Unterschiedliche Server-Philosophien versus One Server Philosophy

Viele Server verderben den Brei bei Unified Communication

20.06.2011 | Autor / Redakteur: Dr. Michael Thomson / Sarah Maier

Michael Thomson, Director Engineering & Product Management bei Swyx
Michael Thomson, Director Engineering & Product Management bei Swyx

Für Unified-Communication-Lösungen bedarf es oftmals mehrerer Server. Das birgt administrative Hürden. Doch es geht auch einfacher: mit einem einzigen Server.

Verbesserte Erreichbarkeit von Kommunikationspartnern, Beschleunigung von Geschäftsprozessen und Steigerung der Produktivität: Unified-Communications-Lösungen (UC) versprechen eine Vielzahl an Vorteilen – klassische TK-Anlagen haben darum bei vielen Unternehmen ausgedient. Doch nicht jede neue Errungenschaft hält in diesem Zusammenhang auch wirklich, was sie verspricht. Oftmals wird wesentlich mehr Pflege- und Wartungsaufwand benötigt, als gedacht.

Soll die gewählte Lösung eine Faxfunktion integrieren, über FMC (Fixed Mobile Convergence) die Mobiltelefone der Mitarbeiter einbinden und Conference Calls möglich machen? Dann ist häufig für jede dieser Optionen eine eigenständige Server-Applikation notwendig. Soll zudem auch die Steuerung des Telefons mittels PC möglich sein (CTI, Computer Integrated Telephony)? Und auch auf Voicemail und Spracherkennung (IVR, Interactive Voice Response) soll nicht verzichtet werden? Dann sind bereits drei weitere Server oder Server-Dienste notwendig.

Es ergibt sich folgendes Szenario: Neben dem Server der TK-Anlage sind je nach Umfang der genutzten Applikationen noch mindestens eine Handvoll weiterer Server notwendig. Im schlimmsten Fall – manchmal auch bewusst gewählt („Best of Breed“-Ansatz) – stammen die Server von unterschiedlichen Herstellern und warten jeweils mit eigenem Administrations- und Nutzer-Interface auf. Sie müssen auch einzeln administriert werden: Wird ein neuer User eingerichtet oder Einstellungen geändert, muss dies häufig doppelt, dreifach oder sogar noch häufiger in den verschiedenen Applikationen geschehen. Da wird aus der einfachen Namensänderung eines Benutzer schnell ein kleines IT-Projekt.

Das Problem mit dem Update

Auch bei Updates können sich leicht Kompatibilitätsprobleme einschleichen. Wird im Rahmen der regelmäßigen Wartung der TK-Anlage ein neuer Software-Stand eingespielt, kann dadurch die Funktionalität des Gesamtverbundes schnell in Mitleidenschaft gezogen werden. Was, wenn diese Version nicht kompatibel beispielsweise mit der Fax-Software ist? Eventuell muss nun auch hier ein Update erfolgen. Ergo: Mehr Server sind gleichbedeutend mit deutlich mehr Wartungs- und Administrationsaufwand. Sofern die Server-Applikationen keine Freigabe für den Einsatz in virtualisierten Umgebungen haben, sind in der Regel auch mehrere Hardware-Plattformen für ihren Betrieb notwendig. Dies schlägt sich in zusätzlichen Investition-, Betriebs- und Wartungskosten nieder, die sich schnell zu einem nicht unerheblichen Kostenfaktor entwickeln können.

Sicherlich gibt es auch Hersteller, die alles – sprich die zentrale Kommunikationsplattform und alle zusätzlichen Server-Applikationen – aus einer Hand anbieten. Dies geschieht jedoch in der Regel vor dem Hintergrund, eine ausreichende Skalierbarkeit des Gesamtproduktes durch redundante Verteilung der Komponenten auf mehrere Server zu gewährleisen. Solche UC-Lösungen skalieren meist zu hohen, fünfstelligen User-Zahlen. Erkauft wird diese Skalierbarkeit mit einer überaus komplexen Administration und Konfiguration, die sich an den Bedürfnissen und den vorhandenen Ressourcen eines Großkonzerns und dessen IT-Abteilung orientiert.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie eine Ein-Server-Lösung aussieht.

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