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WANs und ihre vielschichtige Geschichte
Die Geschichte der WANs und die bei WANs verwendeten Verfahren und Kommunikationsprotokolle sind wesentlich vielschichtiger als die der LANs. Zu Zeiten der frühen WANs gab es praktsich keine zwei gleichen Rechner, sondern jeder Hersteller hatte eigene Modelle mit eigenen Formaten und Betriebssystemvarianten.
Im Laufe der Zeit haben sich dann zwei wichtige Grundlinien herausgearbeitet, nämlich die Rechner von IBM und deren Nachbauten sowie Rechner rund um das Betriebssystem Unix. Aber auch diese Grundlinien waren sehr grob, denn es gab alleine über ein Dutzend Firmen , die sich mit der „Nachempfindung“ von IBM-Systemen befasst haben und der Variantenreichtum bei Unix ist ohnehin Legende.
Erst in den siebziger Jahren setzte hinsichtlich der Kommunikation eine gewisse Vereinheitlichung ein, vor allem durch die herstellerabhängige Netzwerkarchtektur SNA von IBM und durch die Entwicklungen rund um das OSI-Referenzmodell. Mittlerweile kam dann auch noch die PC-Welt hinzu.
Basis-Schnittstelle X.25
Die Entwicklung von Schnittstellen für Wide Area Systeme ging aufgrund dieser Unsicherheiten schnell in die Hände von Postverwaltungen, die man heute als Carrier oder Provider bezeichnen würde. Wesentliche Normungen des CCITT haben dann schließlich in den siebziger Jahren auch dazu geführt, dass mit der Empfehlung X.25 eine einheitliche Schnittstelle für den Austausch von Datenpaketen zwischen unterschiedlichen Rechnern und auch über Netzgrenzen hinweg verfügbar wurde. X.25 hat die Welt der Datenkommunikation lange dominiert und ist erst in den letzten Jahren obsolet geworden.
Die achtziger Jahre waren auf der Telko-Seite vom Stichwort der Dienstintegration geprägt. Denn aus der Perspektive eines Betreibers ist es nicht wünschenswert, unterschiedliche Infrastrukturen zu verwalten. Man hat erkannt, dass Telefon-, Telex-, Daten- und Fernsprechnetze zusammenwachsen müssen, wenn man eine zukunftssichere Struktur haben möchte.
Hersteller von Vermittlungseinrichtungen haben das schon früh erkannt und so bald wie möglich analoge durch hybride und hybride durch rein digitale Vermittlungseinrichtungen ersetzt. Nach verschiedenen Fehlversuchen entstand die Standardisierung für das ISDN, das Integrated Services Digital Network. ISDN ist in der Lage, den grundsätzlichen Anforderungen der Betreiber zu genügen und gleichzeitig den Kunden entsprechende attraktive digitale Dienste anzubieten.
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