Alle Unternehmen müssen ständig einen Weg finden, mit weniger mehr zu erreichen – insbesondere in der IT. Wer es schafft, die betrieblichen Kosten zu reduzieren und gleichzeitig seine IT-Infrastruktur zu verbessern, kann daraus maximale Geschäftsvorteile erzielen. Und im Mittelpunkt dieser Bemühungen wird immer ein sicheres, schnelles und zuverlässiges Netzwerk als Ausgangsbasis stehen.
Auf Wi-Fi 6 und Multi-Gigabit-Switching sollten Unternehmen in den nächsten Monaten unbedingt ein Augenmerk legen.
Im letzten Jahr gab es eine ganze Reihe teilweise sehr spannender Ankündigungen und Trends, welche die IT-Branche nach Aussage von Unternehmen und Experten im jetzt laufenden Jahr enorm beeinflussen werden. Der entscheidende Schritt für Unternehmen ist es daher, die vielversprechendsten neuen Technologien zu selektieren und sich zeitnah und bestmöglich mit ihnen vertraut zu machen.
Die meisten Anbieter führen hierzu aufschlussreiche Webinare durch und veröffentlichen praktische Leitfäden sowie Whitepaper, um den Markt darüber zu informieren, welche innovativen Produkte sie entwickelt haben und wie diese am besten eingesetzt werden können. In der heutigen Zeit gibt es kaum noch eine Entschuldigung dafür, nicht zu verstehen, wie Unternehmen von neuen Technologien profitieren können. Und diejenigen, die hier ihrer Zeit voraus sind, werden fraglos den größten ROI erzielen.
Damit IT-Manager intelligente Entscheidungen über ihre nächsten Schritte auf diesem Gebiet treffen und sicherstellen können, dass keine Chancen verpasst werden, gilt es, sich genau zu informieren. Entscheider, die der Konkurrenz auf technologischem Gebiet voraus sein wollen, sollten deshalb aktuell insbesondere drei Schlüsselbereiche auf dem Schirm haben:
Die Vorteile von Wi-Fi 6 maximal nutzen
Netzwerkkommunikation in Unternehmen wird zunehmend ohne Kabel stattfinden. Die Datendichte nimmt – bedingt durch Videotelefonie und andere digitale Anwendungen – kontinuierlich zu. 802.11ac Wave 2 wurde 2019 noch als der nächste große Wurf im Bereich drahtloser Netzwerke gefeiert, konnte aber in unabhängigen Labortests nicht wirklich überzeugen. Die 802.11ax-Technologie – landläufig als Wi-Fi 6 bekannt – wird hingegen aufgrund seiner Verbesserungen mit hoher Wahrscheinlichkeit einer der am schnellsten verbreiteten und etablierten Standards werden. Im Idealfall ist dieser nämlich in der Lage, eine Übertragungsrate von bis zu 10 Gbps zu leisten. Ein Quantensprung, wenn man bedenkt, dass die höchste Geschwindigkeit, die heute innerhalb realer Installationen ohne Wi-Fi 6 zur Verfügung steht, rund 1,2 Gbps beträgt.
Auch wenn wir die theoretisch möglichen 10Gbps nicht vollständig erreichen werden, sind die bereits heute erreichbaren Geschwindigkeiten schon jetzt wesentlich beeindruckender als alles, was bisher möglich war. Erstmals werden drahtlose Übertragungsgeschwindigkeiten die Obergrenze des klassischen LANs mit seinem einen Gbps weit übertreffen – und sogar in Regionen von 5G vorstoßen.
Doch der Reiz von Wi-Fi 6 liegt nicht nur in seiner hohen Geschwindigkeit. Es gibt heute mehr vernetzte Geräte als jemals zuvor und die Kapazität der normalerweise vorhandenen Access Points ist inzwischen so weit ausgereizt, dass hier in Sachen Dichte ein Flaschenhals entsteht. Der neue Wireless-Standard nutzt eine ähnliche Übertragungstechnologie wie beim derzeit bekannten Mobilfunkstandard, um modernen, stark frequentierten Umgebungen gerecht zu werden, indem er mit mehreren Geräten gleichzeitig in einer viel strukturierteren Weise kommuniziert. Dafür werden Zeitschlitzverfahren genutzt, die sicherstellen, dass jeder Teilnehmer das gleich Maß an Performance erhält. Gerade für Unternehmen ein entscheidender Vorteil, bedenkt man die Vielzahl im Einsatz befindlicher Geräte – von Smartphones bis hin zu IoT-Anwendungen – die mit Wi-Fi 6 sofort viel effizienter genutzt werden könnten.
Speziell IoT-Geräte übertragen zum jetzigen Zeitpunkt zwar nur wenig Nutzdaten, benötigen jedoch innerhalb der heutigen Standards noch zu viel Übertragungszeit und bremsen somit das gesamte WLAN-Netzwerk aus. Wi-Fi 6 hilft dabei, dieses Problem erheblich zu entschärfen.
Umschalten auf Multi-Gig und Ultra PoE
Moderne Switches haben in jüngster Zeit Optimierungen erfahren, die in der vergangenen, hinsichtlich ihrer Entwicklung eher stagnierenden Dekade, kaum vorstellbar waren. So wurde gegen Ende 2019 das Multi-Gigabit-Switching zu einem Schwerpunktthema. Switches dieser Art werden zukünftig noch weiter an Relevanz gewinnen, da höhere Verbindungsgeschwindigkeiten über die bestehenden Verkabelungsinfrastrukturen ermöglichen.
Stand: 08.12.2025
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Bei Wi-Fi 6 sind die Kosten für die Implementierung eine der wichtigsten Überlegungen. Wi-Fi-6-fähige Access Points stellen keinen großen finanziellen Aufwand dar, während die Aufrüstung bestehender Datenverkabelungen auf den neuen Standard in einem Gebäude sehr teuer werden kann. Unternehmen müssen nicht nur die Kosten für die Hardware, sondern vor allem auch den Arbeitsaufwand, der mit dem Austausch der Kabel verbunden ist, berücksichtigen. Im nächsten Jahr werden mehr Unternehmen einen höheren Datendurchsatz erzielen wollen. Durch den Einsatz von Multi-Gig-Switches wird dieser Prozess viel schneller und erschwinglicher.
Außerdem verfügen viele Switches jetzt unter den Namen PoE++ oder Ultra PoE über eine 802.3bt-Power-over-Ethernet-Fähigkeit (PoE), was einen bedeutenden Fortschritt darstellt, da dieser Standard auch im ausgeschalteten Modus noch eine Leistung von 60 Watt liefert. Mit zunehmender Anzahl an PoE-Geräten – etwa Hinweisschilder oder Monitore in Konferenzräumen – die auf den Markt gebracht werden, bieten sich für Unternehmen mit PoE++ noch vielfältigere Möglichkeiten, die Verkabelung ihrer Räumlichkeiten zu überdenken.
Automatisierte Netzwerksicherheit und Datenverwaltung
Die Aufmerksamkeit der Medien rund um das Thema Netzwerksicherheit ist weiterhin groß. Es stellt sich hierbei jedoch noch immer die Frage, inwieweit viele Unternehmen tatsächlich über das Thema Bedrohungsmanagement Bescheid wissen und welche Technologien ihnen bei der Sicherung sensibler Daten helfen können. Insbesondere ressourcenarme KMUs müssen Wege finden, um die hohen Anforderungen an die Data Governance innerhalb begrenzter Budgets und Teams zu bewältigen. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) als Lösung für dieses Problem mag zwar futuristisch erscheinen, doch ist er auch für kleine Unternehmen realistischer und realisierbarer denn je geworden.
Die anfängliche Panik rund um die neue europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat nicht wirklich zu umfänglichen Verbesserungen hinsichtlich der Sicherheit in Betrieben geführt. Dabei macht es die kontinuierliche Zunahme von Cyber-Bedrohungen – von Hacking bis hin zu digitalen Lösegeldforderungen durch so genannte Ransomware – für Unternehmen zwingend erforderlich, diesem Bereich große Aufmerksamkeit zu widmen. Investitionen in fortschrittliche ATP-Lösungen (Advanced Threat Protection), die KI-, ML- und Cloud-Technologien nutzen, werden im laufenden Jahr den Unterschied zwischen florierenden und angeschlagenen Unternehmen ausmachen.
Erfolg durch Prioritätensetzung
Bei der hohen Geschwindigkeit, in der sich neue Entwicklungen vollziehen, kann für Unternehmen die Entscheidung schwierig sein, worauf sie sich zuerst konzentrieren sollen. Die Vorteile von Wi-Fi 6 sind sehr verlockend, aber ohne die entsprechenden Grundlagen wird der neue Wireless-Standard im internen Einsatz kaum beeindrucken können. Dies gilt insbesondere für Unternehmen mit einer hohen Gerätedichte, da eine geringe Kapazität der Access Points aufgrund ihrer langsamen LAN-Anbindung schnell zu einem stark limitierenden Faktor wird. Kleinere Unternehmen mit weniger angeschlossenen Geräten können sich aber bereits jetzt nach dem am besten geeigneten Access Point für ihre Wi-Fi 6-Anforderungen umsehen.
Firmen, in denen ein hohes Netzwerkaufkommen herrscht und die Anzahl der Teilnehmer, die gleichzeitig darauf zugreifen wollen, ein potenzielles Problem darstellt, müssen jedoch zunächst auf Multi-Gig-Switches umsteigen.
Kevin Drinkall.
(Bild: Zyxel)
Es macht dennoch wenig Sinn, die Geschwindigkeit oder Kapazität eines Netzwerks zu verbessern, das nicht ausreichend sicher ist. Denn Malwareangriffe und digitale Lösegeldforderungen durch Ransomware sind noch immer eine Bedrohung – die sogar zukünftig weiter zunehmen wird. Hierbei werden KMUs eher ins Visier genommen als große Unternehmen. Daher sollten Investitionen in Sicherheitslösungen absolute Priorität haben, damit Unternehmen das Jahr 2020 „sicher“ zu einem Erfolg machen können.
Über den Autor
Kevin Drinkall ist EMEA Professional Business Market Development Manager bei Zyxel.