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Zentralisierung, Kostenreduktion und Compliance
Stefan Volmari, Product Marketing Manager bei Citrix Systems, sieht neben der mit einer WAN-Optimierung zu realisierenden immer gleichen und standortunabhängigen User-Experience aber auch noch wesentliche andere Aspekte für optimierte Weitverkehrsnetze: vernünftige Kostenstrukturen. „Bei uns gilt es daher immer auch, die notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen, die mit einer WAN-Optimierung stets einhergehen, nicht aus den Augen zu lassen. Stichworte sind hier Zentralisierung und Virtualisierung – und die damit verbundenen Einsparungspotenziale.“
Und so ist es aus Sicht von Citrix Systems immens wichtig, immer beide Seiten zu betrachten und zu optimieren: das Netzwerk und die Applikation. „Speziell bei geschäftskritischen Applikationen raten wir unseren Kunden stets zur Zentralisierung, da dies in den meisten Fällen Optimierungsansätze für die Kostenreduktion bietet“, ergänzt Volmari.
Duetsch erkennt in puncto Zentralisierung zwar durchaus auch positive Auswirkungen auf das Thema Wide Area Networking, sieht aber auch Nachteile in der Zentralisierung und macht den Grund für die derzeit massiv stattfindenden Zentralisierungsbemühungen daher auch an anderer Stelle fest: „Der Hauptantrieb für Zentralisierung ist nicht nur die damit möglicherweise erzielbare Kostensenkung, sondern die Einhaltung von Compliance-Regularien, für die Zentralisierung oft der einzig gangbare Weg ist. Speziell das deutsche GmbH-Recht – hier haften die Gesellschafter bei Verfehlungen mit ihrem Privatvermögen – treibt beispielsweise die Leute an!“
Martin Walzer, Technical Manager bei Blue Coat Systems, meint dagegen: „Gerade durch Zentralisierung schafft man sich im WAN-Bereich oft Probleme, die man ohne Zentralisierung gar nicht hätte. Primär steht daher für Blue Coat Systems unabhängig vom Datenhaltungs-Konzept immer im Fokus, die WAN-Strecke so frei zu halten, dass weder im einen noch im anderen Fall Probleme entstehen.“
Fazit
Doch ungeachtet dessen, ob ein Kunde ein Zentralisierungskonzept mit Thin Clients oder eine dezentrale IT mit Fat Clients betreibt, Probleme gibt es auf heutigen WAN-Strecken immer. Und das unabhängig davon, ob – wie in Europa – ausreichend Brutto-Bandbreite zur Verfügung steht, oder ob man sich – wie in Südafrika, der Türkei oder in China – mit schmalen Leitungen und Bandbreiten zwischen 64 kbps und 2 Mbps begnügen muss.
Welche WAN-Optimierungslösung im Einzelfall die beste ist, hängt von vielen Faktoren ab und kann nur im direkten Dialog mit Anbietern, Consultants und Herstellern geklärt werden. Doch einen Aspekt unterstreichen alle Diskussionsteilnehmer: nur wenn die Themen Wide Area Networking und WAN-Optimierung strategisch betrachtet und ebenso angepackt werden, lassen sich langfristig große Erfolge mit dieser Technik erzielen. Mehr noch: Firmen- und IT-Chefs, die sich des Themas auch in Zukunft nicht strategisch annehmen, sondern weiterhin nur ein reines Fire-Fighting bei auftretenden Problemen betreiben, setzen über kurz oder lang den Erfolg ihres Unternehmens aufs Spiel!
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