Das Client-Server-Modell ist ein Architekturkonzept zur Verteilung von Diensten und Aufgaben in einem Netzwerk. Dienste werden von Servern bereitgestellt und können von Clients genutzt werden. Typische Anwendungen des Client-Server-Modells in IP-Netzwerken sind der Zugriff auf Webseiten per HTTP, das Laden von Dateien per FTP oder die Abwicklung des E-Mail-Verkehrs per SNMP.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Das Client-Server-Modell ist eines der am häufigsten angewandten Konzepte zur Verteilung von Aufgaben und Diensten in einem Netzwerk. Auf die von Servern bereitgestellten Dienste greifen ein oder mehrere Clients zu. In TCP/IP-Netzwerken werden viele Anwendungen auf Basis des Client-Server-Modells betrieben.
Typische Anwendungen sind die Abwicklung des E-Mail-Verkehrs, der Zugriff auf Internetseiten eines Webservers, das Transferieren von Dateien oder das Auflösen von Domainnamen im Domain Name System (DNS). Protokolle wie FTP (File Transfer Protokoll), HTTP (Hypertext Transfer Protocol) oder SNMP (Simple Network Management Protocol) regeln den Ablauf der Kommunikation und den Informationsaustausch zwischen dem Client und dem Server.
Neben dem Client-Server-Modell existieren weitere Architekturkonzepte wie das Peer-to-Peer-Modell oder das Master-Slave-Modell. Soll der Dienst eines Servers in Anspruch genommen werden, geht die Initiative für die Anforderung des Services immer vom Client aus. Der Server ist in Bereitschaft und beantwortet die Anfragen der Clients.
Oft sind auf einem Hardware-System mehrere Server-Programme gleichzeitig installiert und aktiv. Deshalb werden die Rechner selbst oft als Server bezeichnet. Rechner wie Desktop-Computer, die hauptsächlich Clientfunktionen ausführen, werden analog dazu Clients genannt. Die Begriffe Server und Client sind nach dem Client-Server-Modell jedoch nicht für physische Hardwaresysteme zu verwenden, sondern beziehen sich auf die logische Funktion eines Programms. Auf einem Rechner können sowohl Client- als auch Server-Programme implementiert sein.
Typische Merkmale des Client-Server-Modells
Typische Merkmale des Client-Server-Modells sind:
Verteilung unterschiedlicher Aufgaben auf Client und Server
Server stellen Dienste bereit
Clients fragen Dienste bei Servern an
Regelung der Kommunikation und des Informationsaustauschs zwischen Client und Server über Protokolle
Server bedienen ein oder mehrere Clients
Server- und Clientfunktionen oder -aufgaben sind nicht an eine physische Hardware gebunden
physische Rechner können sowohl Client- als auch Serveraufgaben ausführen
Initiative zur Interaktion geht immer vom Client aus
Definition von Server und Client
Zum besseren Verständnis des Client-Server-Modells im Folgenden genauere Definitionen von Client und Server. Wichtig zu verstehen ist, dass die Begriffe Client und Server keine Hardware, sondern Rollen beschreiben.
Aufgabe der Server-Rolle ist es, einen bestimmten Dienst lokal oder über das Netzwerk bereitzustellen. Der Server nimmt Anfragen von Clients diesen Dienst betreffend entgegen, verarbeitet sie und sendet die Antwort an die Clients zurück. Ein Server kann viele verschiedene Clients bedienen
Der Client fragt einen bestimmten Dienst beim dafür zuständigen Server an. Die Initiative für die Kommunikation geht immer vom Client aus. Er formuliert die Anfrage, sendet sie lokal oder über das Netzwerk an den Server und interpretiert die erhaltene Antwort. Ein Client kann bei Bedarf mit verschiedenen Servern kommunizieren. Client-Programme interagieren häufig über User-Schnittstellen mit den Anwendern.
Typische Client/Server-Anwendungen und -Protokolle
Viele IT-Anwendungen basieren auf dem Client-Server-Modell. Clients nutzen bestimmte Anwendungen oder Daten, die von einem Anwendungsserver oder Datenbankserver zur Verfügung gestellt werden.
Zahlreiche Anwendungen und Protokolle in TCP/IP-Netzwerken wie im Internet nutzen das Client-Server-Modell. Eine der bekanntesten Anwendungen ist das Surfen im World Wide Web (WWW). Clients (Webbrowser) fragen die Inhalte bestimmter Internetseiten bei einem Webserver an. Die Kommunikation findet per HTTP oder HTTPS statt. Der Webbrowser stellt die HTTP- oder HTTPS-Anfragen an einen Webserver, der im Netz über seine IP-Adresse erreichbar ist. Der Webserver nimmt die Anfragen entgegen, verarbeitet sie und liefert die gewünschte Internetseite mit ihren Inhalten aus. Im Webbrowser werden die HTTP- oder HTTPS-Antworten verarbeitet und dem Anwender als grafische Inhalte dargestellt.
Weitere typische Client/Server-Anwendungen und -Protokolle im TCP/IP-Umfeld sind der Dateitransfer per FTP, die Abwicklung des E-Mail-Verkehrs per SMTP, POP3 oder IMAP, das Drucken von Dokumenten über Print-Server, die Auflösung von Domainnamen im DNS, die Abfrage von Verzeichnisdiensten per LDAP (Lightweight Directory Access Protocol), die Anzeige von Nachrichten per NNTP (Network News Transfer Protocol), die Abfrage der Zeit eines Zeitservers per NTP (Network Time Protocol), die Realisierung von VPNs über einen VPN-Server und viele mehr.
Alternative Architekturmodelle
Neben dem Client-Server-Modell existieren zur Verteilung von Aufgaben und Bereitstellung von Services in IT-Umgebungen weitere Architekturmodelle wie das Peer-to-Peer-Modell oder das Master-Slave-Modell. Im Vergleich zum Client-Server-Modell erfüllt ein Peer-Programm im Peer-to-Peer-Modell gleichzeitig Server- und Client-Aufgaben. Die Peers sind untereinander grundsätzlich gleichberechtigt. Im Master-Slave-Modell übernimmt ein Master die führende Rolle für alle Slaves. Der Master erteilt den Slaves das Recht, auf gemeinsame Ressourcen zuzugreifen. Die Initiative für eine Anfrage kann nicht vom Slave ausgehen. Er muss warten, bis er die Erlaubnis zur Kommunikation vom Master erhält.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Vor- und Nachteile des Client-Server-Modells
Vorteile des Client-Server-Modells sind:
zentrale Verwaltung der Services und Ressourcen sowie zentrale Datenhaltung
sicheres zentrales Management der Zugriffsrechte
ein Server kann viele Clients bedienen
Server lassen sich per Netzwerk standortunabhängig bereitstellen
Als Nachteile lassen sich aufführen:
der Ausfall eines Servers sorgt für einen generellen Dienstausfall – für kritische Dienste müssen Redundanzen bereitgestellt werden
Server müssen mit genügend Bandbreite und Ressourcen ausgestattet sein, um alle Clients zu bedienen
Ressourcenengpässe des Servers verlangsamen die Antworten für alle Clients
der Betrieb und die Bereitstellung eines Servers ist mit erhöhtem zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden und erfordert spezifisches Know-how