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Crate.io empfiehlt: Daten nicht nur sammeln Unternehmen müssen das IoT aktiv und intelligent nutzen

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Während künstliche Intelligenz (KI) dem Privatanwender lediglich bei der Erledigung kleinerer Aufgaben im Haushalt hilft, avanciert sie in Unternehmen als Teil des intelligenten IoT schnell zu einem festen Bestandteil des Technologie-Stacks, erläutert Datenbankentwickler Crate.io.

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Crate.io rechnet im nächsten Jahrzehnt mit einer Explosion neuer IoT-Anwendungsfälle.
Crate.io rechnet im nächsten Jahrzehnt mit einer Explosion neuer IoT-Anwendungsfälle.
(Bild: © – Lee – stock.adobe.com)

Ein großer Teil der Öffentlichkeit denkt beim Begriff künstliche Intelligenz (KI) sofort an Pods in Zimmerecken, die darauf warten, dass sie mit einem „Hallo“, „Hey“ oder „Alexa!“ aktiviert werden. Ein solches Szenario ist ein Paradebeispiel für eine breite Palette von Anwendungsfällen. Das Spektrum reicht von einem virtuellen Assistenten, der das Licht im Esszimmer einschaltet, bis hin zur Verarbeitung und Analyse von Datenpunkten.

Doch auch immer mehr Unternehmen investieren in das IoT, sagt Crate.io, Hersteller einer verteilten Open-Source-SQL-Datenbank für Maschinendaten. Eine Studie von IDG Research Services und TÜV Süd von 2020 zeige, dass 51 Prozent der in der DACH-Region befragten Unternehmen bereits IoT-Projekte umsetzte. Dies entspreche einer Steigerung von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei die Zahl der IoT-Projekte ebenfalls zugenommen habe, angetrieben von den großen Unternehmen. Die Befragten würden sich vor allem eine höhere Produktivität, effektive Kostensenkung und steigende Umsätze versprechen.

Fast zwei Drittel (65 %) der Unternehmen in der DACH-Region greifen auf einen externen Partner zurück, um ihre IoT-Herausforderungen zu bewältigen, so die Studie. So seien seit Anfang des Jahrtausends mehrere Start-ups gegründet worden, die Unternehmen mit verwertbaren Daten versorgen, um deren IoT-Zukunft zu gestalten. Ein Beispiel dafür sei die Möglichkeit, auch nach der Pandemie zu erkennen, unter welchen Bedingungen die Mitarbeiter am produktivsten arbeiten, und auf der Basis von Daten beispielsweise hybride Arbeitsmethoden zu entwickeln.

Die Kontrolle über die Dinge übernehmen

„Die erforderlichen Datenpunkte werden als Knotenpunkte im IoT beschrieben. Unternehmen müssen daher damit beginnen, jede Internetverbindung als einen Punkt zu betrachten, von dem aus Daten abgerufen und analysiert werden können“, meint Christian Lutz, Mitbegründer und Vorstand von Crate.io. „Einfache Sensoren, Kameras und Mikrofone in Besprechungsräumen können beispielsweise intelligent genug sein, um Daten zur Analyse und Verbesserung zu nutzen.“

Wie eine im August veröffentlichte Studie von Cision zeige, werde der weltweite Markt für KI im IoT bis 2026 ein Volumen von 21,7 Mrd. US-Dollar erreichen, was die Chancen für Unternehmen verdeutliche. Ein Markt dieser Größe werde zwangsläufig von Dienstleistern dominiert, die mit dem überzeugenden Argument „Sie brauchen nicht in Ihr eigenes Unternehmen zu investieren. Wir machen das für Sie“ antreten. Jedoch würden langfristig die Unternehmen erfolgreich sein, die sich der Herausforderung stellen und mit diesen Anbietern zusammenarbeiten. Durch die Entwicklung von Strategien rund um vernetzte Geräte und die erfassten Daten könnten Unternehmen neue Entscheidungen oder Empfehlungen auf Basis der neu gewonnenen Informationen treffen.

Die bevorstehende IoT-Revolution

„Das IoT kann für viele Unternehmensleiter auch ein abschreckendes Konzept sein. Das Schlagwort, das Visionen von Roboter-Baristas und -Drohnen, die Pakete ausliefern, hervorruft, ist so ein Aspekt. Klar ist, dass jedes vernetzte Gerät Daten sammelt, die für verschiedene Zwecke genutzt werden können. Der einzige Sensor, der beispielsweise bei Straßenlaternen zu vermuten wäre, ist ein Umgebungslichtsensor“, meint Christian Lutz. „Die Daten, die heute bereits aus Straßenleuchten gewonnen werden können, zeigen jedoch in der Smart City an, wann die Straßen am stärksten befahren sind, welche Parkplätze frei sind, wie das Wetter ist und welche Wege Fußgänger in bestimmten Gegenden nehmen.“

Diese Art der Datenerfassung würden sich künftig immer mehr Unternehmen zunutze machen. Laut Statista werden bis zum Jahr 2025 weltweit mehr als 75 Mrd. internetfähige Geräte installiert sein, von denen jedes einzelne Gerät Daten in einem noch nie dagewesenen Ausmaß erfasst. Ohne die richtige KI und Echtzeitanalyse ließen sich diese Daten jedoch nicht vollständig nutzen. In den letzten zehn Jahren sei zu beobachten gewesen, wie Daten zur Vorhersage steigender Temperaturen oder zur Manipulation von Wahlen und öffentlichen Abstimmungen genutzt werden können.

„Im nächsten Jahrzehnt wird es eine Explosion von neuen IoT-Anwendungsfällen geben. Die nächste Generation von Programmierern wird dann diese von den IoT-Geräten gelieferten Informationen verstehen, nutzen und analysieren können. Unternehmen werden neue globale Data-Hub-Strategien speziell für Sensordaten und andere automatisch generierte Maschinendaten entwickeln müssen“, meint Christian Lutz.

Die Einführung von 5G – mit höheren Geschwindigkeiten, niedrigeren Latenzzeiten und einer ausgereiften Netzwerkstruktur – habe ebenfalls zu einer Zunahme von Geräten am Netzwerk-Edge geführt. Diese Edge-Geräte könnten grundlegende Analysen durchführen und dadurch sofortige Erkenntnisse bereitstellen, was ebenfalls für eine Verlagerung von der Cloud zum Edge sorge.

In einem solch riesigen Markt wird es nach Meinung von Crate viele Bereiche geben, auf die sich Anbieter spezialisieren können. Auf dem Unternehmensmarkt beispielsweise wimmele es bereits von Analyseanbietern, die Unternehmen Daten zur Verfügung stellen, auf die sie sich bei der Planung künftiger Zweigstellen stützen können. Es gebe jedoch immer Lücken in unterversorgten Märkten.

„Tatsache ist, dass die Datenrevolution gerade erst begonnen hat und die damit verbundenen Chancen erst am Anfang stehen. Dadurch entsteht ein völlig neuer Markt, von dem innovative Unternehmen profitieren können“, fasst Christian Lutz abschließend zusammen. „Die Unternehmen, die daran teilhaben wollen, müssen jetzt damit beginnen, den Wandel anzunehmen. Im Gegenzug werden sie neue Möglichkeiten und eine neue Wachstumsphase erleben.“

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