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LEW TelNet-Geschäftsführerin sagt, wie Kommunen an Glasfaser kommen

Trixl: „Auf dem Land rechnet sich Breitband ohne Fördermittel nicht.“

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Die Grabungskosten sollen das Teuerste an Glasfaserleitungen sein. Was halten Sie von einer Rahmenrichtlinie, die das Verlegen von Leerrohren bestimmt, wenn irgendwo gegraben wird.

Trixl: Wenn eine Straße zwischen zwei Ortschaften aufgegraben wird, empfehlen wir immer, mindestens Leehrrohre für Datenkabel zu verlegen.

Wie bewerten Sie die Initiative des bayerischen Staatssekretärs Franz Josef Pschierer, der einen Grabungsatlas initiiert hat? Dieses Infrastrulturwerk soll auch erkennen lassen, ob und wo das Verlegen von Leerrohren wirtschaftlich sinnvoll wäre.

Trixl: Ein solcher Atlas soll für Transparenz sorgen und grundsätzlich ist Transparenz gut. Aber es dürfte im Detail schwierig werden, den Atlas zu pflegen. Nutzen und Pflegeaufwand entsprechen sich vielleicht nicht.

Und im Endeffekt muss immer ein Plan erstellt werden, der sowohl den Bedarf als auch die vorhandenen und möglichen Ressourcen in Betracht zieht. Dazu gehört auch zu überprüfen, welche Rohre und Leitungen genutzt werden können.

Diedorf bekommt 50-Megabit-Leitungen, doch die meisten Gemeinden freuen sich schon über 16.000er DSL und geben Geld dafür aus. Damit erhält die Telekom eine Menge Fördergelder.

Trixl: In unserer Region ist die Telekom nur zu einem Drittel vertreten. Die Gemeinden müssen eine Bedarfserhebung machen. Daraufhin erfolgt eine Ausschreibung. Die Telekom hat sich im vergangenen Jahr an den Ausschreibungen beteiligt. Das ist in diesem Jahr wieder anders.

Wir konkurrieren eher gegen kleinere Anbieter, häufig Mobilfunkanbieter.

Funknetze schaffen keine VDSL-Bandbreite.

Trixl: Die Funkanbieter treten zu uns in Konkurrenz, wenn nur geringe Bandbreiten ausgeschrieben sind.

Wer will denn freiwillig geringe Bandbreite?

Trixl: Das ist das Problem. Die Kommunen müssen die Ausschreibung richtig machen. Dann kann auch Glasfaser gefördert werden.

weiter mit: Wie machen Kommunen Ausschreibungen richtig?

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