Wer auf IP-Telefonie setzt und seine Telefone oder Telefonanlage mit dem Internet verbunden hat, stößt häufig auf Probleme bei Verbindungen und der Sprachqualität. Wir geben einige Tipps, wie sich häufige Fehler finden und beheben lassen.
Wenn Voice over IP nicht funktioniert, liegen die Gründe dafür oft im Netzwerk oder an diversen Einstellungen.
Fehler beim Einsatz von VoIP/SIP können an verschiedenen Stellen auftreten. Gelingt bereits der Gesprächsaufbau nicht, kommt es zu keinem erfolgreichen Routing des Anrufs vom Anbieter zum entsprechenden Telefon. Hier müssen teilweise Einstellungen auf der Firewall überprüft werden, oder Weiterleitungen von Ports eingerichtet werden.
Ist die Sprachqualität schlecht, können andere Probleme vorliegen, für die es wiederum andere Ansätze gibt.
Kommt es nicht zum erfolgreichen Verbindungsaufbau, weil zum Beispiel ein interner VoIP-/SIP-Server keine Verbindung zum Internet aufbauen kann, liegt dies unter Umständen an fehlerhaften Einstellungen der Firewall oder an fehlenden Routingeinstellungen. Hierbei spielen häufig die Ports TCP/UDP 5060-5061 eine wichtige Rolle. Dabei handelt es sich um die SIP-Ports, die standardmäßig von vielen Lösungen und Servern genutzt werden. Die Ports müssen in der Firewall oder dem Router an das Endgerät weitergeleitet werden, an dem die SIP-Telefone angeschlossen sind.
Die Ports lassen sich auf dem Server natürlich entsprechend anpassen. Wichtig ist, dass Komponenten im Internet und im internen Netzwerk, über die konfigurierten Ports auch kommunizieren dürfen. Sobald der Verbindungsaufbau durchgeführt wurde, werden die Sprachdaten per RTP zum VoIP-Endgerät weitergeleitet. Meistens werden hierfür mehrere Ports genutzt. Auch diese Port-Range muss entsprechend auf dem Endgerät ankommen und daher in der Weiterleitung auf der Firewall und dem Router eingerichtet werden.
Generell ist es wichtig, dass der RTP-Port und der SIP-Port an das entsprechende Telefon oder den VoIP-/SIP-Server weitergeleitet werden. Kommt es zu keinem Verbindungsaufbau, sollte daher überprüft werden, welcher RTP- und welcher SIP-Port genutzt werden. Diese Ports müssen in der Firewall freigeschaltet und auch an den entsprechenden Server oder an das Telefon weitergeleitet werden. Welche Ports verwendet werden, kann in den Einstellungen des entsprechenden Gerätes oder beim Anbieter überprüft werden.
Ohne eine korrekte Weiterleitung von SIP- und RTP-Daten mit den richtigen Ports, funktioniert der Verbindungsaufbau nicht.
Namensauflösung und richtige Server nutzen
Neben der Weiterleitung der richtigen Ports, spielen natürlich auch die Anmeldedaten eine wichtige Rolle. Erfolgt die Anmeldung einer Rufnummer oder eines SIP-Gerätes an einem Gerät im Internet, oder an einem Server im internen Netzwerk, müssen natürlich der Benutzername und das Kennwort stimmen. Sind diese Daten richtig, spielen im Falle von VoIP aber auch der Registrar und der eingesetzte Proxy-Server eine wichtige Rolle.
Manche Anbieter setzen darüber hinaus auf STUN-Server (Simple Traversal of User Datagram Protocol [UDP] Through Network Address Translators). Diese Server ermöglichen Geräten hinter einer Firewall die Kommunikation mit einem VoIP-Anbieter, der sich im Internet befindet. Der Server hilft dabei, die Ports und den Datenverkehr zu koordinieren. Nicht alle Anbieter setzen jedoch auf STUN-Server. Kommt STUN zum Einsatz, ist es natürlich wichtig, hier die richtigen Servernamen und IP-Adressen zu nutzen.
Wird mit Servernamen gearbeitet, spielt die Namensauflösung eine wichtige Rolle. Es sollte also darauf geachtet werden, ob die verwendeten Servernamen im Netzwerk auch aufgelöst werden können. Dabei spielt die IP-Adresse des Endgerätes und der verwendete DNS-Server eine Rolle. Dieser muss dazu in der Lage sein, die Namen der Server aufzulösen. Bei fehlerhaften Verbindungen sollte also stets auch die Namensauflösung überprüft werden.
Werden Gespräche zwar aufgebaut, brechen dann aber regelmäßig ab oder haben eine schlechte Sprachqualität, kann es auch an Netzwerkproblemen zwischen dem Endgerät und dem Server oder generell mit dem Internet liegen. Hier sollte zunächst mit „ping <Server im Internet>“ sichergestellt werden, ob die Verbindung dauerhaft stabil ist und es keine Paketverluste gibt. Für diesen Ping-Test kann auch der Servername verwendet werden, was gleichzeitig die Namensauflösung testet. Oft werden Ping-Pakete von Firewalls oder Endgeräte aber verworfen. In diesem Fall ist zumindest eine Messung der Internetverbindung bei Breitbandmessung.de sinnvoll. Der Dienst wird von der Bundesnetzagentur betrieben.
Stand: 08.12.2025
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Paketmitschnitte durchführen
Kommt es generell zwar zum Verbindungsaufbau, Gespräche werden aber nicht optimal initiiert, ist es sinnvoll, einen Paketmitschnitt durchzuführen. Viele Endgeräte verfügen über die Möglichkeit einen Paketmitschnitt (PCAP Trace) durchzuführen, mit dem VoIP-Probleme analysiert werden können. Die Datei kann anschließend entweder zum Anbieter des VoIP-Dienstes geschickt oder selbst analysiert werden. Auch Tools, wie WireShark sind in der Lage den Netzwerk-Traffic aufzuzeichnen und zielgerichtet auszuwerten.
Erweiterte Einstellungen überprüfen
Bei vielen Telefonanlagen oder Telefonen stehen Optionen zur Verfügung, die nicht immer mit den Möglichkeiten des Anbieters übereinstimmen. Auch hier sollte bei Problemen also recherchiert werden, welche Optionen bzw. Optionskombinationen auf den Endgeräten und der Telefonanlage unter Umständen Probleme bereiten können, und welche Einstellungen der Anbieter für Anlagen und Telefone empfiehlt. Auch die eingesetzten Codecs auf dem Telefon, in der Anlage und beim Anbieter sollten natürlich kompatibel zueinander sein.