Matter ist ein neuer Standard, der die Interoperabilität von Smart-Home-Geräten verbessert. Ein wichtiges Ziel des Standards ist es, der zunehmenden Fragmentierung im Smart-Home-Umfeld entgegenzuwirken. Im Oktober 2022 wurde die Spezifikation Matter 1.0 veröffentlicht. Viele namhafte Hersteller aus dem Smart-Home-Bereich unterstützen den neuen Standard.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Matter ist aus dem 2019 gestarteten Projekt CHIP (Connected Home over IP) hervorgegangen. Es wurde von der Zigbee Alliance, heute die Connectivity Standards Alliance (CSA), und den Unternehmen Amazon, Apple, Comcast, Google und Samsung Smart Things ins Leben gerufen. 2021 erfolgte die Umbenennung von CHIP in Matter.
Ziel des Projekts ist es, einen neuen, offenen Standard für die Vernetzung von Smart-Home-Geräten und Smart-Home-Komponenten zu bereitzustellen und der zunehmenden Fragmentierung in der Hausautomatisierung entgegenzuwirken. Matter schafft eine herstellerübergreifende Basis für die Smart-Home-Vernetzung und macht Geräte untereinander kompatibel. Matter-kompatible Geräte funktionieren in Smart-Home-Umgebungen verschiedener Hersteller wie Apple Home, Google Home, Amazon Alexa oder Samsung SmartThings.
An dem von der Dachorganisation CSA verwalteten Projekt sind inzwischen über 300 Unternehmen beteiligt. Die CSA ist auch für die Zertifizierung von Produkten zuständig. Zertifizierte Geräte sind am Matter-Logo zu erkennen. Der Standard verfolgt einen Open-Source-Ansatz und steht unter Apache-Lizenz. Die CSA hat sich zum Ziel gesetzt, den Matter-Standard kontinuierlich weiterzuentwickeln und zweimal im Jahr eine überarbeitete Version mit Verbesserungen zu verabschieden.
Am 4. Oktober 2022 wurde Matter 1.0 veröffentlicht. Ein Monat später erfolgte der offizielle Launch des neuen Standards. Mittlerweile sind erste Matter-kompatible Geräte und Apps am Markt verfügbar. Viele große Player im Smart-Home-Bereich haben angekündigt, ihre Produkte anzupassen und Matter 1.0 zu unterstützen.
Beispiele für bereits Matter-kompatible Produkte (Stand Januar 2023) sind Samsung SmartThings Hub (3. Gen.), Ubisys Gateway G1, Aeotec SmartThings Hub, Apple TV 4K6, Apple HomePod mini6, Google Nest Hub (2. Gen.), Google Nest Mini, Innovation Matters Matter-to-DALI-Bridge, Alexa-App (Android), Apple Home-App6, Google Home-App (Android) und die Samsung SmartThings-App (Android). In Kürze werden weitere kompatible Geräte von Herstellern und Unternehmen wie WiZ, Aqara, Nanoleaf, Philips Hue, Ikea und anderen erwartet. Eine aktuelle Liste kompatibler Geräte ist auf der Internetseite des Matter-Projekts einsehbar.
Die technischen Grundlagen von Matter 1.0
Matter basiert auf IP (Internet Protocol) als Kommunikationsprotokoll und verwendet auf der Netz- und Übertragungsebene mindestens eine dieser drei kabel- oder funkbasierten Vernetzungsmöglichkeiten:
Ethernet (IEEE 802.3)
WLAN (IEEE 802.11)
Thread (IEEE 802.15.4)
Darüber hinaus ist Bluetooth Low Energy (BLE) für die Erstinbetriebnahme der Geräte einsetzbar. Bei der Erstinstallation verbindet sich die App auf dem Smartphone oder Tablet per Bluetooth mit dem Smart-Home-Gerät und überträgt die Zugangsdaten für das Heimnetz an das Endgerät. Die Einrichtung wird durch QR-Codes erleichtert, die sich mit der Smartphone-Kamera einscannen lassen.
Der Datenaustausch der Smart-Home-Geräte findet verschlüsselt und mit Gerätezertifikaten authentifiziert über das lokale Netzwerk statt. Eine Internetverbindung für die Übertragung von Steuerbefehlen ist nicht notwendig. Unabhängig davon, ist es aber weiterhin möglich, dass die Hersteller die Geräte für die Internet-Remote-Steuerung in ihre Cloud-Plattformen einbinden. Matter nutzt die Blockchain-Technologie, um die Software der Geräte manipulationssicher zu machen. Sämtliche Versionen und Veränderungen der Software von der initialen Erstellung bis zu späteren Updates sind in einer dezentralen, digitalen Blockchain transparent und jederzeit prüfbar festgehalten.
Matter-zertifizierte Geräte sind in verschiedenen Smart-Home-Ökosystemen einsetzbar und lassen sich mit unterschiedlichen smarten Assistenten oder Apps steuern. Eine Multi-Admin-Funktion sorgt dafür, dass ein gleichzeitiger Betrieb in mehreren Ökosystemen möglich ist.
Vorteile durch den neuen Smart-Home-Standard Matter 1.0
Der neue Verbindungsstandard für das Smart Home Matter 1.0 bietet zahlreiche Vorteile und macht für Verbraucher einiges einfacher. Größter Vorteil ist sicherlich die Interoperabilität bei der Vernetzung der Produkte verschiedener Hersteller. Mit Matter wird es möglich, smarte Hausautomatisierungsgeräte in verschiedenen Ökosystemen zu betreiben und mit unterschiedlichen Assistenten oder Apps zu steuern.
Stand: 08.12.2025
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Zudem erleichtert sich die Installation und Inbetriebnahme der Geräte erheblich. Zur Erstinbetriebnahme reicht das Abscannen eines QR-Codes und eine initiale Verbindungsaufnahme per Bluetooth LE. Die Unterstützung von WLAN, Ethernet und Thread sorgt für vielfältige Vernetzungsmöglichkeiten. Dank des Mesh-Prinzips von Thread sind keine zusätzlichen Repeater oder Bridges für den Aufbau und die Erweiterung des Smart-Home-Netzes notwendig. Thread arbeitet darüber hinaus sehr energieeffizient, was für batteriebetriebene Geräte von Vorteil ist.
Matter erleichtert die Auswahl und den Kauf geeigneter Smart-Home-Produkte. Matter-zertifizierte Geräte sind an einem eindeutigen Logo zu erkennen. Der Verbraucher muss sich nicht mehr auf eine bestimmte Smart-Home-Lösung festlegen, sondern kann Geräte verschiedener Hersteller mischen oder zwischen Lösungen wechseln. Die Auswahl an Produkten und Lösungen für den Anwender wird größer.
Die Matter-Zertifizierung sorgt die Einhaltung von Mindeststandards bei der Sicherheit der Vernetzung und Kommunikation. Geräte müssen sich authentifizieren. Die Datenübertragung findet nur verschlüsselt statt und die Manipulation der Software wird durch die Blockchain-Technologie verhindert.
Weitere Vorteile des Matter-Standards sind:
Geräte kommunizieren über das lokale Netzwerk und sind unabhängig vom Internet einsetzbar (kein Cloud-Zwang)
keine herstellerspezifischen Apps für die Einrichtung mehr notwendig
zum Teil werden existierende Produkte per Softwareupdate kompatibel zu Matter 1.0, was einen Hardwareaustausch überflüssig macht