Checkliste von Sierra Wireless

10 Anforderungen an industrielle Gateways

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Sierra Wireless zufolge gibt es zehn Punkte, die man bei industriellen Gateways (im Bild das 4G/LTE-Gateway AirLink GX450) beachten muss.
Sierra Wireless zufolge gibt es zehn Punkte, die man bei industriellen Gateways (im Bild das 4G/LTE-Gateway AirLink GX450) beachten muss. (Bild: Sierra Wireless)

Industrielle Gateways müssen so ausgestattet sein, dass sie auch in weitläufigen und entlegenen Orten einsetzbar sind – auch bei schlechter Witterung und selbst dann, wenn es dort keine flächendeckende Stromversorgung gibt. Sierra Wireless nennt zehn wichtige Eigenschaften.

Ob eine Ölpipeline, die durch das Gebirge geleitet wird, eine Brunnenanlage in der Wüste oder eine Wetterstation in großer Höhe: Dort gibt es keinen Anschluss an ein Strom- oder Telefonnetzwerk, die Temperaturunterschiede können extrem sein und für Wartungsteams sind die Gegenden schwer erreichbar. Deshalb müssen die Anwendungen besonders widerstandsfähig sein und über Jahre hinweg störungsfrei funktionieren. Gateways für die industrielle Nutzung müssen deshalb nach Ansicht von Sierra Wireless zehn Anforderungen erfüllen.

1. Konzeption für den industriellen Einsatz

Nicht alle Gateways sind robust genug für den industriellen Einsatz. Die Hardware muss gut vor Wettereinflüssen und Temperaturunterschieden geschützt werden und auf eine lange Laufzeit ausgelegt sein.

2. Betrieb mit Solarstrom

Solarstrom ist ideal für abgelegene und weitflächige Anlagen, jedoch sollte darauf geachtet werden, dass die neue Technik mit Solar-Panels, die gegebenenfalls schon vor Ort genutzt werden, kompatibel ist.

3. Schutz vor Spannungsabfällen und -ausfällen

Dieselbetriebene Kompressoren, Generatoren und andere Maschinen mit Verbrennungsmotoren versorgen elektronische Bauteile oft mit schwankender Spannung, die zu Ausfällen führen kann. Deshalb ist ein Stromausfallschutz für den reibungslosen Betrieb nötig.

4. Einsatz bei extremen Witterungsbedingungen

Wer sichergehen will, wählt am besten ein Gateway, das bei Temperaturen von -30 bis +70 °C immer noch voll funktionsfähig eingesetzt werden kann.

5. Zentrale Verwaltbarkeit

Gerade bei Anlagen, die sich über Tausende von Kilometern erstrecken, muss das System effizient von einem zentralen Punkt aus ferngewartet werden können. Dazu gehören Funktionen zur Geräteüberwachung, für Firmware-Updates und für Mehrfachänderungen.

6. Leichte Installation

Leicht und praktisch sind hier die Schlüsselworte. Neue Gateways sollten ohne Probleme in den vorhandenen Platz passen und Merkmale wie robuste Halterungen oder eine integrierte Kühlung bereits aufweisen.

7. Zertifizierte Widerstandsfähigkeit und Sicherheit

Es gibt mehrere Standards, die die Haltbarkeit von Gateways bestätigen, etwa MIL-STD 810G, IP64, SAE J1455 und die E-Kennzeichnung. Für besonders raue und schwierige Klimaverhältnisse ist Class I Div II unerlässlich.

8. Netzwerkfähigkeit

Gateways mit weitverbreiteten Ports sind leichter zu erweitern und in bereits bestehende Systeme zu integrieren. Merkmale wie RS-232 für serielle Netzwerkanbindung und Gigabit-Ethernet für lokale Kommunikation zahlen sich aus.

9. Variabler Mobilfunkeinsatz

Konfigurationen können zwischen unterschiedlichen Mobilfunkbetreibern variieren. Manche Gateways sind deshalb mit den Konfigurationen mehrerer Netzwerkbetreiber kompatibel.

10. Globaler Einsatz

2G- und 3G-Gateways können nicht mit 4G-Netzwerken kommunizieren. Jedoch können sich 4G/LTE-Gateways mit älteren Netzwerken wie 2G und 3G verbinden. Etwaige Kompatibilitätsprobleme sollten vor allem dann berücksichtigt werden, wenn eine geplante Installation Ländergrenzen überschreiten soll.

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