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Optimierung von SAN-Connectivity für VMware vSphere-Umgebungen

Workshop: Server-Virtualisierung mit Emulex-Adaptern und VMware

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One Connect Performance: MTU, Heap Size, NetQueues

Die Performance von One Connect-10GbE-Adaptern kann durch die unten beschriebenen Änderungen der Einstellungen für Maximum Transfer Unit (MTU), Heap Size und NetQueues optimiert werden.

Maximum Transfer Unit

Erhöhung der MTU zur Unterstützung von Jumbo-Frames kann bei großen Dateien den Durchsatz deutlich erhöhen und die CPU-Auslastung verringern, indem größere Datenmengen pro Paket effizient versendet werden. Das folgende Beispiel veranschaulicht, wie die MTU-Größe im vSwitch und im virtuellen Ethernet-Adapter im Gast-Betriebssystem erhöht wird.

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Um die aktuelle MTU aller vSwitches zu überprüfen (siehe: Abbildung 13), geben Sie folgenden Befehl ein:

# esxcfg-vswitch –l

Der MTU-Wert kann in einem Windows-Gastsystem für die Verwendung von Jumbo-Paketen konfiguriert werden, indem die Adaptereinstellungen wie in Abbildung 14 dargestellt gewählt werden.

Die MTU-Größe kann auch in einem Linux-Gastsystem geändert werden. Um die MTU für Jumbo-Frames mit bis zu 9000 Blöcken einzustellen, geben Sie folgenden Befehl ein:

# ifconfig eth mtu 9000

Netzwerk-Heap-Size in ESX Server

Standardmäßig belegt der Netzwerk-Stack in ESX Server 64 MB zur Pufferung von Netzwerkdaten. Sofern die Netzwerkauslastung mehr als 64 Megabyte Speicher benötigt, kann der One-Connect-Treiber keinen weiteren Speicher automatisch belegen, um die zusätzlichen Daten zu verarbeiten. Wenn dieser Fall eintritt, gibt der Treiber Meldungen in die Protokolldatei /proc/vmware/log von ESX Server aus, die besagen, dass der Aufruf „alloc_skb()“ fehlgeschlagen ist. Dies kann sich negativ auf die Netzwerk-Leistung auswirken.

Um die aktuelle Größe des Netzwerk-Heaps in ESX Server auszulesen, geben Sie folgenden Befehl ein:

# esxcfg-advcfg -j netPktHeapMaxSize netPktHeapMaxSize = 0

Der zurückgegebene Wert ist 0.

Das folgende Beispiel zeigt, wie die Heap Size auf 128 MB geändert und anschließend überprüft wird, dass die Änderung auch durchgeführt wurde (der neue Wert wird nach einem Neustart wirksam):

# esxcfg-advcfg -k 128 netPktHeapMaxSize# esxcfg-advcfg -j netPktHeapMaxSizenetPktHeapMaxSize = 128

VMware Net Queues

Net Queue ist eine Performance-Technik von VMware, die die Performance virtueller 10GbE-Umgebungen erheblich steigert. Das Tool erfordert MSI-X-Unterstützung der Server-Plattform. Diese Unterstützung kann auf einigen Systemen eingeschränkt sein. Standardmäßig ist Net Queue deaktiviert und kann in ESX Server oder mit vSphereClient aktiviert werden.

Einen Netzwerk-Queue-Interrupt mit einer CPU zu verknüpfen kann die Interrupt-Verzögerung senken, die Netzwerk-Performance der VM steigern und die CPU-Auslastung reduzieren. Um NetQueue in ESX vSphere 4.1 Server zu aktivieren, geben Sie folgende Befehle ein und starten Sie anschließend den Server neu:

  • Zur Aktivierung:

# esxcfg-advcfg -k TRUE netNetqueueEnabled

  • Zur Überprüfung:

# esxcfg-advcfg -j netNetqueueEnabled netNetqueueEnabled = TRUE

Net Queue kann ebenfalls durch die folgenden Schritte in vSphere Client aktiviert werden (siehe Abbildungen 13 und 24):

1. Klicken Sie auf „Configuration“

2. Wählen Sie „Advanced Setting“ (Erweiterte Einstellungen)

3. Wählen Sie „VMkernel“

4. Wählen Sie „VMkernel.Boot.netNetqueueEnabled“

5. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen „VMKernel.boot.netNETqueueEnabled“

weiter mit: Performance-Vorteile von Net Queue

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