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DNS und DHCP als Serverdienst auf NAS-Systemen nutzen Synology NAS als Infrastruktur-Server für DNS und DHCP

Von Thomas Joos 3 min Lesedauer

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Synology NAS-Systeme können als DNS- und DHCP-Server genutzt werden. Dabei lassen sich sogar AD-Zonen speichern und Forwarder definieren. Vor allem KMU erhalten dadurch professionelle Systemdienste ohne zusätzliche Lizenzkosten.

Auf einem Synology NAS lassen sich auch die Serverdienste DNS und DHCP abbilden.(Bild:  © blickpixel - stock.adobe.com)
Auf einem Synology NAS lassen sich auch die Serverdienste DNS und DHCP abbilden.
(Bild: © blickpixel - stock.adobe.com)

Durch die Installation der Pakete "Synology DNS Server" und "Synology DHCP Server" lassen sich auf Synology NAS-Systemen auch Infrastrukturdienste sicher und stabil betreiben. Der DNS-Server ermöglicht auch die Verwaltung von Active-Directory-integrierten Zone, zum Beispiel für den Betrieb von Synology DNS Server als Active Directory-Domänencontroller auf dem NAS.

Synology DNS Server für Active Directory und andere Dienste nutzen

Wenn auf einem Synology NAS der Synology Directory Server zum Einsatz kommt, wird Synology DNS Server automatisch installiert, da der DNS-Dienst für die Namensauflösung in Active Directory und im internen Netzwerk genutzt wird. Nach der Installation steht das Verwaltungsprogramm in der Weboberfläche über "DNS Server" zur Verfügung.

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Bei "Zonen" zeigt der DNS-Server die bereits vorhandenen Zonen an, zum Beispiel die Active Directory-DNS-Zonen. Hier lassen sich aber weitere Zonen anlegen, wie bei anderen DNS-Servern, zum Beispiel in Windows. An dieser Stelle lassen sich auch sekundäre Zonen erstellen oder Zonendaten von anderen DNS-Servern importieren. Den Export der Zonendaten können Sie an der gleichen Stelle vornehmen. Durch einen Doppelklick auf eine Zone, öffnen sich deren Einträge. Hier lassen sich vorhandene Einträge nachträglich bearbeiten oder eigene Einträge erstellen.

Da ein DNS-Server im internen Netzwerk nicht alle DNS-Zonen verwalten kann, zum Beispiel die Zonendaten aus dem Internet, ist es möglich bei "Auflösung" zunächst die Auflösung externer Zonen zu aktivieren und auch den Forwarder-Dienst zu nutzen. Hier lassen sich danach DNS-Server eintragen, zu denen der Synology DNS-Server seine Abfragen weiterleiten kann, die er nicht selbst beantworten kann. Hier ist es sinnvoll entweder den DNS-Server auf der Firewall zu verwenden, die die IP-Adressen 8.8.8.8 für einen Google-DNS-Server oder 1.1.1.1 für den DNS-Server bei Cloudflare.

Über den Eintrag "Protokoll" sind die einzelnen Aktionen zu sehen, die auf dem Server stattfinden. Dadurch behalten Admins immer den Überblick, was mit dem DNS-Server passiert. Bei "Einstellungen" ist es wiederum möglich die Standardeinstellungen für den kompletten DNS-Server zu setzen, zum Beispiel für den TTL, die Größe der Protokolldateien, oder die maximalen Verbindungen für DNS-Anfragen.

Synology DHCP-Server einsetzen

Wenn im Netzwerk eine Firewall im Einsatz ist, oder ein Internet-Router, ist es durchaus sinnvoll, auf diesem den DHCP-Server zu betreiben. Hier ist es wichtig, in den DHCP-Optionen die IP-Adressen des Synology-DNS-Servers einzutragen. Wer alle Infrastrukturdienste aber lieber auf dem NAS haben möchte, kann mit dem Synology DHCP-Server auch einen professionellen und leistungsstarken DHCP-Server kostenlos über das Paketzentrum installieren und betreiben.

Nach der Installation von Synology DHCP-Server ist der Dienst zunächst inaktiv. Für alle LAN-Schnittstellen auf dem NAS lässt sich der DHCP-Server gesondert aktivieren. Erst danach kann er IP-Adressen vergeben, wenn der entsprechende Pool konfiguriert ist.

Für jede LAN-Schnittstelle lassen sich über diesen Weg eigene Subnetze, IP-Adressen und DHCP-Optionen erstellen. Das macht das System auch sinnvoll in Netzwerken mit mehreren getrennten Netzwerken.

Vor der Aktivierung des DHCP-Servers werden die IP-Adressen der primären und sekundären DNS-Server eingetragen sowie der Domänennamen, der im Netzwerk eingesetzt wird. An dieser Stelle kann generell auch der FQDN der Active Directory-Domäne genutzt werden, da der DHCP-Server an dieser Stelle auch mit dem Synology Directory Server zusammenarbeitet.

Über "Erstellen" bei "Teilnetz-Liste" werden schließlich die einzelnen Pools erstellt. Hier lassen sich verschiedene Subnetze konfigurieren. Zunächst erfolgt an dieser Stelle die Definition der Start- und End-Adressen des IP-Bereiches sowie die Angabe der Subnetzmaske. Außerdem lassen sich hier das Standardgateway definieren sowie die zahlreichen DHCP-Optionen auswählen.

Erweiterte Funktionen des Synology DHCP-Servers

Über die Registerkarte "DHCP-Clients" ist es möglich, Reservierungen auf Basis der MAC-Adressen eines Gerätes zu hinterlegen. Die Geräte erhalten dann immer die gleiche IP-Adresse. Jedes Subnetz muss manuell aktiviert werden. Wenn ein DHCP-Server für eine LAN-Schnittstelle aktiv ist, zeigt das die Weboberfläche an, zusammen mit den Daten des IP-Bereiches.

Nach der Aktivierung des DHCP-Servers für Schnittstellen auf dem Synology-NAS, lassen sich mit der Schaltfläche "DHCP deaktivieren" die Funktionen ausschalten. Die Konfiguration bleibt dabei erhalten und über die Schaltfläche kann der DHCP-Server wieder aktiviert werden.

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In der zentralen Oberfläche können bei "Anbieter" weitere DHCP-Optionen erstellt und an die eigenen Anforderungen des Unternehmens angepasst werden. Hier steht auch der Menüpunkt "PXE" zur Verfügung. Damit lassen sich PXE-Starts definieren, zum Beispiel für das automatische Verteilen von Betriebssystemen. Diese erhalten eine IP-Adresse bereits beim Start und können die Installationsdateien des Betriebssystems dann direkt beim NAS herunterladen.

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