Suchen

Wissen statt Mythen und Märchen rund um Voice over IP

10 VoIP-Missverständnisse gründlich aufgeklärt

Seite: 2/5

Firmen zum Thema

3. Das Ausfallrisiko ist bei VoIP höher als in klassischen Telefonnetzen

Oft wird noch die Ansicht vertreten, dass ein Internet-Anschluss ab und zu ausfallen darf, das Telefonnetz aber nicht. In vielen Firmen entspricht dies aber so oder so gar nicht mehr der Realität: Viele Firmen betreiben eine Reihe von geschäftskritischen Applikationen über das Datennetz, darunter meist ein SAP-System, produktionsnahe Applikationen und diverse Citrix-Anwendungen – und IP-Telefonie.

Würde das Netzwerk ausfallen, dann stünde der Betrieb also in vielerlei Hinsicht. Genau dieses Gefahrenszenario ist für moderne, wettbewerbsorientierte Unternehmen jedoch nicht tragbar, längst besteht auch die Möglichkeit, sich dagegen abzusichern. Hoch ausfallsichere, redundante Datennetzwerke gewährleisten Verfügbarkeiten, die je nach Anforderung des Unternehmens bis zu 99,95 Prozent (und bei Bedarf darüber hinaus) betragen können – dies entspräche einer maximal möglichen Ausfallzeit von gerade einmal fünf Minuten pro Woche.

4. VoIP-Gespräche sind unsicher

Fabelwesen haben im Halbwissen über VoIP eine neue Heimsatt gefunden, Bild: Wikipedia (Archiv: Vogel Business Media)

Dieser Trugschluss entsteht durch eine Verkettung falscher Annahmen: „VoIP = Telefonieren über das Internet, aber das Internet ist doch unsicher. Also muss auch VoIP unsicher sein.“

Doch weit gefehlt! Unternehmen vernetzen etwa Niederlassungen untereinander via VPN-Technik über gesicherte Protokolle wie IPsec. Damit können auch VoIP-Gespräche sicher übertragen werden.

Fragen der Sicherheit sollten aber bei der Anbindung von Mitarbeitern im Home Office über DSL geklärt werden. Der Zugang sollte unbedingt über eine geschützte Remote-VPN-Verbindung erfolgen. Zusätzlich ist die Absicherung der PCs oder Notebooks der Heimarbeiter über eine lokale Firewall dringend zu empfehlen.

Bei einem anderen leidigen Thema kann hingegen Entwarnung gegeben werden: Probleme durch „Spit“, wie SPAM im VoIP-Umfeld genannt wird, sind für Unternehmen nicht zu erwarten. Da die hier erwähnten IP-Telefonie-Lösungen in das Firmen-VPN eingebettet sind, sind sie vor Angriffen sicher, solange das Unternehmensnetz mit den üblichen Maßnahmen geschützt wird.

weiter mit: 5. Wer auf VoIP setzt, muss auf gewohnte Komfortfunktionen verzichten

(ID:2040627)