Hochverfügbarkeit per SD-WAN

WAN-Verfügbarkeit: höchste Priorität für Cloud-Nutzer

| Autor / Redakteur: Zeus Kerravala / Andreas Donner

Hochverfügbarkeit ist bei Cloud-First-Strategien essenziell und sollte bei 99,999 Prozent liegen.
Hochverfügbarkeit ist bei Cloud-First-Strategien essenziell und sollte bei 99,999 Prozent liegen. (Bild: © – magele-picture – stock.adobe.com)

Unternehmen, die verstärkt Cloud-Services einsetzen, benötigen eine ausfallsichere WAN-Infrastruktur mit einer Verfügbarkeit von 99,999 Prozent – in unternehmensweiten Netzen ein auf den ersten Blick schwer zu erreichendes Ziel. Doch es gibt eine Lösung, und die heißt SD-WAN.

„Cloud First“ heißt die Devise in immer mehr Unternehmen. IDC beispielsweise geht davon aus, dass Ende 2018 mehr als 84 Prozent der Unternehmen in Deutschland Cloud-Services nutzen werden, 42 Prozent davon in umfassendem Maße. Nur neun Prozent der befragten Unternehmen haben noch keine Cloud-Strategie definiert. Dass die Cloud immer attraktiver wird, ist kein Wunder. Denn heute kann ein Unternehmen fast alle IT-Services von Cloud-Service-Providern beziehen, von Rechenleistung über Storage-Kapazitäten und Unified-Communications-Lösungen bis hin zu Officepaketen und Software-Entwicklungsplattformen.

Dadurch kommt jedoch ein Faktor ins Spiel, den selbst manche IT-Abteilung zunächst nicht „auf dem Radar“ hat: die Anbindung an Cloud-Rechenzentren über Wide Area Networks (WANs). Je stärker ein Unternehmen Cloud-Services einsetzt, desto höher muss die Verfügbarkeit von WAN-Leitungen und lokalen Netzwerkverbindungen (LAN) sein. Am besten sollte sie bei 99,999 Prozent liegen.

Keine Kompromisse eingehen

Diese „Five Nines“ sind ein sportiver Wert, auch und gerade in unternehmensweiten Netzen. Doch er lässt sich erreichen – mithilfe von Software-Defined WANs. Denn diese Technologie stellt beispielsweise Funktionen wie eine dynamische Pfadkontrolle (DPC) bereit. Sie behält die aktiven Verbindungen eines SD-WAN im Auge. Fällt der primäre Link aus, schaltet die DPC in weniger als einer Sekunde auf eine Reserveverbindung um. In einer klassischen Aktiv-Passiv-Konfiguration mit einem passiven Ersatzlink kann das mehrere Minuten dauern.

Eine hohe Verfügbarkeit hängt jedoch von weiteren Faktoren ab. Dazu zählt die Netzwerkhardware, vor allem die in Außenstellen. Stand der Dinge war viele Jahre lang, dass in Niederlassungen zwei Router implementiert wurden. Sie verwendeten Protokolle wie VRRP (Virtual Router Redundancy Protocol) oder HSRP (Hot Standby Router Protocol), um ein ausfallsicheres „Routerpärchen“ aufzusetzen. Der Nachteil: Beide Systeme müssen separat konfiguriert werden. Zudem sind redundante WAN-Dienste, inklusive unterschiedlicher IP-Adressen, erforderlich, um eine aktiven und einen passiven (Reserve-)Router zu konfigurieren.

Der bessere Weg: ein SD-WAN-Cluster

Doch es geht auch anders und vor allem einfacher. SD-WAN-Lösungen wie etwa Silver Peak Unity EdgeConnect ermöglichen es, in einem Arbeitsgang ein ausfallsicheres Active-Active-SD-WAN-Cluster einzurichten – und dies ohne redundante WAN-Services und mehrere IP-Adressräume. Es liegt auf der Hand, dass IT- und Netzwerkadministratoren eine solche Lösung bevorzugen, als mühselig zig Router von Hand einzurichten.

Hinzu kommt, dass ein SD-WAN-Cluster eine Verfügbarkeit von 99,999 Prozent aufweist. Überlange Kaffeepausen, weil das Weitverkehrsnetz nicht funktioniert und kein Zugriff auf Applikationen möglich ist, gehören damit in Niederlassungen der Vergangenheit an.

Platzsparende Alternative: SD-WAN-Management aus der Cloud

Wenn es in einer Niederlassung oder der Firmenzentrale eng zugeht, ist ein Cluster allerdings unter Umständen nicht der passende Ansatz, um ein SD-WAN zu verwalten. In diesem Fall bietet es sich an, die Hochverfügbarkeitsfunktionen eines SD-WANs via Cloud zu steuern. Eine solche Lösung stellt Silver Peak mit Unity Orchestrator as a Service bereit.

Unity Orchestrator ist eine Managementsoftware, mit der Nutzer den gesamten Datenverkehr steuern können, der durch ein SD-WAN von Silver Peak läuft. In der Cloud erhält jeder User einen eigenen Container, der von denen anderer Unternehmen abgeschottet ist. Dadurch benötigt ein Unternehmen keine Server und Storage-Systeme vor Ort mehr, um das SD-WAN zu „orchestrieren“. Mithilfe der Software lassen sich auch die Hochverfügbarkeitsfunktionen konfigurieren – an allen Standorten, an denen ein softwarebasiertes Weitverkehrsnetz im Einsatz ist.

Zeus Kerravala.
Zeus Kerravala. (Bild: ZK Research)

Kurzum, es gibt keinen Grund mehr, die Implementierung einer ausfallsicheren WAN-Infrastruktur mit einer Verfügbarkeit von „Five Nines“ auf die lange Bank zu schieben. Denn die entsprechenden Lösungen sind vorhanden, etwa Silver Peaks Unity Orchestrator und die SD-WAN-Lösung UnityEdge Connect – und sie lassen sich so intuitiv bedienen, dass es fast schon Spaß macht, ein hochverfügbares SD-WAN einzurichten.

Über den Autor

Zeus Kerravala ist Gründer und Principal Analyst des Beratungshauses ZK Research. Er verfasst u.a. Artikel für WAN Speak, einen Blog von Silver Peak.

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