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Die Neuerungen von Service Pack 1
Im Test legten wir besonderes Augenmerk auf den mit dem Service Pack neu eingeführten Support von Windows 8 und Windows Server 2012. Dabei stellten wir fest, dass sich die beiden aktuellen Microsoft-Betriebssysteme völlig nahtlos in die LANDesk-Umgebung integrieren ließen. Die Agenteninstallation lief ohne Schwierigkeiten ab und während der regulären Arbeit mit dem Produkt waren alle Funktionen wie erwartet nutzbar. Für den Windows 8.1-Support wird nach Angaben des Herstellers in Kürze ein Hotfix erscheinen.
Was den Linux-Support angeht, so banden wir Systeme unter Centos 6 in den 32- und 64-Bit-Versionen in unsere Arbeitsumgebung ein. Dabei mussten wir lediglich vor der Agenteninstallation unter "Konfigurieren / Dienste /Scheduler / Anmeldung ändern / Alternative Anmeldeinformationen" noch einen Root-Account eintragen, damit der Scheduler zu den Linux-Systemen eine Verbindung aufbauen konnte. Danach lief die Agenteninstallation, wie zuvor schon bei den Windows-Systemen beschrieben, durch. Allerdings verwendeten wir an dieser Stelle zur Definition des Jobs statt einer Windows- eine Linux-Konfiguration, die aber ebenfalls vom Hersteller mitgeliefert wird.
Was MacOS X angeht, so wurde der Support mit dem Service Pack 1 deutlich erweitert. Die wichtigsten neuen Funktionen für MacOS-Systeme sind die LDAP-Unterstützung, die Integration der MacOS X-Konfigurationsprofile und das Einbinden von MacOS X-Upgrades durch die Benutzer. Die LDAP-Unterstützung sorgt dafür, dass die Management Suite eine LDAP Inventory-Collection durchführen kann und dass sich LDAP-Benutzern oder Gruppen Jobs zuteilen lassen.
Dank der Integration der Konfigurationsprofile können die Administratoren die auf einem MacOS-System vorhandenen Profile nicht nur Inventarisieren und Löschen, sondern auch zuweisen. Die Self Service MacOS X-Upgrades ermöglichen es schließlich den zuständigen Mitarbeitern, beim Auftauchen von neuen MacOS X-Upgrades Push-Tasks zu definieren, die die Aktualisierungen an die betroffenen Clients übertragen. Installiert werden sie allerdings erst dann, wenn der End-User an dem jeweiligen System das Setup anstößt.
Fazit
Die LANDesk Management Suite 9.5 Service Pack 1 konnte uns im Test durch ihren großen Leistungsumfang und die einfache Benutzerführung überzeugen. Das Service Pack 1 erweitert das ohnehin bereits umfangreiche Feature-Set nochmals um eine Vielzahl nützlicher Funktionen, die weit über eine normale Produktaktualisierung hinausgehen. Im Test konnten wir die Lösung ohne Probleme installieren und die Erstkonfiguration brachte dank der nützlichen Assistenten ebenfalls keine Schwierigkeiten mit sich.
Im laufenden Betrieb stellten wir fest, dass die Verwaltungskonsole übersichtlich gestaltet wurde. IT-Administratoren sollten keine Schwierigkeiten dabei haben, sich nach relativ kurzer Einarbeitungszeit gut in dem Tool zurecht zu finden. Positiv fiel uns auf, dass die Management Suite die im Spannungsfeld der Automatisierung der Vorgänge und der zeitnahen Verwaltung auftretenden Herausforderungen sehr gut gelöst hat. So spielt das Produkt beispielsweise – bei entsprechender Konfiguration – Patches ohne Aktionen des Administrators lautlos im Hintergrund ein, ermöglicht es den zuständigen Mitarbeitern aber jederzeit, bei Bedarf selbst Hand anzulegen, um Sicherheitslücken schnell zu stopfen.
Der Funktionsumfang des LANDesk-Produkts ist demzufolge durchaus beeindruckend, trotzdem gelang es dem Hersteller, das Konfigurationswerkzeug so zu gestalten, dass Administratoren ohne großen Schulungsaufwand mit der Lösung arbeiten können. IT-Mitarbeiter, die für die Verwaltung heterogener Netze zuständig sind, dürften mit der Management Suite sehr zufrieden sein.
Über das IAIT
Das Institut zur Analyse von IT-Komponenten (IAIT) erstellt qualitativ hochwertige, unabhängige Tests, Workshops, Video-Tutorials sowie Interviews zu neuen Produkten und Lösungen aus der Informationstechnologie, die anschließend in neutralen Medien erscheinen.

Über den Autor
Der Leiter des Instituts – Dr. Götz Güttich – verfügt über mehr als fünfzehn Jahre Branchenerfahrung als IT-Consultant und Fach- beziehungsweise Chefredakteur im IT-Umfeld. Aufgrund seiner langjährigen umfangreichen Testtätigkeit für führende deutsche Netzwerkmagazine beschränken sich seine Fähigkeiten nicht auf die Theorie des IT-Geschäfts.
Dr. Güttich bringt auch umfassende praktische Kenntnisse aus dem Einsatz unterschiedlichster Lösungen in Unternehmensnetzen mit. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Cloud, Mobile Computing, IT-Sicherheit, Storage, Netzwerkmanagement, Netzwerkbetriebssysteme, Terminalserver und Virtualisierung.
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