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Video- und Web-Konferenzen steigern die Gehirnaktivität der Mitarbeiter Wer produktive Mitarbeiter will, braucht effiziente Kommunikation

Redakteur: Ulrike Ostler

Nur 450 von 1000 Mitarbeitern sind mit ihren Kommunikations-Werkzeugen zufrieden. Das ist ein Ergbenis der zwei Studien, die Cisco WebEx zum Einsatz von Kommunikations-Tools im Büro in Auftrag gegeben. Die zweite Studie weist nach, dass die Hirnaktivität von 24 Mitarbeitern während des Video - und Web-Conferencing größer sind als bei Telefon-Konferenzen und Instant Messaging zum Beispiel.

Die Umfrage belegt, dass die Kommuikations-Werkzeuge in deutschen Unternehmen Raum für Verbsserungen lassen.
Die Umfrage belegt, dass die Kommuikations-Werkzeuge in deutschen Unternehmen Raum für Verbsserungen lassen.
( Archiv: Vogel Business Media )

E-Mail ist nach wie vor die bevorzugte Art und Weise, um Aufgaben an andere weiterzugeben. Das bekam die Untersuchung des Forschungsunternehmens Opinion Matters heraus. 38 Prozent der Arbeitnehmer sagten, dass ihnen in der vergangenen Woche Aufgaben per E-Mail delegiert wurden, während nur 33 Prozent Aufgaben mündlich erhielten. Per Telefon waren es gar nur 16 Prozent.

Opinion Matters befragte rund 1.000 Büroangestellte in Deutschland nach ihrer Zufriedenheit mit Kommunikations-Tools. Insgesamt gaben 45 Prozent an, ihre Werkzeuge seien sehr effizient. 31 Prozent hielten ihre Tools für effizient, sahen aber Verbesserungsbedarf beim Zugriff und der Integration der Kommunikations-Werkzeuge.

21 Prozent waren nur mit einigen Tools zufrieden, mit anderen jedoch nicht. 2 Prozent hielten die Werkzeuge für gar nicht effizient; ein Prozent setzte diese Tools nicht ein.

Mitarbeiter kleinerer Unternehmen tragen ihre Bürde schwerer oder nutzen einfach die schlechteren Kommunikationswerkzeuge. (Archiv: Vogel Business Media)

Dabei war die Zufriedenheit der Mitarbeiter umso geringer, je größer das jeweilige Unternehmen war: Während sich in kleinen Unternehmen, bis zehn Mitarbeiter, noch 57 Prozent und in mittleren (von 10 bis 500 Mitarbeiter) noch etwa 44 Prozent mit ihren Kommunikationstools sehr zufrieden zeigten, waren es in großen Unternehmen nur noch 39 Prozent.

Wie rege arbeitet das Gehirn?

In einer weiteren Studie zum Thema Bürokommunikation im Auftrag von Cisco WebEx untersuchte Mindlab International die Hirnaktivität von 24 Mitarbeitern während des Einsatzes der vier Kommunikationsmittel: Telefon-Konferenz, Instant Messaging, Video-Konferenz und Web-Conferencing. Dabei wurden Genauigkeit, Effizienz und Aufnahmevermögen ermittelt, basierend auf einem Bio-Feedback aus Hirnaktivität (EEG) und Hautleitfähigkeit (EDA), wobei Stresslevel und Konzentrationsvermögen gemessen wurden.

In der Mehrzahl der Fälle stellten die Forscher fest, dass im Büroumfeld visuelle Kommunikationsmittel am wirksamsten sind, darauf folgten Telefonkonferenzen und Instant Messaging. Untersucht wurden drei Arten von geschäftlichen Aufgaben, die visuelle Daten, sachbezogene und numerische Informationen sowie die Zusammenarbeit in Gruppen einbezogen.

Dabei ergab sich Folgendes:

  • Instant Messaging ist ein gutes Werkzeug für die Vermittlung einfacher numerischer Daten, sollte aber in der Gruppen-basierten Kommunikation vermieden werden.
  • Telefon-Konferenzen eignen sich gut für Daten-basierte Aufgaben, bei denen es auf Genauigkeit ankommt.
  • Video-Konferenzen konnten bei der Aufnahmefähigkeit der Teilnehmer punkten; sie eignen sich für die Zusammenarbeit in Gruppen und sind auch effizient für den Datenaustausch, allerdings nicht unbedingt bei Texten.
  • Web-Conferencing eignet sich gut für die Vermittlung von Daten und für die Zusammenarbeit innerhalb einer Gruppe, sowohl hinsichtlich Genauigkeit und Effizienz als auch des Aufnahmevermögens, weil die Teilnehmer hier Dokumente gemeinsam in Echtzeit bearbeiten können.

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