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Definition Was ist WINS (Windows Internet Naming Service)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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WINS ist eine proprietäre und inzwischen veraltete Lösung von Microsoft, mit der sich lokale Gerätenamen in einem TCP/IP-Netzwerk registrieren und in IP-Adressen auflösen lassen. Es handelt sich um eine Umsetzung von NetBIOS over TCP/IP, die in älteren Windows-Versionen fester Bestandteil des Betriebssystems war. Inzwischen empfiehlt Microsoft, den Windows Internet Naming Service durch DNS (Domain Name System) zu ersetzen.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - stock.adobe.com)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - stock.adobe.com)

Das Akronym für Windows Internet Naming Service lautet WINS. Es handelt sich um eine von Microsoft entwickelte proprietäre Lösung, mit der sich NetBIOS-Gerätenamen und ihre IP-Adressen in einem Netzwerk dynamisch, ohne manuellen Aufwand registrieren und auflösen lassen. Die Umsetzung des Netzwerkprotokolls NetBIOS over TCP/IP ist für lokale Netzwerke vorgesehen und war lange Zeit fester Bestandteil von Windows-Betriebssystemen wie Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows NT, Windows 2000, Windows Server 2003 und neuerer Versionen. Inzwischen gilt der Windows Internet Naming Service als veraltet. Microsoft empfiehlt, ihn durch DNS (Domain Name System) zur Namensauflösung zu ersetzen. Unter Umständen kann die Nutzung von WINS in bestimmten Umgebungen mit älteren Geräten oder Anwendungen aber noch immer notwendig sein.

Die prinzipielle Funktionsweise des Windows Internet Naming Service

WINS arbeitet Client-Server-basiert. Wird ein Client mit aktiviertem WINS eingeschaltet, wendet er sich an seinen WINS-Server und teilt ihm seinen NetBIOS-Namen und seine IP-Adresse mit. Der Server hinterlegt diese Informationen in seiner Datenbank und übermittelt sie auf Anfrage anderen Clients. Durch Abmelden des Clients vom Server oder nach Ablauf der Gültigkeitsdauer, ohne dass eine Verlängerungsanfrage erfolgt ist, gibt der Server den Gerätenamen wieder frei.

Damit die Namensauflösung beim Ausfall eines Servers weiterhin zur Verfügung steht, lassen sich in größeren Netzwerkinstallationen mehrere WINS-Server als primäre und sekundäre Server betreiben, die ihren Datenbestand regelmäßig abgleichen. Der Windows Internet Naming Service verwendet zur Namensauflösung den UDP-Port 137. Die WINS-Replikation wird über den UDP-Port und TCP-Port 42 abgewickelt.

Die Nachteile des Windows Internet Naming Service

Nachteile von WINS gegenüber Services zur Namensauflösung wie DNS sind:

  • keine Abbildung von Hierarchien möglich
  • nur in lokalen Netzwerken beschränkter Größe einsetzbar
  • unter Umständen schwieriger Abgleich mehrerer Server
  • eingeschränkter Umgang mit abgelaufenen Zuordnungen von Gerätenamen und IP-Adressen
  • fehlende Unterstützung von IPv6
  • mangelnde Integration in Active Directory Domain Services

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