Orthopädie-Spezialist Arthrex setzt auf Client-Management von Aagon

1.300 Clients mit rund 25 Applikationen zentral gemanagt

| Autor / Redakteur: Sebastian Weber / Andreas Donner

Arthrex auf dem AAOS Annual Meeting in New Orleans, LA. (American Academy of Orthopaedic Surgeons).
Arthrex auf dem AAOS Annual Meeting in New Orleans, LA. (American Academy of Orthopaedic Surgeons). (Bild: Aagon / Arthrex)

Der weltweit tätige Orthopädie-Spezialist Arthrex nutzt die Client-Management-Plattform von Aagon zur Administration von 1.300 international verteilten Arbeitsplatzstationen. Durch die damit gewonnene Flexibilität sparen die IT-Administratoren nach eigenen Einschätzungen rund 30 Prozent ihrer Arbeitszeit.

IT-technisch herrscht bei Arthrex strikte Trennung in Ost und West: Das Hauptquartier des Orthopädie-Spezialisten in Naples/Florida kümmert sich um Nord- und Südamerika, die Arthrex GmbH mit Sitz in Karlsfeld bei München betreut die elf Standorte der östlichen Firmen-Hemisphäre zwischen Spanien und Japan mit knapp 1.000 Beschäftigten.

Rund 1.300 PCs und Notebooks tun dort ihren Dienst, jeweils standardmäßig bestückt mit Windows 7 und rund 25 Anwendungen. Seit Herbst 2012 verwaltet Arthrex diesen Client-Pool mit den Client-Management-Lösungen von Aagon. Zum Einsatz kommen ACMP (Aagon Client Management Platform) zur Inventarisierung und Softwareverteilung sowie ACK (Automation Construction Kit) für die automatische Betriebssysteminstallation.

Wie viel Mühe es macht, eine derart große und verteilte Client-Landschaft stets auf dem neuesten technischen Stand zu halten, weiß Swen Tauber noch aus Zeiten ohne Inventarisierungstool. „Vor Ort mussten die Kollegen von Rechner zu Rechner laufen, die aktuellen Soft- und Hardwarestände in Excel festhalten und an uns übermitteln“, erzählt der IT-Administrator aus Karlsfeld. Das ist wenig effizient und auch fehleranfällig. Mit einer Inventarisierungssoftware hingegen kann die IT-Abteilung genau planen, wann welche Komponenten ausgetauscht werden müssen, denn sie kennt die aktuelle Ausstattung jedes einzelnen Clients mit Hardware, Betriebssystem und Anwendungen.“

Hohe Funktionsdichte, einfache Bedienung

Innerhalb der IT-Administration bei Arthrex mit ihren 22 Beschäftigten ist die Systemgruppe für alle Infrastrukturen sowie Hauptserversysteme zuständig. Zur Inventarisierung setzten die Mitarbeiter bis 2012 den Microsoft Systems Manager ein. Ein leistungsfähiges Tool, „aber wir suchten ein Werkzeug, mit dem wir mehrere Anforderungen im Client Management gleichzeitig abdecken können“, erklärt Swen Tauber, „darunter auch die Installation von Basis-Images, die wir bislang über ein drittes System organisierten.“

Drei Aufgaben sollte das neue Tool also übernehmen: Inventarisierung, Software-Deployment und ein generelles Basis-Image-Deployment, um fabrikneue Rechner einfach betanken zu können. Bei Aagon fand man alles in Einem, andere Lösungen dagegen konnten immer nur das Eine oder Andere gut. Wichtig war Arthrex insbesondere eine möglichst einfache Bedienung – für Administratoren ebenso wie für den einzelnen PC-Anwender vor Ort.

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Über Arthrex:

Im Verlaufe einer sechsmonatigen Einführungsphase passten Aagon und Arthrex die neue Lösung in enger Zusammenarbeit an die Bedürfnisse des Unternehmens an. „Der Support von Aagon war hochwertig, alles hat trotz einiger Herausforderungen gut geklappt“, so das Urteil der IT-Abteilung.

Ein Drittel Zeitersparnis

Mit ACMP kann das IT-Team alle administrativen und regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben im Rechnernetzwerk nun über so genannte Client Commands automatisieren. Für die Administratoren hat sich der Umstieg auf Aagon gelohnt, denn sie kommen heute mit weniger Arbeit zu besseren Ergebnissen, etwa bei Lizenzauswertungen. Fragt die Finanzabteilung bspw. nach, wie viele Lizenzen des Adobe Writer vorhanden sind, ist mit fünf Mausklicks in drei Minuten eine PDF-Übersicht erstellt. Früher hätte ein solcher Report deutlich mehr Zeit beansprucht.

Neben der Inventarisierung übernimmt ACMP das Software-Deployment und das Lizenzmanagement. Damit greifen alle Komponenten ineinander und sind von einer Oberfläche aus steuerbar. Integriert ist außerdem das ACK-Tool. Damit lassen sich im Basis Image modulartig einzelne Programme herauslösen und einfügen. So ist es nicht mehr wie bisher notwendig, bei Tausch eines Programms das ganze Image neu auf den Rechner zu spielen. Und Programme, die im Software Deployment angelegt werden, müssen nicht ein zweites Mal für das Basis Image erstellt werden.

Da alle Lösungen in einer Oberfläche vereint sind, greifen die IT-Administratoren also stets auf denselben Datenbestand zu. Dies macht das Client-Management-System besonders effizient. Durch die größere Flexibilität spart die IT-Administration bei Arthrex nach eigenen Einschätzungen im Vergleich zu früher nun rund 30 Prozent ihrer Arbeitszeit.

Aufwändige Verschickung von Rechnern fällt weg

ACK ist in dem Projekt zum Liebling der IT-Abteilung geworden, denn es vereinfacht die remote-Installation von Clients um ein Vielfaches. Früher mussten die Beschäftigten in einem der elf östlichen Standorte sämtliche neue Hardware verpacken und nach Karlsfeld verschiffen. Dort wurden die Rechner konfiguriert, wieder eingepackt und zurückgeschickt. Ein immenser Aufwand, wenn man allein an die Versandkosten denkt. Mit der automatischen Betriebssysteminstallation aus der Ferne via ACK funktioniert dies nun komplett vor Ort; die Arbeit der Administratoren erleichtert sich somit deutlich.

Wie in vielen verteilten Landschaften, sind PCs und Notebooks zwar auch bei Arthrex in eine Citrix-Infrastruktur eingebunden, und einzelne Programme lassen sich von der Ferne aufspielen. Jedoch ist die remote-Anbindung grafiklastiger Programme, wie sie etwa im Marketing vorkommen, im Terminal-Server-Umfeld aus Performance-Gründen zum Teil noch immer problematisch. Mussten also neue Clients installiert werden, wurden die Rechner immer wieder hin- und hergeschickt. Mit dem neuen Client Management ist dies nun nicht mehr notwendig. Deshalb besteht auch in modernen Citrix- oder Virtualisierungslandschaften durchaus Bedarf an einer Software-Deployment-Lösung, wie Aagon sie bietet, ist man bei Arthrex überzeugt.

Von der reinen Spezialistenanwendung zum hilfreichen Programm für alle

Zu rund 80 Prozent bedienen die IT-Administratoren das Client Management. Bleibt ein Fünftel des Funktionsumfangs, den auch die Anwender draußen vor Ort nutzen. Diese sind – da sie der Regel nicht IT-affin sind – stets die Achillesferse in Sachen Usability. Hier zahlt sich eine leichte Bedienbarkeit von Softwareprogrammen daher besonders aus.

Zwei Beispiele aus der Praxis verdeutlichen dies: Braucht der Vertriebskollege in Japan einen neuen Adobe Writer, besucht er – in Absprache und nach Genehmigung durch die IT-Abteilung – einfach den „Supermarkt“ von ACMP. Dies ist nichts anderes als eine im Client Management integrierte Shop-Lösung, aus der sich jeder PC-Nutzer ein neu benötigtes Programm heraussuchen kann. Der Bestellung gehen also Anfrage und Genehmigung voraus. Wird diese erteilt, bekommt der Anwender die neue Software automatisch auf seinen Client gespielt. Eine Aktion, bei der die Nutzung des Client Management klar vom Anwender in der Fachabteilung ausgeht. Die ursprüngliche „Tekki“-Software wird damit zum hilfreichen Programm für die Allgemeinheit.

Sebastian Weber
Sebastian Weber (Bild: Aagon)

Was die Betriebssysteminstallation angeht, ist ACK so aufgebaut, dass sich neue Geräte in jedem Standort installieren lassen. Der Anwender packt dafür den neuen Rechner aus, steckt das Netzwerkkabel ein und gibt in ACK seine Abteilung, Funktion und Landesgesellschaft an. Der Rest funktioniert wie von selbst: Keine zwei Stunden später hat er genau die Anwendungen in seiner Landessprache auf dem Rechner, die er für ein schnelles Weiterarbeiten benötigt. So sorgt das Client Management von Aagon letztlich für ein reibungsloseres Arbeiten in den weltweiten Niederlassungen von Arthrex.

Über den Autor

Sebastian Weber ist Product Manager bei der Aagon GmbH.

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