Mit „Employee‘s Choice“ und Apple-Devices um junge Fachkräfte werben

Warum sich teures Mitarbeiter-Equipment lohnt

| Autor / Redakteur: Julia Markovic / Andreas Donner

Obwohl Apple-Geräte in der Anschaffung teuer sind, kann sich ihr Einsatz im Unternehmen lohnen – auch finanziell!
Obwohl Apple-Geräte in der Anschaffung teuer sind, kann sich ihr Einsatz im Unternehmen lohnen – auch finanziell! (Bild: © Мирослав Гордійчук / Roman Drits - stock.adobe.com)

Während Mac-Produkte früher eher den „Kreativen“ vorbehalten waren, sind sie mittlerweile für alle Business-Bereiche attraktiv. Junge Talente und Mitarbeiter stellen an ihre Arbeitgeber sogar zunehmend die Anforderung, solche Devices bereitzustellen. Nur, wenn Unternehmen dies umsetzen, können sie sich im Wettstreit um die besten Fachkräfte als attraktiver Arbeitgeber positionieren.

Mitarbeiter von heute erwarten von ihrem Arbeitgeber neben vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten, flexiblen Arbeitszeiten und einer entsprechenden Work-Life-Balance auch eine moderne Arbeitsplatzausstattung sowie eine freie Wahl der Arbeitsgeräte. Insbesondere die junge Generation ist mit Internet, Suchmaschine sowie Facebook und Co. groß geworden und hat die Vorteile von iPhone und iPad, iMac und MacBook kennen, schätzen und lieben gelernt. Viele dieser Mitarbeiter sind es bereits von der Universität gewohnt, mit dem Mac zu arbeiten, und gerade technikaffine Berufsgruppen wollen auch in Zukunft nicht darauf verzichten. So sind beispielsweise Entwickler längst zu einer großen und wichtigen Nutzergruppe für Macs geworden.

Intuitiv nutzbare Geräte

Der Grund liegt vor allem in den Anforderungen, die Mitarbeiter heute an ihre Arbeitsgeräte stellen: Ihre Nutzung soll Spaß machen. Dabei wollen sie sich nicht detailliert mit der Technik beschäftigen, sondern einfach Anwendungen erhalten, die sofort einsetzbar sind. Hinzu kommt der zunehmende „Private for Future“-Trend. So hat Besitztum bei jungen Menschen längst nicht mehr den Stellenwert, wie dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Das zeigt sich beispielsweise im Car-Sharing, bei dem sich vor allem in deutschen Großstädten mehrere Menschen Autos teilen, statt ein eigenes Fahrzeug zu besitzen. Das wiederum hat zur Folge, dass Mitarbeiter den Firmenwagen längst nicht mehr als Kriterium bei der Arbeitsplatzwahl sehen. Vielmehr sind die Arbeitsplatzausstattung und die freie Wahl der Devices wichtige Aspekte.

Apple-Welt bietet viele Vorteile

Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, auch Apple-Hardware zu nutzen, spielt beim Kampf um die Fachkräfte also eine ganz entscheidende Rolle. Die Apple-Welt bietet aber auch für Unternehmen eine ganze Reihe von Vorteilen:

Lifecycle-Kosten: Generell sollten Unternehmen niemals nur die Investitionskosten für einzelne Hardware betrachten, sondern den gesamten Lifecycle. Und hier zeigen Erfahrungswerte, dass Mac- und iOS-Systeme deutlich weniger Support erfordern. Das liegt zum einen an der geringeren Ausfallrate, zum anderen aber auch daran, dass sich oftmals die Community bei einer Problemlösung gegenseitig unterstützt. Und das nicht nur jobseitig, sondern auch privat. Außerdem herrscht bei Mac-Usern ein höheres Selbstverständnis, online nach Lösungen zu suchen. Eine Betrachtung des gesamten Lebenszyklus – von der Anschaffung bis zum Austausch – eines Gerätes zeigt dann häufig, dass Apple-Geräte längst nicht so teuer sind, wie ihr Ruf vermuten lässt. Grund ist der hohe Restwert, der – zusammen mit den geringeren Supportkosten – Apple-Geräte sogar zu einer insgesamt günstigeren Alternative bei der Arbeitsplatzausrüstung machen kann.

Geräte-Management: Das Management der Macs ist relativ einfach. Es ist dem Management von iOS-Geräten sogar sehr ähnlich. Zudem vereinen Hersteller wie Microsoft und Jamf das Beste aus beiden Welten und synchronisieren Bestandsdaten plus Identitäten zwischen den Verwaltungssystemen. Auch dank der Integration mit Azure Active Directory ist so für Mac-Nutzer der Zugriff auf Unternehmensressourcen genauso möglich und abgesichert wie für Windows-Benutzer.

Enterprise-Apps: Anwendungen sind häufig ein Knackpunkt, wenn es darum geht, die Apple-Geräte fit für den geschäftlichen Einsatz zu machen. Entwickler stellen im AppStore die Applikationen bereit, die Nutzer wünschen und häufig herunterladen. Heute sind Business-Apps längst die zweitgrößte Kategorie – hinter Spiele-Apps. Gleichzeitig ist die Akzeptanz dieser Plattform ausgesprochen hoch. Längst stellen alle großen Hersteller ihre Software auch nativ für den Mac bereit.

Nach einer Umstellung verzichten viele der neuen Mac-User jedoch auch auf eine Reihe ihrer Apps, weil sie bereit sind, Wege zu finden, wie sie auch ohne auskommen. Dieses Phänomen beobachten Unternehmen immer wieder. Was vorher noch genutzt wurde, weil es einfach Gewohnheit war, ist dann nicht mehr so wichtig. Einzelne Applikationen verlieren so ihren Stellenwert. Daher bietet ein Wechsel auf den Mac für Unternehmen durchaus auch die Chance, die Anzahl ihrer Applikationen zu reduzieren.

Mac ist nicht gleich PC

Es wird auch künftig immer Nutzer geben, die lieber auf einem PC arbeiten. Auch Anwender, die auf bestimmte Applikationen angewiesen sind, die es auf dem Mac nicht gibt, werden diesen nicht nutzen. Im Rahmen eines „Employee Choice“-Ansatzes sollten Unternehmen daher ihren Mitarbeitern freie Wahl lassen. Es ist keine Lösung, Macs nach dem Gießkannenprinzip zwangsweise für alle auszurollen. Vielmehr gilt es festzulegen, zu welchem Working Style besser ein Mac oder ein PC passt. Auf Grundlage von definierten Voraussetzungen lässt sich der Nutzerkreis zielführend beschränken.

Um Apple-Lösungen im Unternehmen bereitzustellen, ist allerdings ein generelles Umdenken erforderlich. Nur, wenn das Management hinter der Umstellung steht, lassen sich solche Projekte erfolgreich umsetzen.

Darüber hinaus ist auch ein gewisses Mac-Know-how notwendig, das in vielen Unternehmen bislang nicht existiert. IT-Dienstleister unterstützen jedoch bei einem professionellen, anwenderzentrierten Systemmanagement – von der Konfiguration der Endgeräte mit detaillierten Profilen bis hin zu einer nachvollziehbaren Applikationsverwaltung. Computacenter bspw. berät Organisationen hinsichtlich ihrer IT-Strategie, implementiert die am besten geeigneten Apple-Technologien und optimiert die Performance. Dabei geht der IT-Dienstleister in drei Phasen vor.

Einführung in drei Phasen

Im ersten Schritt steht ein umfassender Knowledge-Transfer im Mittelpunkt. Dabei werden alle Apple-spezifischen Themen erläutert, beispielsweise das Zero-Touch-Deployment. Dieses bietet die Möglichkeit, Geräte direkt an Kunden auszuliefern, ohne dass diese im Vorfeld konfiguriert wurden. Die Basis hierfür bildet unter anderem der Apple Business Manager. Daher erläutert der IT-Dienstleister im Vorfeld umfassend dessen Funktionalitäten und welche Voraussetzung für die Nutzung zu erfüllen sind. In dieser Phase erhalten Kunden auch das Servicepaket „EasyPOC“, das aus Standard-Client sowie -Managementsystem besteht. Dank der Cloud lässt sich dieser Proof-of-Concept (POC) innerhalb von fünf Tagen bereitstellen. Er wird anschließend von einer ausgewählten Nutzergruppe umfassend getestet. Gemeinsam mit Apple durchleuchtet der IT-Dienstleister den Reifegrad zur Integration beim Kunden und erstellt darauf aufbauend Empfehlungen und einen Plan hinsichtlich der Vorgehensweise.

In der Establish-Phase wird der Apple-Rechner in einer größeren Runde nochmals getestet. Dann erfolgt die Integration des gesamten Client-Managements, wobei bestimmte Security-Anforderungen berücksichtigt und umgesetzt werden. Zu diesem Schritt gehören Lifecycle-Services und die künftige Bereitstellung der Hardware – bestenfalls in einem Shop, auf den die Anwender einfach zugreifen und sich ihre gewünschten Produkte auswählen können. Gleichzeitig wird in dieser Phase auch der Support vorbereitet, sodass im nächsten Schritt eine reibungslose Implementierung erfolgen kann.

In der dritten Phase erfolgt der Rollout an die größte Mitarbeitergruppe. Neben Mitarbeiterschulungen dient unter anderem auch ein Adoption Portal dazu, den Anwendern den Einstieg und auch die Weiterentwicklung rund um die Apple-Lösungen zu erleichtern.

Julia Markovic.
Julia Markovic. (Bild: Guido Thater / Computacenter)

Mitarbeitern die Wahl lassen

Mit der richtigen Herangehensweise und der Unterstützung durch erfahrene IT-Dienstleister können alle Unternehmen von den Vorteilen der Apple-Welt profitieren. Der zeitliche Rahmen für die Umsetzung hängt stark vom Unternehmen und den Rahmenbedingungen ab. In der Regel sollten für den gesamten Einführungsprozess etwa sechs Monate eingeplant werden. Auch wenn sicherlich nicht alle Mitarbeiter einen Mac einsetzen möchten, so haben sie im Rahmen von „Employee‘s Choice“ in jedem Fall die Wahl. Und das trägt entscheidend dazu bei, sich im Zeitalter des Fachkräftemangels als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

Über die Autorin

Julia Markovic ist Apple Practice Lead Deutschland bei Computacenter.

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