Bereits im ersten Teil unserer Reihe zu Synology-NAS-Systemen haben wir gezeigt, warum der Netzwerkspeicher auch als Serverersatz dienen kann, ohne Unternehmen einzuschränken. Das spart Investitionen, Lizenzen und erleichtert den Betrieb deutlich.
Das Setup und die Konfiguration eines Synology NAS laufen ganz einfach Schritt für Schritt über den Web Assistant ab.
(Bild: Joos - Synology)
Um mit einem Synology-NAS den oder die Server in KMU zu ersetzen, ist zunächst nichts anderes notwendig, als der Kauf eines passenden Systems. Wichtig ist, dass dieses über genügend Arbeitsspeicher verfügt, da der Betrieb von Domänencontroller, DHCP, DNS, Dateiserver und unter Umständen sogar Mail- und Chat-Server sowie Host für virtuelle Maschinen natürlich einiges an Rechenpower benötigt.
Das richtige NAS für KMU als Serverersatz: Der Small Business Server 2023
Um ein Synology-NAS als Serverersatz für KMU zu nutzen, sollte das Gerät zunächst über genügend Festplattenplatz und genügend Datenträger verfügen. Die Anzahl der Datenträger spielt eine wichtige Rolle für das spätere RAID-System, das die installierten Serverdienste und deren Daten schützt. Generell ist es sinnvoll als Datenträger auf SSD zu setzen, damit die Leistung des NAS im Netzwerk auch beim Betrieb von vielen Serverdiensten optimal ist.
Hinzu kommt die richtige Menge an Arbeitsspeicher. Hier gilt generell: Je mehr, je besser. Geräte, wie das Synology DS1823xs+ verfügen oft noch über Einschübe für Fibre-Channel-Karten. Dadurch lassen sich turboschnelle NVMe-SSD einsetzen, welche die Leistung noch weiter verbessern. Sobald das NAS zusammengestellt und eingetroffen ist, lässt es sich im Netzwerk in wenigen Minuten einrichten. Dazu ist es nur notwendig, das Gerät mit dem Netzwerk zu verbinden und zu starten. Ist im Netzwerk bereits ein DHCP-Server im Einsatz, erhält das NAS eine Adresse. Über den Webbrowser eines Computers und der Eingabe der Adresse find.synology.com erfolgt der Start des Synology Web Assistant. Hierüber erfolgt die Einrichtung des NAS. Danach kann das NAS mit dem Benutzernamen und Kennwort verwaltet werden, der während der Einrichtung festgelegt wurde.
Netzwerkeinstellungen richtig setzten
Nach der Installation sollte beim Betrieb des Synology NAS als Serverersatz zunächst ein Blick in die Systemsteuerung von DSM gehen und hier in den Bereich "Netzwerk". An dieser Stelle lassen sich viele wichtige Anpassungen des NAS an das Netzwerk vornehmen. Bei "Netzwerkschnittstelle" erfolgt die Konfiguration der einzelnen Schnittstellen. Generell ist es sinnvoll, dass ein NAS über mehrere Schnittstellen mit dem Netzwerk verbunden ist, damit die Netzwerkverbindungen nicht zum Flaschenhals werden.
Generell ist es empfehlenswert in der Weboberfläche des NAS in der Systemsteuerung alle Menüpunkte einmal durchzuarbeiten, um alle Anpassungen so zu setzen, dass sie den Anforderungen des Unternehmens entsprechen. Das dauert nicht lange und bietet einen ersten Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten des NAS. Über den Menüpunkt "Aktualisieren & Wiederherstellen" ist es darüber hinaus möglich, die Konfiguration des NAS in einer Datei zu sichern und dadurch schnell wiederherstellen zu können. Das sollte am Ende der Einrichtung erfolgen, damit die gesetzten Einstellungen nicht verloren gehen.
Die Datenträger im NAS stellen eine wichtige Zentrale dar
Natürlich sind die verbauten Datenträger in einem Netzwerkspeicher das zentrale Element des NAS. Hier liegen schlussendlich auch die Daten der Serverdienste, die auf dem NAS betrieben werden, also zum Beispiel die Active-Directory-Datenbank mit den Benutzern, die virtuellen Festplatten der VMs, die DNS- und DHCP-Datenbank sowie natürlich die Daten der Anwendung, die das NAS als Freigaben bereitstellt.
Die Verwaltung der Datenträger erfolgt über den Menüpunkt "Speicher-Manager" in der Weboberfläche. Bei "Überblick" ist zu sehen, welche physischen Datenträger verbaut sind und welche virtuellen Speicherpools und Volumes vorhanden sind. Ein Klick auf "HDD/SSD" zeigt wiederum den Status der einzelnen Laufwerke und deren Kapazität an.
Das Paket-Zentrum
Um zusätzliche Serverdienste auf dem NAS zu installieren, kommt das Paketzentrum zum Einsatz. Hier sind im Grunde alle Serverdienste zu finden, die sich auf dem NAS betreiben lassen, parallel zur Freigabe von Dateien. Wir gehen in den nächsten Teilen dieser Reihe darauf ein, wie ein Synology NAS vollkommen kostenlos als Active Directory-Domänencontroller zum Einsatz kommen kann sowie als Host für virtuelle Server, als DNS- und DHCP-Server sowie als Mail- und Chat-Server.
Die komplette Einrichtung erfolgt über das Webinterface, das die Verwaltung im Netzwerk sehr einfach macht. Hinzu kommt die Möglichkeit, das NAS an das Internet anzubinden, sodass auch in kleinen Unternehmen der Zugriff remote möglich ist. Allerdings ist hier meistens ein VPN der bessere Weg und bietet mehr Sicherheit.
Stand: 08.12.2025
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Generell sind alle Dienste im Paketzentrum kostenlos. Einzelne Dienste, wie bspw. der MailPlus-Server, sind nur für eine bestimmte Anzahl an Personen kostenlos. Wer mehr Benutzer anbinden will/muss, kann in der Verwaltungsoberfläche weitere Lizenzen erwerben.
NAS-Systeme lassen sich hochverfügbar betreiben
Um sicherzustellen, dass die Serverdienste hochverfügbar sind, ist es durchaus möglich, mehrere NAS im Unternehmen zu betreiben. Dadurch lassen sich Daten eines NAS auf einem anderen NAS sichern oder auch mehrere Domänencontroller betreiben. Neben dem Betreiben von Serverdiensten und Freigaben, kann ein Synology NAS Daten aus und in die Cloud synchronisieren und sichern. Dazu stellt Synology einen eigenen Clouddienst mit der Bezeichnung C2 Storage zur Verfügung. Es ist aber auch möglich, weitere Clouddienste anzubinden.
Als Ausfallschutz für einzelne Laufwerke auf dem NAS, können nicht verwendete Datenträger als "Hot Spare" genutzt werden. Diese setzt das NAS ein, wenn einzelne Datenträger als defekt erkannt werden. Die Einrichtung erfolgt an dieser Stelle ebenfalls über das Webinterface.
NAS-System überwachen: Ressourcen-Monitor und Protokoll-Center
Sobald mehrere Dienste auf dem NAS in Betrieb sind, macht es Sinn, das NAS kontinuierlich zu überwachen. In der Weboberfläche steht dazu der Ressourcen-Monitor zur Verfügung, der zahlreiche Informationen zur Verfügung stellt, die Admins auswerten können. Über den Menüpunkt "Leistungslarm" lassen sich Regeln definieren, die festlegen, ab welcher Auslastung eine Warnung verschickt werden soll.
Das Protokoll-Center kann wiederum umfassend darüber informieren, wie der Status des Systems ist. Beide Bereiche funktionieren nach der Inbetriebnahme automatisch und erfordern keinerlei Anpassungen. Um die Datenträger im Blick zu halten, gibt es im Speicher-Manager bei "HDD/SSD" den "Test Planer", der in regelmäßigen Abständen die SMART-Daten der Datenträger auslesen kann.
Dazu kommt der "Sicherheitsberater" im Startmenü des NAS. Dieser scannt das komplette System und zeigt in einem Fenster an, welche Aktionen dringend notwendig sind. Über den Bereich "Erweitert" sollte dazu bei "Sicherheitsrichtlinie" die Option "Für Arbeit und Unternehmen" eingestellt sein. Außerdem kann das System die Scans regelmäßig durchführen und in einer Freigabe speichern. Im Bericht können Admins danach erkennen, wo Maßnahmen auf dem NAS notwendig sind.