Prognose von Gartner Trotz Ultramobile-Geräte-Boom: PC- und Notebook-Markt soll einbrechen

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Katrin Hofmann / Katrin Hofmann

„Anytime-Anywhere-Computing“: So bezeichnen die Analysten von Gartner das Käuferverhalten, das die Absatzzahlen im Markt der „Devices“ antreibt. Stationäre PCs, aber auch klassische Notebooks müssen sich dem Mobility-Trend geschlagen geben.

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Das Geschäft mit Desktops und Notebooks verliert rapide an Schlagkraft.
Das Geschäft mit Desktops und Notebooks verliert rapide an Schlagkraft.
(Grafik: Gartner)

Gemäß einer Prognose von Gartner wird der weltweite Devices-Markt in diesem Jahr auf rund 2,35 Milliarden verkaufte Geräte anwachsen. Das wären 5,9 Prozent mehr als noch 2012. Zu den „Devices“ zählen die Analysten sowohl PCs, Tablets, Notebooks als auch Handys und Smartphones.

Klassischer PC-Markt bricht ein

Allerdings sollen die Verkaufszahlen klassischer Desktop-Rechner und Notebooks bis zum Jahresende drastisch abstürzen. Gartner prognostiziert hier ein Absatzminus von 10,6 Prozent. 2014 könnte es dann zu weiteren Verwerfungen kommen: Soll der Absatz in diesem Jahr hier rund 305,2 Millionen Stück erreichen, könnte er 2014 auf etwa 289,2 Millionen sinken.

Aufschwung im Ultramobile-Segment

Dennoch gibt es auch spezielle Formfaktoren, die „glänzen“ könnten. Gartner zufolge wird der Absatz mit Ultramobile-Geräten, wie Chromebooks, besonders schlanken „Notebooks“ oder Windows-8-Slate- und -Hybrid-Geräten, in diesem Jahr weltweit auf etwa 20,3 Millionen verkaufte Devices anwachsen (2012: 9,8 Millionen). Für das kommende Jahr erwarten die Analysten hier weitere Zuwächse. Dann sollen 39,8 Millionen Geräte über die Ladentheken gehen. Ultramobiles könnten die Nachfrage auf sich und weg von anderen Geräteklassen ziehen. Im vierten Quartal soll dies Gartner zufolge noch deutlicher werden, wenn die neuen Intel-Prozessoren und Windows 8.1 Einzug halten.

Die Gartner-Analysten liefern auch eine Prognose hinsichtlich der Verbreitung von Betriebssystemen auf den Geräten.
Die Gartner-Analysten liefern auch eine Prognose hinsichtlich der Verbreitung von Betriebssystemen auf den Geräten.
(Grafik: Gartner)

Neue Formfaktoren helfen nicht viel

Doch auch inklusive dem Ultramobile-Rechner-Absatz sollen die PC-Verkaufszahlen dieses Jahr um 7,3 Prozent schrumpfen. Das Plus, das die Analysten dem Devices-Markt prophezeien, ist vielmehr auf die Entwicklung in den Bereichen Mobile Phones und Tablets zurückzuführen.

70 Prozent Absatzplus bei Tablets vorhergesagt

Der immer stärker werdende Wunsch der Kunden nach mobiler IT-Nutzung wird auch in einer weiteren Prognose Gartners deutlich, die verdeutlicht, wie sich der Markt derzeit verändert. „Die Verbraucher wollen ‚Anytime-Anywhere-Computing‘, das es ihnen nicht nur erlaubt, Inhalte leicht zu konsumieren und zu erstellen, sondern auch zu teilen und auf den Content mit verschiedenen Geräte zuzugreifen. Mobilität ist von größter Bedeutung,“ erklärt Gartner-Analystin Carolina Milanesi.

Gartners Vorhersage zufolge jedenfalls soll der Tablet-Absatz 2013 auf zirka 201,8 Millionen Stück steigen, was einem Zuwachs im Jahresvergleich in Höhe von rund 68 Prozent entspräche. 2014 könnte der Absatz auf 276,2 Millionen klettern.

Für den Mobile-Phone-Markt wiederum erwarten die Marktforscher 4,3 Prozent Zuwachs. Damit könnten bis Jahresende zirka 1,8 Milliarden Handys und Smartphones verkauft werden. Für das kommende Jahr beläuft sich die Prognose auf etwa 1,9 Milliarden verkaufte Geräte. □

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