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Wissen statt Mythen und Märchen rund um Voice over IP

10 VoIP-Missverständnisse gründlich aufgeklärt

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Firmen zum Thema

7. IP-Telefonie ist ein Inhouse-Thema, das kann man nicht sinnvoll auslagern

Um Erfolg zu haben, müssen manche einen Frosch küssen, Bild: Pixelio/Frank Hollenbach (Archiv: Vogel Business Media)

Das stimmt so nicht: Beim Umstieg auf diese neue Technologie lässt sich durch die Wahl eines passgenauen Betreibermodells eine Menge Geld einsparen, externe Profis schon bei der Auswahl zu Rate zu ziehen, kann sich also durchaus lohnen. Und: Unternehmen, die einer möglichen Schnittstellenproblematik zwischen ihrer vorhandenen Infrastruktur (LAN, WAN) und der künftigen IP-Telefonie-Lösung von vornherein aus dem Weg gehen wollen, oder die ohnehin ihr LAN und WAN modernisieren müssen, sollten neben dem Kauf einer eigenen Anlage in Erwägung ziehen, das Management aller Komponenten an einen Netzwerk- und IT-Dienstleister auszulagern.

Im Rahmen eines solchen Modells können Unternehmen auch die komplette Kommunikationsinfrastruktur – WAN, LAN und IP-Telefonie inklusive – outsourcen und dem Dienstleister die komplette Verantwortung für den Betrieb überantworten. Für alle Fragen und Probleme gibt es dann einen einzigen Ansprechpartner und die Ende-zu-Ende-Funktionalität der gesamten Infrastruktur kann in Form von Service Level Agreements (SLA) genau definiert werden.

8. Wenn schon, denn schon: Der Umstieg auf IP-Telefonie sollte am Besten auf einen Schlag erfolgen

Bisherige Kommunikationsstrukturen schienen fest zementiert, Bild: Pixelio/HHJ (Archiv: Vogel Business Media)

Der „Greenfield“-Ansatz ist sicherlich der einfachste und eleganteste, in der Praxis aber selten realistisch. Für die meisten Unternehmen ist Flexibilität bei der Umstellung auf IP-Telefonie vordringlich, denn im Regelfall ist es gerade für größere Unternehmen nicht sinnvoll, von einem Tag auf den anderen auf IP-Telefonie umzustellen. Meist sind die Abschreibungszyklen der vorhandenen TK-Anlagen und die Laufzeiten der Wartungsverträge zu beachten.

Auch, wenn die bestehende Ausrüstung noch einige Jahre erhalten bleiben soll, lohnt der Umstieg aber in vielerlei Hinsicht: Indem die bestehende TK-Anlage an ein IP-fähiges Netzwerk angeschlossen wird, können viele der Vorteile von VoIP bereits genutzt werden. Speziell international tätige Unternehmen können auf diese Weise durch die Verlagerung ihrer Auslandsgespräche vom öffentlichen Festnetz auf das eigene Datennetz deutliche Einsparungen erzielen.

Während einer Übergangszeit sollte es daher möglich sein, herkömmliche und IP-Telefonie parallel zu betreiben. Für Unternehmen kann es sich bei einer solchen schrittweisen Migration bezahlt machen, eine „gehostete“ Variante zu wählen. Bei diesem Modell betreibt der Dienstleister die erforderliche Hardware in einem zentralen Rechenzentrum.

Von der IP-Telefonanlage bis zum Gateway ins „klassische“ Telefonnetz stellt er seinem Kunden die erforderlichen Systeme zur Verfügung und hilft damit zusätzlich Kosten zu sparen. Das Unternehmen mietet die jeweils benötigten Services nur in dem Umfang, in dem sie gerade gebraucht werden.

Werden im Laufe der Migration neue Standorte ausgerüstet oder bestehende modernisiert, können diese eine generische IPT-Ausrüstung – also IP-Telefone oder Softphones – erhalten, so dass auch VoIP-spezifische Funktionalitäten wie Unified Messaging oder Video-Telefonie an jedem Arbeitsplatz genutzt werden können.

weiter mit: 9. Die Umstellung auf IP-Telefonie liegt im Trend – aber so richtig Sparen kann ein Unternehmen damit letztlich doch gar nicht

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