Server Message Block ist ein Client-Server-Kommunikationsprotokoll für lokale Netzwerke. Mithilfe des Protokolls kann ein Client auf im Netzwerk über Server bereitgestellte Dateien, Verzeichnisse, Druckservices, Schnittstellen und andere Ressourcen zugreifen. Das Protokoll liegt mittlerweile in mehreren Versionen vor. Die aktuellste Version 3.1.1 wurde mit Windows 10 veröffentlicht. Mit der freien Software Samba lässt sich SMB auf Linux-Rechnern verwenden.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Das Akronym für Server Message Block ist SMB. Es handelt sich um ein Client-Server-basiertes Kommunikationsprotokoll für lokale Netzwerke. Das Protokoll lässt sich einsetzen, um Clients Zugriff auf im Netzwerk über Server bereitgestellte und freigegebene Ressourcen wie Dateien, Verzeichnisse, Druckservices, Schnittstellen und anderes zu ermöglichen. Es kann zusammen mit Protokollen wie NetBIOS, NetBEUI, IPX oder TCP/IP verwendet werden.
Die Entwicklung des Protokolls reicht bis in die 1980er-Jahre zurück. Ursprünglich wurde Server Message Block von IBM entwickelt. Microsoft setzte das Protokoll später für MS-DOS- und Windows-Betriebssysteme ein und erweiterte dessen Funktionsumfang. Über die Jahre sind verschiedene Versionen des Kommunikationsprotokolls wie die Versionen 1.0, 2.0 und 3.0 erschienen. Die aktuellste Version 3.1.1 wurde mit Windows 10 freigegeben. Mit der freien Software Samba existiert eine Lösung, mit der sich Server Message Block auf Linux-Rechnern implementieren und nutzen lässt. Darüber hinaus findet SMB auf Unix-Rechnern und vielen NAS-Systemen Verwendung. SMB erlaubt daher eine plattformübergreifende Kommunikation.
Prinzipielle Funktionsweise von SMB
Das Kommunikationsprotokoll Server Message Block basiert auf der Client-Server-Architektur. Clients fragen Ressourcen über das Netzwerk bei einem Server an. Der Server bedient diese Anfragen und stellt die gewünschten Ressourcen wie Dateien, Verzeichnisse, Drucker oder Schnittstellen zur Verfügung. Über verschiedene Kommandos ist ein interaktiver Datenaustausch zwischen Client und Server möglich. Die SMB-Nachrichten lassen sich über verschiedene Netzprotokolle wie NetBIOS, NetBEUI, IPX oder TCP/IP übertragen. Für den Aufbau einer Verbindung direkt über TCP/IP wird der TCP-Port 445 genutzt. Nach einer erfolgreichen Client/Server-Authentifizierung beginnt der eigentliche Datenaustausch.
Versionen des Protokolls
Seit Veröffentlichung der ersten Version im Jahr 1983 wurde das Kommunikationsprotokoll mehrfach überarbeitet, angepasst und erweitert. Im Folgenden ein kurzer Überblick über die wichtigsten erschienenen Versionen.
SMBv1.0 aus dem Jahr 1983 war noch mit zahlreichen Schwachstellen versehen und wird heute von aktuellen Windows-Versionen nicht mehr unterstützt. Für die Version 1.0 wird teilweise die Bezeichnung Common Internet File System (CIFS) als Synonym verwendet.
Mit Windows Vista und Windows Server 2008 erschien im Jahr 2006 die Version SMBv2.0. Kommunikationsmöglichkeiten, Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit wurden verbessert und die Anzahl der Kommandos reduziert. Zudem erhöhte die Version durch eine neue Warteschlangenfunktion die Performance deutlich, insbesondere auch in Weitverkehrsnetzen (WANs). Die Maximalzahl der Clients, der Freigaben und der gleichzeitig offenen Dateien wurde zur Verbesserung der Skalierbarkeit erhöht.
SMBv3.0 erschien mit Windows 8 und Windows Server 2012 im Jahr 2012. Zahlreiche neue Funktionen zur Verbesserung der Performance, Verfügbarkeit, Sicherheit und Administration wie mehrere Verbindungen pro Sitzung (Multichannel), Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Failover-Mechanismen wurden eingeführt.
Die aktuelle Version SMBv3.1.1 wurde zusammen mit Windows 10 und Windows Server 2016 im Jahr 2015 veröffentlicht. Wichtige Neuerungen waren die Verbesserung der Protokollsicherheit inklusive Verschlüsselung und Integritätsprüfung auf Basis von SHA-512-Hashwerten.
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Stand: 08.12.2025
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