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9. Die Umstellung auf IP-Telefonie liegt im Trend – aber so richtig Sparen kann ein Unternehmen damit letztlich doch gar nicht

Grundsätzlich gilt: Besonders sinnvoll ist der Umstieg für ein Unternehmen, wenn es ein starkes Kommunikationsaufkommen verzeichnet. Hauptsächlich eignet sich die Lösung damit für Konzerne und Firmen mit zahlreichen Niederlassungen oder einer hohen Anzahl an Home Offices, eine dauerhafte Kostenersparnis ergibt sich vor allem dann, wenn das Unternehmen international aufgestellt ist: Für Telefonate zwischen den einzelnen, untereinander vernetzten Niederlassungen fallen keine gesonderten Gesprächskosten an, da die Gespräche durch das ohnehin vorhandene Datennetz geleitet werden.
Noch lohnender ist die Investition in VoIP in Bezug auf die Synergien, die durch eine vereinheitlichte Netz-Infrastruktur entstehen: Daten- und Telefonnetzwerk laufen nun – mit einer einheitlichen Verkabelung – über einen gemeinsamen Router und eine einzige Access-Leitung. Systempflege und Wartung, die vormals von verschiedenen Stellen ausgeführt werden musste, fallen zusammen, eine eigene TK-Anlage ist im Endeffekt nicht mehr notwendig.
Die Auslastung der einzelnen Niederlassungen lässt sich ebenfalls optimieren: Durch flexible Routing-Mechanismen können ankommende Gespräche immer dorthin weitergeleitet werden, wo gerade ein Mitarbeiter mit den benötigten Kompetenzen verfügbar ist.
10. Wer VoIP nutzt, muss dann immer umständlich über den PC telefonieren

Letztendlich liegt es an der Kommunikations-Strategie, welche Geräte zum Einsatz kommen, VoIP unterstützt dabei alle Vorlieben: Mobilgerät, Tischtelefon, Laptop mit Headset… Die Infrastruktur muss allerdings stimmen: Sollen IP-Telefone auf den Schreibtischen eingesetzt werden, muss etwa eine moderne LAN-Verkabelung vorhanden sein (mindestens CAT 5), was allerdings in den meisten Unternehmen heutzutage der Fall ist.
Kritischer wird es schon beim Blick in die Schaltschränke: Das LAN sollte auf einer geswitchten Infrastruktur basieren. Um die Stromversorgung der Endgeräte mit möglichst geringem Aufwand zu gewährleisten, sind Switches sinnvoll, die „Power over Ethernet“ unterstützen. Andernfalls muss geprüft werden, ob an allen Schreibtischen genügend Steckdosen für die Geräte vorhanden sind, da sie dann einen separaten Stromanschluss benötigen.
Insbesondere für den Einstieg in die UCC-Welt von Morgen bietet IPT die Grundlage, um weitere Funktionalitäten wie Presence oder die Erreichbarkeit unter einer einzigen Nummer zu implementieren.
Für Callcenter, die Telefongespräche fast ausschließlich in Kombination mit Arbeit am Rechner einsetzen, ist auch eine VoIP-Software auf dem PC denkbar, die die klassischen Telefonapparate ablöst.
Der Autor:
Josef Ossenbrunner ist Head of Product Consultants bei BT Germany.
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