM-Services effektiv sein sollen. Der erste Schritt im Prozess bestehe darin, alle relevanten Geräte im Zielnetzwerk zu erfassen, den Typ und die Funktion jedes Geräts zu bestimmen und Benutzergruppen zu identifizieren.

Sobald die Beauftragung offiziell besiegelt ist, sollten MSPs dem Kunden dabei helfen, Geräte und Software bei Bedarf zu aktualisieren, um sicherzustellen, dass sie mit der RMM-Software kompatibel sind. Diese Updates sollten nicht nur die Hard- und Software selbst berücksichtigen, sondern auch die Nutzung der einzelnen Geräte und die Personen, die sie verwenden. Beispielsweise hätten die Geräte und die Software, die von Verwaltungsassistenten verwendet werden, typischerweise andere Anforderungen als die von Webentwicklern.

2. Sicherheitsmanagement

Laufendes Sicherheitsmanagement und Updates gehören zu den wertvollsten Vorteilen von RMM-Tools. Da sich die Taktiken bösartiger Online-Entitäten ständig weiterentwickeln, müsse sich auch die Cybersicherheitslandschaft mit ihnen weiterentwickeln.

Durch den Einsatz von RMM-Tools könne ein Unternehmen von laufenden Sicherheitsupdates profitieren, wenn neue Bedrohungen identifiziert werden. Diese Software ermögliche es MSPs außerdem, verdächtige Aktivitäten im Netzwerk zu identifizieren und zu überwachen. Bevor MSPs die Bedingungen eines RMM-Servicevertrags festlegen, sollten sie sicherstellen, dass sie eine umfassende Sicherheitsüberwachung und -aktualisierung anbieten. Diese sollte auf die Bedürfnisse aller Benutzer und Branchen, die sie unterstützen wollen, abgestimmt sein.

3. Management von mobilen Geräten wie Notebooks und Tablets

In der heutigen Zeit ist eine wachsende Sorge vieler Unternehmen, wie man die Sicherheit und Qualität auf mobilen Geräten, die für den Geschäftsbetrieb genutzt werden, verwalten kann. Ein ganzheitlich aufgestellter RMM-Provider kümmere sich um alle Geräte, die für den Geschäftsbetrieb verwendet werden. Dies schließe auch mobile Geräte wie Notebooks und Tablets ein. So sei stets gewährleistet, dass die Geräte auf dem neuesten Stand und sicher sind.

4. Kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung

Wesentliche Bestandteile einer RMM-Softwarelösung sind ihre Überwachungsfunktionen. Ein RMM-System sollte Geräte kontinuierlich überwachen und in der Lage sein, Sicherheitsrisiken und Effizienzprobleme zu identifizieren. Das System sollte diese Probleme dann an den MSP oder allen relevanten internen Anlaufstellen melden, damit das Problem gelöst werden kann.

5. Skalierbarkeit und Betrieb

Die Unternehmensgröße ändert sich oft im Lauf der Zeit. Daher sei es wichtig, dass die RMM-Software in der Lage ist, Dienste auf wechselnder Basis bereitzustellen. Darüber hinaus sollten spezifische Touchpoints und Protokolle zur Verfügung stehen, um diesen Übergang so einfach und effizient wie möglich zu gestalten. Die Fähigkeit, eine konsistente Überwachungsqualität im gesamten System aufrechtzuerhalten, sei eine Schlüsselkomponente von RMM. Daher sollten Betreiber darauf vorbereitet sein, eine Zunahme an Geräten oder Änderungen der Gerätefunktionen zu verwalten.

Eine der besten Möglichkeiten, diese flexible Skalierbarkeit zu erreichen, sei der Einsatz einer RMM-Softwarelösung, die pro Technikerplatz abgerechnet wird, anstatt für jedes zu überwachende Gerät zu bezahlen. Auf diese Weise könne ein kleineres Technikerteam die RMM-Software einfacher und ohne zusätzliche Kosten auf den Geräten des Kunden installieren. Dies mache die Verteilung der Ressourcen effizienter und ermögliche es den Teams, größere Kunden zu einem moderaten Preis zu bedienen.

6. Automatisiertes Software-Patch-Management und Updates

Eine effektive RMM-Software sollte nicht nur regelmäßige Sicherheitsupdates anbieten, sondern auch Qualitätsupdates für das System, z.B. hilfreiche Patches. Dies könne bei der Verwaltung von IT-Ressourcen helfen und eine konsistente, langfristige Qualität im gesamten Netzwerk sicherstellen. Auch hier handele es sich um Arbeit, die durch ein automatisiertes System erledigt werden könne, anstatt manuell durch das IT-Team.

7. Umfassendes Dashboard und Händlersupport

Die effektive Kommunikation mit den Kunden ist unverzichtbar. Daher sollten MSPs über mehrere, leicht zugängliche Kanäle verfügen, um ihre Kunden zu erreichen oder ihnen die Möglichkeit zu geben, Helptickets und Anfragen zu unterstützen. Ein benutzerfreundliches Dashboard erleichtert es, die RMM-Tools zu verwalten und effizient zusammenzuarbeiten. MSPs sollten einfach zu erreichen sein und täglich mit ihnen zusammenarbeiten, anstatt sich für Kunden, die Unterstützung benötigen, wie eine abstrakte Ressource anzufühlen.

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