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Das Patch Management
Die zentrale Verwaltung des Patch-Standes der Client-Systeme gehört nicht zum Standardlieferumfang der Management Suite, der Patch Manager muss getrennt lizensiert werden. Da es aber sinnvoll ist, eine Managementlösung, die Inventarisierung und Softwareverteilung beherrscht, auch zum Verwalten der Patches zu verwenden und da die Patch-Lösung völlig nahtlos in die Management Suite integriert wurde, nehmen wir in diesem Test auch den Umgang mit Patches unter die Lupe.
Im Betrieb haben die Verantwortlichen die Möglichkeit, mit der rechten Maustaste auf die betroffenen Systeme zu klicken und einen Patch- und Compliance-Scan durchzuführen. Die Management Suite stößt übrigens standardmäßig alle 24 Stunden automatisch einen solchen Scan an – das Intervall ist frei definierbar –, der manuelle Start der Überprüfung ist also nur dann erforderlich, wenn es darum geht, schnell eine bestimmte Verwundbarkeit ausfindig zu machen. Anschließend lassen sich – ebenfalls nach einem Rechtsklick – die "Sicherheits- und Patchinformationen" anzeigen. Diese umfassen unter anderem die erkannten und installierten Patches und den Reparaturverlauf.
Der Patch Manager lässt sich im Betrieb so konfigurieren, dass er beim Auffinden einer Vulnerability automatisch den dazugehörigen Patch installiert. Dieser Modus nennt sich "automatische Reparatur". Alternativ ist es auch möglich, die Patches vor der Installation erst im Netz freigeben zu lassen.
Um den Patch Manager zu nutzen, ist es keineswegs erforderlich, die einzelnen Rechner anzuklicken und ihre Patchinformationen aufzurufen. Möchten die Administratoren einen Patch auf allen betroffenen Rechnern im Netz einspielen, so wechseln sie zu "Sicherheit und Compliance / Patch und Compliance" und rufen dort die Auflistung der im Netz vorhandenen oder nicht vorhandenen Patches auf. Dort können sie dann den betroffenen Patch mit der rechten Maustaste anklicken und die betroffenen Computer anzeigen, Alarme definieren oder auch den Patch auf allen Rechnern im Netz installieren, die ihn brauchen.
Lizenzmanagement
Die in die LANDesk Management Suite integrierte Lizenzverwaltung steht nicht über das Konfigurationswerkzeug zur Verfügung, sondern über ein Web-Interface, das sich über die URL "http://{Name oder IP-Adresse des Servers}/landesk/sam/samwebconsole" oder über die Managementkonsole aufrufen lässt. Sie wurde in drei Bereiche aufgeteilt: "Dashboard", "Produkte" und "Administration".
Das Dashboard zeigt grafische Darstellungen von wichtigen Produkt- und Lizenzdaten. Es liefert also einen Überblick über den aktuellen Zustand der Softwareverteilung im Netz und hilft beim Planen und Verbessern des Lizenzeinsatzes. Die Produktseite enthält im Gegensatz dazu detaillierte Daten zu den auf den verwalteten Geräten installierten Softwarelösungen. Hier lassen sich auch Lizenzinformationen eintragen. Diese Informationen kommen dann zum Einsatz, um zu berechnen, ob für alle Anwendungen genug Lizenzen vorhanden sind.
Die Administration ermöglicht schließlich unter anderem das Anlegen von Computergruppen und das Durchführen von Lizenzberechnungen. Auch die Lizenzverwaltung ist einfach zu verstehen und sollte keinen erfahrenen Administratoren vor irgendwelche Schwierigkeiten stellen. Seit Service Pack 1 gibt es sogar die Möglichkeit, Lizenzen automatisiert zurückzufordern, zum Beispiel wenn die Software über einen bestimmten Zeitraum nicht verwendet wurde. In diesem Fall haben die zuständigen Mitarbeiter unter anderem die Option, das Paket automatisch von den Client-Systemen zu entfernen, was den Umgang mit der Lizenzverwaltung nochmals vereinfacht.
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